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Das Missbrauch-Opfer.Info Team

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Slavi schrieb am 30. Juli 2010 um 18:43 Uhr:

Ich bin eine Frau und habe vor ein paar Monaten meine Traumfrau gefunden.
Sie hat mir direkt am Anfang erzählt ,dass sie im Alter von 10 Jahren von ihrem Onkel Missbraucht wurde und das auf Jahre hin. Er hat sie erpresst , wenn sie was sagen würde , dann würde er auch ihre kleine Schwester ( 8 Jahre ) Missbrauchen.
(Da ihre Mutter gestorben ist , sind sie zum Onkel und Tante gekommen )
Sie hat dann nichts gesagt , aus Angst um ihre Schwester.
Eines Tages hat Ihre Tante sie erwischt , was soll ich Euch sagen ...die Prügel und vorwürfe hat sie bekommen , nicht der Onkel .
Sie hat dann das Haus verlassen und ist zu einer Erzieherin gezogen.
Danach musste sie erfahren das ihre Schwester genau so lange von im Missbraucht wurde , wie sie selbst.
Beide haben sich so sehr geschämt es jemanden zu erzählen . Die Tante hat auch alles tot geschwiegen,
Sie ist heute noch mit ihm zusammen und das ist jetzt 30 Jahre her.
Kann mir hier jemand sagen , was sind das für Menschen ? Sie selbst ist auch Mutter von drei Kindern...
Wie kann sie damit Leben , wie kann er damit Leben.
Ich bin völlig verzweifelt , dass meiner großen Liebe so etwas schlimmes wiederfahren ist.
Es bricht mir fast das Herz , ich kann sehr sehr schwer damit umgehen.
Und es macht mich tief traurig hier die ganzen schlimmen Sachen zu lesen.
Ich werde mir Hilfe holen , denn sonst weiß ich nicht wie ich das verarbeiten soll.
Wie schlimm muss es dann erst den Betroffenen gehen!


C. schrieb am 28. Juli 2010 um 22:46 Uhr:

Ich wurde im Alter von 12 ein Opfer des Missbrauches...
Bis heute ist dieser Vorfall in meinen Gedächtnis, dennoch habe ich mich emotional von diesen abgekapselt und fühle nichts wenn ich daran denke. Aber trotzdem hat sich mein Verhalten in den 5 Jahren geändert: Ich kann keine Nähe zu männlichen Personen ertragen, sei es nur eine Umarmug oder etwas anderes. Und vor 2 jahren habe ich angefangen mich selbst zu verletzen, mittlerweile ist es wie eine Sucht, von der ich nicht mehr weg komme.

Franziska schrieb am 27. Juli 2010 um 19:34 Uhr:

Ich gebe Diane vollkommen recht...
Man sitzt dort und erzählt unter Tränen von den Erlebnisses und hört nur die Wut über den Täter....Aber ob im gefängnis oder tot.... Was bringt uns das schon?
Außerdem bekommen die Täter doch sowieso nur wenige Jahre Haft...
Und die Angst wenn sie wieder rauskommen ist sicher auch nicht nebensächlich...
Ich hoffe nur dass die Menschen endlich aufwachen und kein Kind mehr sowas mitmachen muss...

Diane schrieb am 26. Juli 2010 um 13:21 Uhr:

Es ist schön zu lesen,daß auch nichtBetroffene sich für das was in uns vorgeht interessieren! Denn ständig stehen die Täter im Vordergrund.Das ist das was ich erlebe! Dank meiner Therepie bin ich nach sovielen Jahren in der Lage darüber zu sprechen und selbst die Menschen,von denen ich dachte,daß sie mir am nächsten stehen würden,haben haben nur die Aufmerksamkeit auf den Täter gelenkt.Sätze wie: Wenn der noch lebenwürde,dann würde ich den kalt machen. Aber was würde mir das nützen? Nichts!!! Denn das was in mir zerstört wurde wird dadurch nicht wieder hergestellt!Nur Verständnis,Geduld... wird dazu beitragen!Selbst als ich gesagt habe,warum niemand fragt wie es mir(und allen anderen Überlebenden)damit geht.Jeder der meint er müsse sich um die Täter kümmern,vergisst dabei das man uns damit in eine Situation bringt,die wir nicht entscheiden dürfen.Das ist doch genau das,was uns zum Teil in diese Lage hineingebracht und uns in diese Starre der Angst hat bleiben lassen! Niemand,der mich als Persönlichkeit mit dem was ich möchte und nicht möchte wahrgenommen hat.Nur das,was die Erwachsenen wollten und da gab es keine "diskussion". und leider stelle ich fest,daß sich das bis heute nicht wirklich geändert hat.Es ist ein harter Weg ständig dagen zu kämpfen,aber mit Beiträgen wie die von Martin Berg lässt sich die Hoffnung aufrecht erhalten das es doch noch viel mehr Menschen gibt,die tatsächlich anderen Menschen Respekt und Mitgefühl(kein Mitleid)entgegenbringen! Danke!!!

