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Das Missbrauch-Opfer.Info Team

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Kawan schrieb am 27. April 2010 um 08:34 Uhr:

Solange es sich um ein Opfer der "erzieherischen Gewalt" wie ich auch selbt eines bin, geht, sehe ich sehr viel Falschens sowohl in Anklage wie auch dem kirchlichem Fehlverhalten ! Aber, ich finde, es sind keine guten Christen, die wegen Orfeigen oder sonstigen "Gewalttaten" wie diese in den 50zigern und nachfolgend üblich und nicht nur von Priestern sondern a l l e n mit der Erzeihung befassten Personen praktiziert wurden, jetzt einen Kreuzung der "Verdroschenen" gemacht wird. Ich heisse es auch nicht für gut, aber nur wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein! Chirist sein, heisst nicht nur um Verzeihung seiner Sünden zu bitten, sondern auch selber verzeihen können, sonst ist es nur Popolismus und Scheinheiliges Verhalten.

Sebastian schrieb am 24. April 2010 um 19:51 Uhr:

Hallo zusammen!

Ich habe sehr viel schlimmes durch die eigenen Eltern und Brüder erlebt. Nach den ersten Symptomen als erwachsener ist mir einiges klarer geworden. Während der Therapie wurde es immer klarer. Das kostete sehr viel Kraft und Zeit aber es hat sich gelohnt. Inzwischen trauere ich viel, fast täglich und das tut gut.
Das ich als Kind und Jugendlicher keine richtige Hilfe hatte war sehr schlimm. Ich suchtes stets Hilfe und stieß eigentlich immer nur auf Ignoranz oder Menschen, die das sogar für sich selbst nutzbar machten. Aber ich hatte auch viele Menschen kennen gelernt, die mir dadurch halfen, dass sie Hilflos zusehen mussten und sich sorgten. Die Sorge tat mir gut, auch wenn das mit Gewalt aus dem Elternhaus unterbunden wurde. Da nahm ich aber zumindest zeitweise Zuwendung auf, die meinen oftmals gefühllos gewordenen Körper erwärmte.
Heute habe ich keine Herkunft mehr aber eine richtige und ganz wundervolle Familie.
Grüße euch und wünsche Euch viel Glück in der Genesung.

Lukas schrieb am 20. April 2010 um 21:38 Uhr:

Hallo zusammen.
Habe mich bislang da raus gehalten, bzw. zurückgehalten. Grund sind viele umfangreiche negative Lebenserfahrungen, die viel Therapie erforderten und die Kraft dazu.
Jetzt geht es in den Medien rund und ich habe das Gefühl, dass das Ganze ein Nebenschauplatz ist. Ein Nebenschauplatz wo wir Opfer wieder benutzt werden. Die einen, weil denen das passiert ist, was in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Die Anderen, die meiner Ansicht nach eine Mehrheit bilden beiseite gedrängt werden.
Ich wurde im eigenen Elternhaus seit Kindheit und Jugend multipel Missbraucht. Fand keine Hilfe, weder Jugendamt, Verwandtschaft, Nachbarn, etc. pp. War ein sehr plauderhaftes Kerlchen und versuchte stets zu verstehen. Heute sagen die Leute, die mir damals sagten, "schweig still, das sind doch deine Eltern," "dass du das überlebt hast ist ein Wunder." Hab aber noch keinen davon umgehauen. Meine Strategie ist die ich damals mir gegenüber stest wahrgenommen habe, als ich hilflos und abhängiger Junge war. Umdrehen und einfach ignorieren.
Es gibt doch noch Menschen in dieser Welt, die es wert sind wahrgenommen zu werden. Unter der Hölle ist ein Platz geschaffen, der sich denjenigen annimmt, die Täter und Mittäter durch Ignoranz sind. Das Verhalten der Menschen hat sich bislang nicht geändert. Das Verhalten der Ämter auch nicht. Das Verhalten der Medien und der Politik kotzt mich einfach nur an.
In dem Ort unter der Hölle ist viel Platz nötig.
Das was mir am meisten Schmerzen bereitet ist die Liebe, die ich als Junge stets gesucht, nie gefunden habe, ich durch mein Elternhaus nie finden durfte. Das hatte ich schon als Kind gefunden, aber nicht leben dürfen. Das nahm mir Eltern, Brüder, Amt, Nachbarn, etc. Das haben die mir weggenommen und was mir blieib war ein liebloses Elternhaus, ständig nur die Angst, seelische, körperliche und sexualisierte Gewalt.
Hätte ich einen Menschen lieben dürfen, ich hätte in meinem inneren Kind diese Liebe getragen. Jetzt ist es unwiederbringlich leer und nicht mehr zu füllen.
Vergesst bei allem was Euch wiederfahren ist nicht zu lieben. Jede Liebe die ihr schenkt füllt ein Herz oder ein Herzchen fürs ganze Leben. Jede Liebe, die ihr verschenkt trainiert eure Fähigkeit zu lieben.
Diese Fähigkeit haben die wenigsten von uns in frühester Kindheit an gelernt. So wie es ein Kind eigentlich bekommen und dadruch lernen kann. Die es braucht um Leid überhaupt zu ertragen.
Habt euch wohl und die, die es jetzt aushalten können seien lieb umarmt.