Martin Berg schrieb am 24. Juli 2010 um 09:35 Uhr:

Habe den Eindruck, dass hier fast nur die tatsächlich Betroffenen etwas schreiben (veröffentlicht werden). Ich selbst bin zum Glück nicht selbst betroffen. Dieses Thema liegt mir jedoch sehr am Herzen. Die Lage von jemandem, der so lieblos und mit Verachtung behandelt wurde, kann ich mir nicht vorstellen. Deshalb war ich besonders schockiert, wie nach dem Öffentlich-Werden vieler Fälle, immer noch taktiert wurde und weiterhin nicht MIT den Betroffenen, sondern gern ÜBER sie gesprochen wurde.

Mit diesem Beitrag möchte ich meine Anteilnahme ausdrücken.

Ich wünsche allen viel Liebe, die Respekt, Ehrfurcht und Selbstwert und Frieden beinhaltet.

Maria schrieb am 23. Juli 2010 um 22:38 Uhr:

Es ist immer da, diese Angst es könnte mir nochmal passieren.Menschen nicht vertrauen können, weder körperliche Nähe zulassen, es ist eine Qual sich in seinem Körper nicht wohlzufühlen und sich selbst zu verletzen...
Im Alter von sieben Jahren wurde ich sexuell mißbraucht und verletzt.
Heute bin ich 29 und habe schon 5 Jahre Therapie hinter mir. Ein bisschen hat sich in mir geändert.Aber ich kann nicht vergessen und verzeihen,ich kann nur versuchen damit zu leben.
Vor ein paar Jahren habe ich zum ersten Mal eine Beziehung zu einem Mann eingehen können. Aber die Schmerzen sind immer da. Was auch immer wieder zum Problem wird.Ich werde nie so fühlen und genießen können, wie andere Frauen in meinem Alter...Was würde ich darum geben.....

ingrid schrieb am 22. Juli 2010 um 18:33 Uhr:

Danke für die Seite und vielen wichtigen Informationen
lg ingrid

N. schrieb am 21. Juli 2010 um 14:15 Uhr:

Ich habe heut gerade meine 4. Geburtstag, mein Onkel ist bei mir im Zimmer und spielt mit mir dann kommt er auf die lustige Idee Erwachsene zu spielen und zeigt mir wie Erwachsene küssen und wie der Schniddel groß werden kann so hat alles angefangen

Meine Mutter wurde dann ca. ein halbes Jahr später sehr krank und mein Vater war mit der Situation total überfordert als meine Mutter im Krankenhaus war und so glaubte er es wäre für mich und meinen Bruder besser wir würden bei meinen Onkel und Tante besser untergebracht sein

da meine Mutter Krebs hatte und dadurch sehr oft im Krankenhaus war bin ich sehr oft bei ihnen gewesen (bis ich ca. 11jahre alt war)

Jetzt bin ich 27 und habe heute wieder einen Flashback gehabt und mich daran erinnert wie mich mein Onkel das erste Mal vergewaltigt hat mir geht es jetzt echt total scheiße ich kann momentan überhaupt nicht hab das Gefühl ich verliere den verstand war jetzt sicher 1std unter der Dusche und fühl mich noch immer total schmutzig und ekelig und ich wünschte mir ich wäre tot

Das schlimme für mich ist eigentlich ich geglaubte mir geht es jetzt echt gut und kann mit dem Missbrauch schon sehr gut umgehen und in mein Leben integrieren

aber es ist leider nicht so hab eigentlich nur noch selten Panikattacken und Flashbacks gehabt in den letzten Monaten überhaupt keine mehr und so einen schlimmen schon Jahre nicht mehr

hab mir sogar schon überlegt ob ich mich nicht einweisen lassen soll weil ich die Angst habe, ich halte es nicht mehr aus und tue mir was an

hj schrieb am 19. Juli 2010 um 19:14 Uhr:

Es ist 1968-1970
Es ist 40 Jahre zurück. Ich habe es nicht vergessen und nicht verdrängen können.
Es hat mein Leben bis Heute unbewusst beeinflusst. Ja ich habe überlebt!
Wie? Das wollte niemand wissen obgleich ich im Verlauf der letzten 40 Jahre immer wieder nach Hilfe gerufen habe. Vielleicht war ich zu undeutlich zu leise, Heute bin ich 50 Jahre alt und ich werde nicht mehr schweigen, ich möchte laut sagen was mir passiert ist, ich bin nicht verantwortlich, aber ich bin verantwortlich dass ich geschwiegen habe.
Jeden Tag habe ich die Chance die Dinge besser zu tun. Ab Heute werde ich es laut sagen.
Ich war damals ein Junge von 8 Jahren hatte verantwortungsbewusste Eltern die es für gut und richtig erachteten dass ich zu den Pfadfindern gehe. Über zwei Jahre wurde ich oral und anal penetriert. Ich weiß nicht mehr wie oft, mir fehlen viele kleine Details. Ich weiß durch wen, ich weiß wo, sein Name ist Heinz S. Ich weiß heute dass jede Beziehung jeder versuch eine Ehe zu führen von vorn herein zum scheitern verurteilt waren. Es ist meine Zeit nicht mehr zu schweigen.
Ich kann nur allen Betroffenen raten, wartet nicht so lange wie ich schreit es raus.
Und wenn ihr noch länger gewartet habt, ihr habt jeden Tag die Chance es zu verändern.
Involviert alle, eure Kinder, eure Eltern, eure Geschwister, eure Partner. Holt euch Unterstützung.
Ich bin ein Mann, ein starker erfolgreicher Mann. Das konnte ich alleine nicht schaffen.
Liebe Gedanken
H.J

B. schrieb am 17. Juli 2010 um 18:17 Uhr:

Hallo!

Ich bin Verbündete, meinem Freund wurde vorkurzer Zeit Bewußt das er als Kind Missbraucht wurde. ER hat seit 30 Jahren Flashbaks.

Zu Zeit will er keinen Kontakt zu mir.
Wie Verhalte ich mich würde gerne Helfen
Danke

loppie90 schrieb am 16. Juli 2010 um 23:47 Uhr:

Schon oft war cih auf dieser Seit, habe mich meinem Freund anvertraut, mache seit einem Jahr Terapie.
Es ist schwer zu begreifen, zu realisieren, zu akzeptieren und zu handeln.
Mal wieder von schlechten Träumen geplagt erwacht. Im Traum um mich geschlagen und getreten. Meinen Freund gewürgt.
Nun sitze ich hier und versuche mich zu beruhigen.
Schrieben hilft, auch wenn es nur wirr und unverständlich klingt.

Rachel schrieb am 15. Juli 2010 um 23:50 Uhr:

Hallo
ich finde es erschreckend aber auch ein wenig erleichterung zu spüren das es grausamer weise noch andere menschen so viel menschen gibt die das gleiche erlebt haben wie ich.Ich bin jetzt 24 jahre.ich wurde mit 12 jahren das erste mal sexuelll vom meinem vater missbraucht,ich habe noch nie mit irgendjemandem darüber gerdet.Noch nicht einmal mit meinem Mann.Es macht mich total fertig.Obwohl es schon so lange her ist.Wahrscheinlich weil ich nie darüber rede,aber es kommt einfach nicht über meine Lippen.Obwohl ich gerne würde.Meine Mutter wurde als ich 12 jahre alt war Krebs krank (wurde zum Glück geheilt)sie lag 3 monate im krankenhaus.da fing alles an.er missbrauchte mich fast täglich.Er gign mit anderen FRauen fremd,ich wurde in der schule schlecht,wurde Drogenabghängig.Ich erzählte meiner mutter auch nichts davon.Als ich 17 war ließen sich meine Eltern scheiden,ich zog mit meiner mutter weg,nahm keine drogen mehr,machte meine schule und ausbildung ferig.Jetzt bin ich selbst verheirate und habe eine Tochter.Und ich leide immer noch total viel.Das verrrückte ist das ich trotzdem ab und zu Kontakt zu meinem Vater habe,weil ich immer denke er ist doch mein Papa.Kann das jemand verstehen?Ich weiß manchmal einfach nicht mehr weiter.Ich kann zwar darüber schreiben aber einfach nicht reden.Aber es macht mich kaputt.

Maja schrieb am 9. Juli 2010 um 01:10 Uhr:

Hallo, vielen Dank für diese informative Homepage. Ich sitze seit Stunden zuhause und weine mir die Augen aus, weil ich mich so beschmutzt und beschädigt fühle. So erniedrigt, gedemütigt und so unglaublich wertlos. Wie eine wertlose Ware, für die man nicht mehr den vollen Preis kassieren kann. Ich erinnere mich nicht mehr an viel, begonnen hat es wohl irgendwann mit 4 oder 5 Jahren. Ich erinnere mich an meinen "Vater", der sich mir im Bad näherte, mir seinen *** zeigte, mich anfasste usw. Dieses Bild ware jahrelang wie im Nebel, ich habe lange nicht gewusst - war das wirklich oder hab ich das nur geträumt? Ich erinnere mich an Momente, wo ich im Bett lag und er mich anfasste, aber alles ist so verschwommen und unwirklich. Als ich 5 war, hat mich ein 10 oder 15 Jahre älterer Cousin regelmässig wenn ich dort zu Besuch war, gezwungen ihn zu küssen usw. Als ich das meiner Mutter sagte, meinte sie nur "dann bleibst Du in Zukunft zuhause, dann passiert auch nichts!" - ich musste also zuhause bleiben und das Schwein durfte weiter frei herumlaufen. Als ich 10 wurde bekam ich meine Periode und war überhaupt sehr frühreif. Damals kam ein anderer Cousin - 20 Jahre älter - ins Spiel, der mich vor den Augen meiner Mutter an den Brüsten antatschte, ebenso mein älterer Bruder, der 21 Jahre älter ist als ich. Ständig hatten sie ihre Finger an mir, ich bin einmal unter den Stuhl gekrochen auf dem meine Mutter saß, weil ich Angst hatte vor den grabschenden Kerlen. Sie lachte mich nur aus und mein Leben lang bekam ich zu hören, ich sei "einbildungskrank" und "verrückt". Dass mein Vater mich missbraucht hat, hab ich niemandem erzählt, weil ich Angst hatte, sie schlagen mich deshalb tot. Mein ganzes Leben hab ich unter Angstzuständen gelitten, schon als Kind und Jugendliche. Ich habe nie die Liebe anderer Menschen gefunden, war nie gut genug um geliebt zu werden. Ich werde Montag 33 Jahre alt und werde diesen Geburtstag alleine verbringen, weil ich mich von meiner Familie komplett zurückgezogen habe. Ich habe mein ganzes Leben lang nur Gewalt, Missbrauch und Manipulation erlebt. Ich bin in Therapie und hoffe, dass es eines Tages aufhört. Ich hoffe, dass ich mich eines Tages nicht mehr beschädigt und wertlos fühle. Ich wünschte, es gäbe einen Menchen, der mich wirklich liebt. Vielleicht kann ich nur einfach nicht glauben, dass mich jemand lieben kann. Ich weiss es nicht. Ich zweifel alles an, auch meine Sexualität. Ich weiss nicht mehr, ob ich so reagiere wie ich es tue, weil ich missbraucht wurde oder nicht. Ich bin stark übergewichtig und hab erkannt, dass ich dieses Übergewicht systematisch aufgebaut habe, weil der Gedanke da ist "wenn ich fett bin, fassen sie mich nicht an". Aber ich möchte so nicht weiterleben. Ich will heilen. Mich wertvoll fühlen. Liebe erleben. Ich bin so verzweifelt und einsam heut Nacht.