Franz schrieb am 20. April 2010 um 15:38 Uhr:

Ich bin vom Durchlesen erschüttert, wieviel Leid verheimlicht und verdrängt wird. Ein Thema, dass ich vor Jahren zwar wahrgenommen habe, aber im eigenen Unfeld für unmöglich hielt. Bis an den Tag, als meiner Frau bewußt wurde, was mit ihr in ihrer Kindheit geschah.
Von dem Tag an war nichts mehr so wie zuvor. Die unendlich, große Liebe wandelte sich zu einem nun bereits 3-Jahres-Kampf. Ich bemühe mich, habe Verständnis und bin trotzdem überzeugt stets falsch zu handeln. Ich liebe meine Frau, aber dieser "gute Onkel" von damals nahm mir vor x Jahren den Menschen, der mein Leben ist/war. Seit sie sich wieder an Geschehenes erinnern kann ist unser gemeinsames Leben die Hölle. Ich will helfen, will an ihrer Seite stehen, aber ich trete auf der Stelle. Ständige Gemütsschwankungen, Unberechenbarkeit, Gefühlslosigkeit, Ängste und Agressionen überfordern mich. Ich bin am Ende.
Natürlich ist es unfair, wenn ich "jammere", letztendlich ist meine Frau das Opfer, aber es gibt auch eben den Partner, dem sein Leben durch solche "Typen" mitvernichtet wird. Ich bin zwar kein Opfer, aber ein Folgeopfer. Gibt es auch für mich professionelle Hilfe, die ich nun wirklich benötige, weil ich erstmals in meinem Leben mit einer Situation nicht mehr alleine klar komme?
Ich wünsche den unzähligen Opfern hier im Gästebuch eine erfolgreiche Aufarbeitung und Zukunft. Gleichzeitig darf ich die Bitte äußern, bei dem all fürchterlich Erlebten trotzdem dem Partner eine Chance zu geben bei der Bewältigung mit einbezogen zu werden.

Elke schrieb am 20. April 2010 um 13:00 Uhr:

Hallo,

auch ich bin Überlebende. Mit fast 50 Jahren konnte ich zum ersten Mal darüber reden, jetzt bin ich seit vier Jahren in Therapie und es geht mir deutlich besser. Mit meiner Homepage möchte ich anderen Betroffenen Mut machen. Diese Seite hier finde ich sehr informativ, danke dafür!

Liebe Grüße von Elke


Ralf Pflug schrieb am 15. April 2010 um 07:04 Uhr:

Auch ich bin Betroffener.Fing mit meinem Elternhaus an,denn dort war die Peitsche mein ständiger Begleiter und ging weiter in einer Kieskuhle,wo ich als ca. 6 jähriger von einem ca. 17 jährigen Bengel missbaucht wurde weiter.Mir hat keiner geglaubt,und es ging in Kulmbach in ein Heim weiter, was von Nonnen betreut wurde. Prügel waren an der Tagesordnung,und Nachts wurde ich für sexuelle Handlungen aus dem Schlaf geholt.
Ich weiß nicht was Familie bedeutet,und mein Körper reagiert auf Knöpfe wie ein Allergiker. Mir zittern noch heute die Hände beim Schleife binden. Lebenspartnerinnen konnten zwar damit leben,und haben Rücksicht genommen,und Knöpfe aus dem gemeinsamen Leben bzw. Alltag verbannt,wussten aber nie die wahren Gründe. Es scheiterte nie am Sexualleben oder an mangelnder Empathie,sondern weil ich nicht weiß was Familie bedeutet; bis heute nicht.
Ich war allein erziehender Vater,und habe nie erzogen,sondern nur gelebt um alles wieder gut zu machen,was mir angetan wurde.Meine Tochter ist stolz darauf nie Gewalt erfahren zu haben,weder durch Schläge noch durch Zorn. Aber meine Mutter hat sie „gekauft“ und meine Tochter weiß das inzwischen zu unterscheiden.