A. schrieb am 7. Juli 2010 um 12:14 Uhr:

hallo ich finde die seite klasse und sehr wiessenswert ich selber bin noch nicht so weit um zu sprechen oder zu schreiben

u schrieb am 28. Juni 2010 um 19:44 Uhr:

wie sehr mir eure Einträge helfen.Vllt find ich eines Tages den Mut,was zusagen,vllt.......eines Tages

c schrieb am 25. Juni 2010 um 19:47 Uhr:

Es sind 3 Monate vergangen, seit ich auf dieser Seite war. Ich muss sagen, es ist immer noch furchtbar, diese Dinge zu lesen. Und doch ist es schön, zu wissen, man ist nicht alleine. Es gibt so viele von uns und es wird immer welche geben, weil Erwachsene ihre Macht missbrauchen. Als Kind bist du hilflos, schutzlos und weisst nicht, was da gerade passiert. Du kannst dich nicht mitteilen. Wie auch? Sollte ich sagen: Mama, du warst im Krankenhaus und Papa kam nachts in mein Bett. Mit 4 Jahren? Ich glaube allerdings, dass meine Mutter etwas gemerkt hat. Warum war ich so wund im Intimbereich? Sie muss doch gemerkt haben, welche Neigungen mein Vater hat. Wie er Kinder anschaut. Heute sind das meine Kinder. Aber ich konnte sie schützen. Er ist heute dement. So hilflos wie ich damals.
Ich rate jedem, redet mit einer Person eures Vertrauens darüber, sonst geht ihr kaputt. Reden ist wichtig und der erste Schritt in ein "normales" Leben. Holt euch Hilfe. Gemeinsam ist es zu schaffen. Lasst nicht zu, dass dieses Unrecht euer Leben bestimmt. WIR müssen uns nicht schämen! Wir haben ein Recht auf ein LEBENSWERTES Leben!

nono schrieb am 9. Juni 2010 um 00:19 Uhr:

Hallo,
wenn ich hier schreibe - Eingeständniss, dass mißbraucht?
Finde mich in vielem hier wieder
Erklärungen hilfreich und tröstlich
Angst
Verwirrung
Mißtrauen in eigene Gefühle
Hoffnung

Sternenfrau schrieb am 6. Juni 2010 um 11:03 Uhr:

Hallo
ich bin Überlebende!! mit ca. 3 Jahren von Stiefvater missbraucht, irgend wann Einführung in einen Täterring. Bis zu meiner Heirat, Folter, Vergewaltigung, Tod. Bis vor 2 Jahren hatte ich ALLES verdrängt. Ich bin jetzt 49 Jahre alt, habe 3 erwachsene Kinder, weiss erst jetzt, weshalb ich soviele Dinge immer anders gesehen oder gespürt habe, als die meisten Menschen. Die letzten 2 Jahre haben mich zwischenzeitlich dem Tod näher gebracht als dem Leben. Dank meiner Seelenfreundin und meinem Therapeuten bin ich noch da. Unterdessen geht es mir immer öfters gut. Nur wenn sich ein Programm von damals wieder aktiviert wird es gefährlich für mich. Irgendwann werden mein Therapeut und ich alle Programme gelöscht haben, meine Schmerzen, meine Schuldgefühle, meine Scham die mich zwischenzeitlich beinahe in den WAhnsinn treiben könnten, werden mein Leben nicht mehr bestimmen. Irgend wann, werde ich sagen können, ich bin ok so wie ich bin, es bleiben nur noch die Narben von dem was gewesen ist, doch es schmerzt nicht mehr.

Blutkörperchen schrieb am 29. Mai 2010 um 23:02 Uhr:

Hallo,
ich weiß nicht mehr genau wie alt ich war und wie lang der Missbrauch statt fand.Ich schätze, dass ich ca sechs Jahre alt war und es hörte auf als ich meine ersten Reglblutungen bekam, ca. mit elf Jahren. Damals begriff ich nicht,warum es aufhörte. Es war mein Stiefvater, der Vater meines Halbbruders. Meistens nachts, nachdem er gesoffen hatte, aber auch tagsüber, wenn ich allein war, sogar heimlich im Beisein meiner Mutter und meines Bruders hat er es fertig gebracht, mich zu missbrauchen. "Ich les ihr nur noch was vor und wir kuscheln etwas" dann ging die Tür zu und meine Mutter war weg. Angst. - Geh nicht, nein lass mich nicht allein - das wars, wieder einmal eine Nacht wie so oft. Ich habe zwei Brüder. An sich war er böse, durch den Alkohol wurde er noch brutaler. Er drückte mir die Luft ab und drohte mir meiner Mutti weh zu tun, wenn ich was sage. Er hatte mich unter Kontrolle. Ich schwieg, begann zu verdrängen - zu vergessen. Mutter und Bruder erfuhren es, als der Stiefvater aufgrund seiner Brutalität gerichtlich vom zu Hause entfernt wurde. Der Missbrauch blieb unter uns. Ich habe nie eine Therapie gemacht. Anzeige - nein. Eh keine Beweise. Ich wurde damals vor die Entscheidung gestellt, mein Halbbruder oder ich. Ich habe der Liebe zu meinem Halbbruder wegen nichts unternommen, weil ich ihm nicht den Vater nehmen wollte. Er hat ein gutes Verhältnis zu ihm - der Kontakt steht. Ich sehe ihn hin und wieder, höre seinen Namen. Ich bin erfolgreich, habe viel erreicht mit 24. Ich werde mir selber helfen und mich dieses Jahr in eine Therapie begeben - obwohl es mir immer noch so unwahr vorkommt. Ich hasse ihn. Arschloch.

Helga schrieb am 29. Mai 2010 um 14:29 Uhr:

Hallo,
ich wurde zwischen meinem 9-11 Lebensjahr von meinem eigenen ,,Vater,, missbraucht.
Als ich zum ersten Mal meine ,,Tage,,bekam, gab mir meine Mutter ein Aufklährungsheftchen zu lesen.
Nach dem Lesen des Heftchens widersetzte ich mich dem ,,Vater,, und ,,es,, hörte endlich auf.
Während der Zeit des Missbrauchs beschwor mich mein Vater jedesmal nicht der Mutter zu sagen, denn er käme dann in den Knast und ich ins Erziehungsheim. Mit dieser Bürde bin ich jahrelang durchs Leben gegangen- der Familienfrieden hing also ganz von meinem Schweigen ab. Welch eine wahnsinnsbelastung für ein kleines Mädchen.
Meine schulischen Leistungen waren dem entscprechend schlecht. Ich konnte niemanden gerade in die Augen sehen.
Als mein Vater beerdigt wurde war ich Innerlich Sehr froh, dass er endlich weg war, denn ich dachte,dass die Sache nun für immer verborgen bleiben würde.
Heute weiss ich dass meine Mutter sicher davon gewusst hat, sie hat aber damals nichts unternommen.
Mein Verhältnis zu meiner Mutter war und blieb bis zu ihrem Tod äusserst angespannt- es fand nie eine Aussprache statt.
Es war sogar so, dass meine Mutter in mir eine Konkurenz gesehen hat,und hat mich das auch spüren lassen.
Ich hatte also weder Vater noch Mutter, das muss man sich mal vorstellen... Die Auswirkungen dieses Missbrauchs sind:Ich kann nicht glauben, dass ich geliebt werde von meinen Partnern, an irgenteinem Punkt in jeder längeren Beziehung die ich hatte beende ich diese weil ich den Männern nicht voll vertrauen kann, und ich bis heute immer denke ich werde nur ausgenutzt. Ich habe meinem derzeitigen Partner von dem Misbrauch erzählt, und seitdem haben wir nur noch sehr selten sexuellen kontakt.
Also ist dise Bezieung auch schon wieder fast zu ende nach 4 Jahren.
Ich bin jetzt 60 Jahre alt und dieser Misbrauch hat mein ganzes Leben zutiefst negativ beeinträchtigt, und ich bin froh wenn ich irgentwann Tot bin und endlich meine Ruhe habe. Denn ich habe Lebenslänglich bekommen- und der Täter....? RICHTER wacht endlich auf- keine Bewährungsstrafen für Sexualstraftäter !

Jasmin schrieb am 22. Mai 2010 um 13:21 Uhr:

Hallo,
ich weiß nicht wann bei mir der missbrauch angefangen hat, doch seit zwei jahren ist es vorbei, da ich es meiner mutter gesagt habe. Ich habe wahnsinnige Probleme, die ich mir nicht eingestehen möchte und weiß nicht was ich dagegen tun soll. Außerdem vergesse ich sehr viel seit den letzten zwei jahren, ich kann mich einfach nicht mehr an schöne dinge in meinem leben erinnern, nur an ganz wenige. Ich kann mich auch nicht an viel von damals erinner, was mir sehr viele Probleme bereitet.
Ich bin ratlos, was ich tun soll.
Diese Seite ist wirklich sehr hilfreich.
Es hat mich sehr erschreckt, das viele Dinge auf mich zutreffen, wobei keines der Anzeichen bei mir zu finden war, weswegen es auch keiner gemerkt hat.
Ich werde dieses Jahr 18 und ich hoffe und wünsche mir, das so etwas, wie mir geschehen ist (da es viel weiter ging als nur Missbrauch, zu lange Geschichte), niemanden sonst auf der Welt passiert.
Ich danke, den Mensch(en), die diese Seite gestaltet haben.
Sie hilft mir ein Stück weit klarer über meine Folgen des missbrauchs zu sehen und sie hat mich überzeugt, mir vielleicht doch helfen zu lassen.
Oder was soll ich tun?
Liebe Grüße Jasmin

Bea schrieb am 20. Mai 2010 um 18:01 Uhr:

schön das es so schönen seiten gibt
sie ist sehr hilfreich
weiter so

ela schrieb am 18. Mai 2010 um 19:39 Uhr:

ich bin auch missbraucht worden,mit 6jahren das erste mal....so ging es regelmässig weiter.... nicht nur von meinem vater....er brachte gleich seine freunde mit.manchmal hatte ich glück und musste nur ihn ertragen.heute bin ich 38 jahre und der schmerz ist immernoch genauso groß....was kann ich tun

Alex schrieb am 17. Mai 2010 um 10:26 Uhr:

HAllo! Bei mir hat der Missbrauch mit ca. 6 jahren begonnen! Meine mutter hatte damals neu geheiratet! Und mein neuer "Papa" hat erst große Geshenke gemacht (Ponny, neues Fahrrad usw.) Heute weiß ich warum! Das schlimmste für mich ist jedoch das meine Mutter es wusste und nichts tat! Ich bin heute 25 jahre und sie lebt mit diesem Mann immernoch zusammen und hat 3 Kinder mit ihm! Mit 14 Jahren habe ich das erste mal einer Freundin von dem Missbrauch erzählt und sie ist direkt zu meinen Eltern gerannt und hat es erzählt! Danach wurde ich von meinen Eltern vor 4 anwesenden Personen ( die besagte Freundin, eine bekannte, einer meiner brüder und meinem damaligen freund der heute mein Mann ist!)als Lügnerin hingestellt! Dann habe ich Jahre geschwiegen! Bis im August 2007 als ich mit meiner Mutter und meiner damals 3 jährigen Tochter in der Küche meiner Mutter saß und sie sagte:Nicht jedes Kind hatte so eine schöne Kindheit wie du!
Als ich dann meinte es sei ja nicht alles so schön gewesen,sagte sie ob ich damit wieder auf den "angeblichen Missbrauch" ansprechen wolle! Und dann hatten wir ein langes und tränenreiches gespräch,indem sie alles zugegeben hat und meinte wie leid ihr das alles tut! Das hat aber nur einen Tag angehalten! Nach diesem Tag wollte sie nichts mehr von mir wissen hat lügen über den inhalt des Gesprächs verbreitet , hat Leute in die Sache hineingezogen die nichts damit zu tun haben und ich habe danach 1 Jahr lang anonyme anrufe bekommen!Trotzdem schickt sie zu Feiertagen wie der Geb. meiner beiden Töchter und Weihnachten Päckchen in denen dann Karten drinnen sind auf denen steht Gott segne euch. Von Oma und Opa! Mitlerweile ist der Gedanke daran das meine älteste Tochter sich nicht mehr an diese Leute erinnern kann, und meine jüngste Töchter diese niemals kennenlernen wird eine große genugtuung! Es gibt nur sehr wenige leute die von diesen Vorfällen wissen aber wenn ich auch nur einer Person mit dem niederschreiben dieses Erlebnisses helfen kann, dann hilft es mir genauso das erlebte zu verarbeiten!Schweigt nicht still, sprecht laut!

massiti schrieb am 12. Mai 2010 um 09:59 Uhr:

tolle Seite, sehr informativ und fast neutral, also nicht so männerverachtend wie andere Publikationen.
Besonders interessant, weil aktuell, sind die Hinweise zu Täterinnen! aber nciht schön, wenn dann wieder aus dem subjektiven Empfinden heraus - wie so oft - verallgemeinert wird: "Männer reduzieren positive Zuwendung auf Sexualität und leiten daraus automatisch Penetration ab."
warum ich das jetzt schreibe?
weil ich mich als MANN und VATER von drei Kindern in die böse Ecke gedrängt sehe; wenn ich auf dem Spielplatz bin und helfe einem anderen Kind, komm ich doch gleich unter Verdacht!

Babsi schrieb am 7. Mai 2010 um 23:25 Uhr:

Ich selbst war nie opfer eines sexuellen übergriffes,aber ich habe eine kleine tochter.und in der heutigen jetzigen zeit muß man wirklich aufpassen und ständig schauen wo das kind ist. den an jeder ecke steht wahrscheinlich so ein kerl oder eine frau? was ich mir wünschen würde,das dieses thema sexueller mißbrauch an kindern nicht tot geschwiegen wird,den das ist wirklich schlimm.eltern müssen um ihre kinder bangen weil sie nicht nach hause kamen und nirgends wird so etwas erwähnt . gerade auch so ein thema wie der sexuelle mißbrauch sollte immer wieder besprochen werden und auch in den schulen bzw in den kindergärten schon sollte fast jeden tag darüber gesprochen werden .dem alter der kinder entsprechend.macht es laut bekannt das es das gibt,bitte.

Jacky schrieb am 5. Mai 2010 um 17:03 Uhr:

Hallo,
ich war auch ein opfer von sexueller gewalt, als ich 7 Jahre war lernte meine Mutter einen neuen Mann in ihrem Leben kennen, und als ich 8 Jahre war fing er an mich zu missbrauchen und mich zu schlagen, ich hatte immer Angst etwas zu sagen, und ich hatte Angst das wenn ich etwas sagen würde er mich noch mehr Verletzen würde. Als ich 11 War hatte meine Mutter sich von diesen Mann getrennt aber ich konnte einfach nicht drüber sprechen ich habe alles versucht zu verdrängen, aber dadurch wurde ich nur agresiv ich habe meine Agressionen bei meiner Mutter ausgelassen, und wollte mich immer selbst verletzten, als ich 12 War habe ich dann alles meiner Mutter gesagt nach dem sie mit mir zu einen psychiater gegangen ist weil sie nicht wusste was mit mir los war. Ich habe nie eine Therapi gemacht, mit 14 Habe ich meinen Freund kennen gelernt er ist das einzigste was mir halt in meinen Leben gibt, ich habe mit ihm darüber geredet und er hat mir sehr viel halt gegeben und er versteht mich auch, Heute bin ich 16 mein Freund und ich sind immer noch zusammen und er ist auch das einzigste was mir noch halt im Leben gibt, doch zurzeit träume ich immer was mir damals passiert ist, am Liebsten würde ich gar nicht mehr einschlafen.

Jana schrieb am 2. Mai 2010 um 23:27 Uhr:

Hallo zusammen!
Also wo fange ich am besten an?? zu meiner Perso nich bin 20 Jahre alt und wurde als ich 7 Jahre alt war von meinem Onkel missbraucht!
Gesagt habe ich es erst letztes Jahr das erste mal einer Freundin! Sonst habe ich es noch nie jemanden erzählt! Ich habe es immer aus unerklärlichen grüden geheimgehalten.... aus angst... mein onkel ist immer ab und zu zu besuch gekommen... ich hab immer auf heile welt gespielt! Nur letztes Jahr im Sommer...als er ankam und meine "wie hübsch ich geworden bin" da ist alles wieder richtig hochgekommen! ich habe mit dem gedanken gespielt ihn einfach mal den Penis abzuschneiden... damit er auch mal schmerzen spührt so wie ich sie all die Jahre gespührt habe! aber ich bin einfach feige abgehauen nachdem er den Spruch gelassen hat! ich habe mir meinem mp3player genommen und bin in den Wald gelaufen um mich abzulenken! bin erst wiedergekommen als mein pädofiler Onkel weg war! ich war so durch den wind das ich erstmal meine freundin angerufen hab... hab ihr erzählt das mein onkel mich mit 7 jahren gezwungen hat ihn anzufassen und er mich angefasst hat und und und... sie war total entsetzt.... hatte angst um mich! ich war total fertig! ich bin auch erst wieder nach hause als ich mich halbwegs beruhigen konnte... ich wollte ja nie das irgendwer irgendwas merkt! vor ein paar wochen kamen meine Mutter und ich auf meinen Onkel zu sprechen... und irgendwie hat sie gemerkt das ich sehr verschlossen geredet hab... sie hat solange gefragt und gebohrt bis ich heulend in der Küche zusammengebrochen bin und ich ihr erzählt hab was damals passierte! sie ist dann auch zusammengebrochen... es war der schlimmste Tag in meinem Leben!! auf einer art war ich sehr erleichtert nicht mehr heimlichzu tun aber meine Eltern haben sich erstmal vorwürfe gemacht wieso sie es nie bemerkt haben und wie und wo und warum??? all diese Fragen... es war einfach grausam! ich konnte nicht mehr... Am nächsten Tag hat meine Mutter meinen Onkel (der nur 2 Dörfer weiter weg wohnt) angerufen und ihn beschimpft und ihm klar gemacht das er nie wieder auch nur einen gedanken daran verschwenden soll auf die idee zu kommen hier zu erscheinen! ich finde es sehr erleichternd das ich den ekligen Kerl nie wieder sehen muss!!! nachdem ich mit meinen Eltern den aben drüber geredet hab, konnte ich erstmal keinen klaren gedanken fassen.... auf der arbeit bin ich zusammengebrochen... hab meiner chefin meine situation geschildert damit sie mich verstehen konnte! hab mich total geschämt war nur noch am zittern... andauernd kamen die Bilder hoch und die tränen schossen in meine augen. hatte jetzt die Woche erstmal kurzfristig Urlaub bekommen! da ich in 10 Tagen meine Abschlussprüfung für meine Ausbildung hab. ich hab 2 tage an der ostsee verbracht um einfach mal hier wegzukommen und abzuschalten...

Katja schrieb am 2. Mai 2010 um 21:46 Uhr:

Hi zusammen !

Bei mir begann 2009 der Alptraum erneut. Ich hab mich über Jahre in meine Arbeit gestürtzt. Dann der Zusammenbruch im Büro und mein Arzt stellte ein burn out Syndrom fest, da ich 70-90 Stunden in der Woche gearbeitet habe.
Als ichh nicht mehr arbeiten durfte und ich mich nicht mehr ablenken konnte, brach für mich eine Welt zusammen.
Ich erlebte die Vergewaltigungen als 7 jährige wieder, einmal kam Hilfe dazu und der Mann wurde von der Polizei mitgenommen.
Da began aus der heutigen Sicht das Drama.
Mit mir wurde nie geredet was da passiert ist, es hat immer zu mir geheissen, darüber wird nicht geredet.
Also hab ich nichts gesagt als damals meine Schulfreundin auf mir lag und mich auszog. Ich hab ihr damals gesagt ich mag das nicht, da meinte sie das macht mein Papa auch immer mit mir. Also hab ich darüber nicht geredet, da ich dachte es ist normal. Heute weiss ich meine Freundin wurde von ihrem Vater Missbraucht.
Erneute Vergewaltigungen musste ich von meinem 11 - 13 Lebensjahr von meinem Nachbarn ertragen.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon 6 Suizitversuche hinter mir, nur durch einen Schutzengel lebe ich heute noch.
So ging es immer weiter mit dem Missbrauch und ich hatte niemand mit dem ich reden konnte. Jetzt bin ich 33 Jahre alt und erst jetzt begreif ich was für eine Kindheit und Jugend ich hatte.
Dank meiner Psychtherapoltin lerne ich über die Geschehnisse zu reden und zu verarbeiten. Ganz vergessen werde ich es nie, aber ich bin guter Hoffnung, dass ich lerne damit zu leben.
Liebe Grüße, viel Glück und alles Gute an euch.

Simone schrieb am 28. April 2010 um 10:58 Uhr:

Auch ich bin Opfer, habe aber erst vor 1 Jahr den Mut gehabt es meiner Hausärztin zu erzählen. Da meine seelische Situation immer schlimmer wurde ich hatte Krankheiten die nicht diagnostizierbar waren, keiner konnte mir sagen was mir fehlt. Jetzt weis ich das es meine Seele war die meinem Körper signalisierte es geht nicht mehr so weiter mein Organismus funktionierte gar nicht mehr, daher der Mut es meinem Arzt anzu vertrauen das ich seelische Probleme habe. Leide auch seit ca. 18 Jahren an Bulimie auch dies habe ich erst im vergangenem Jahr erzählt. Ich kann nur jedem raten habt keine Angst und Scham es zu berichten, ihr macht euch nur kaputt.Lasst euch helfen, ich war damals so 4-5 Jahre alt und heute bin ich 46 Jahre und habe immer mir die Schuld für alles gegeben und jeder konnte machen mit mir was er wollte mich beschimpfen mich demütigen und als dumm bezeichnen ich habe es geglaubt und glaube es immer noch. Ich hasse mich für meinen Körper ich hasse mich. Meine Mutter schämt sich heute noch für mich, wie konntest du zu ihm gehen die Leute haben uns ausgelacht als es zur Verhandlung kam das ausgerechnet unsere Tochter es war, ich war klein und habe bis letztes Jahr wirklich immer mir die Schuld gegeben, bis man mir bei der 1. Therapie letztes Jahr sagte das ich doch nicht schuld habe ich war vom Täter so in den Bann gezogen das ich schon nicht mehr anders konnte und ich war klein ich wusste doch nicht was er da mit mir macht. Noch heute ist es ein Tabuthema, meine Mutter ist nicht bereit darüber mit mir zu reden sie schämt sich dafür was ich getan habe.
Der Täter wurde damals verurteilt und lebt schon lange nicht mehr. Aber mir ist das Trauma geblieben, versuche es zu verarbeiten bin in Behandlung und werde es auch bleiben.
Ich weis bis heut noch nicht wie Liebe sich anfühlt ich lass es nicht zu, ich empfinde keine Freude an nichts tu so als wenn es mich freut es ist schlimm wenn man keinerlei Gefühle für nichts aufbringen kann. Ich möchte allen sagen, behaltet es nicht so lange für euch lasst euch helfen desto eher es raus ist desto besser kann man euch noch helfen. Die Tränen kullern mal wieder.

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