Dato lebe ich allein auf Rügen,und durch die vielen Berichte wollte ich zuerst vom Balkon springen.Aber ich habe nun den Mut aufgebracht,mein Schweigen endgültig zu brechen. Seit gut 50 Jahren sitze ich in einem Gefängnis wo man die Gitter nicht sieht.Habe meine Kraft bisher von meiner tollen Aussicht auf das viele Wasser hier gezogen.Aber nun ist auch meine Kraft am Ende,und beginne gerade eine Therapie; bin gespannt wo und wie die endet.

Nur Mut alle zusammen,nur gemeinsam sind wir stark. Ideen lohnt es immer zu verfolgen.... weil auch die längste Reise mit dem ersten Schritt beginnt .... ansonsten sind wir die Trostlosen,weil wir stets mit Vollkommenheit vor Augen die Unvollkommenheit erdulden müssen....

linda schrieb am 14. April 2010 um 18:50 Uhr:

hallo,
ich bin insgesamt 3x missbraucht wurden.jetzt nach 10jahren beziehung,konnte ich es endlich meinem partner sagen. ein therapieplatz ist aber erst in einem dreitviertel jahr in sicht. hat das einen sinn?hat die therapie überhaupt erfolgschancen?
ganz viel kraft euch!

SilkeGeller schrieb am 12. April 2010 um 16:15 Uhr:

Hallo,

wo sind den jetzt Ihre Anlaufstellen? Ich kann auf Ihrer Seite
nirgendwo Adressen finden.


Hallo Silke

Wenn du links im Menue auf Anlaufstellen klickst
geht innerhalb des Menues noch ein Menue auf
einmal für Deutschland und einmal für die Schweiz
Dort findest du nach nochmaligen klick dann die Anlaufstellen
aufgeteilt in Städte (Deutschland) oder Kantone (Schweiz)

LG,
das Missbrauch - Opfer. Info Team

Anna schrieb am 12. April 2010 um 09:31 Uhr:

Hallo,

dieses Jahr war auch für mich (34) das Jahr der Erkenntnis, dass mein Vater mich missbraucht hat. Ich habe immer um seine Liebe gekämpft. Für mich war er immer mein Vater, den ich sehr lieb hatte. Doch ich habe mich immer gefragt, warum ich trotz alledem immer das Gefühl habe, dass er mich verachtet. Ich hätte ja nieeeeeeee gedacht, dass mein Vater das gemacht hat. Da es meistens dunkel war und mir das Gesicht zugedeckt wurde, konnte ich ihn nicht sehen. Als es Anfing war ich 5 Jahre und mit 10 hörte ich es auf. Ich hatte eine Nervenentzündung und mein Gesicht war etwas entstellt. Von da an hat er von mir abgelassen. Er hat natürlich durch Süssigkeiten immer gut von sich abgelenkt. Ich bin wirklich nicht auf den Gedanken gekommen, dass ER es ist. Durch Träume, Gerüche und Gefühle kam ich mit und mit wieder an das erlebte. Meiner Mutter hatte ich damals erzählt, dass etwas nicht stimmt. Ich hatte Angst im dunkeln, wurde ernst, hatte Angst ins Bett zu gehen. Alles Zeichen. Doch meine Mutter hat mich für bekloppt erklärt. Heute habe ich sie nochmal damit konfrontiert. Sie hat mir gedroht aufzupassen was ich erzähle. Sie glaubt mir natürlich nicht. Wieder nicht. Meine Schwester hat gesagt, dass sie ihm alles zutraut. (Sie ist nicht die Tochter von meinem Vater, hat es aber auch bei ihr versucht) Ich bekomme kein Verständnis und stehe heute mit meinem Kind alleine da. Muss mit allem alleine zurecht kommen. Aber es geht und bin in guter ärztlicher Versorgung um mein Trauma zu bewältigen. Sex war in meiner Beziehung nie ein Problem, im Gegenteil ich liebte es, weil er immer sehr lieb war und mich nie gezwungen hat, wenn ich etwas nicht wollte. Seine Liebe war so echt und voller Dankbarkeit. Ich habe mich aber getrennt, weil ich alles erstmal für mich alleine verarbeiten muss. Das Leben ist trotzdem Lebenswert. Die Täter bekommen schon ihre Schicksalsschläge zurück. Gebt trotzdem nicht auf und denkt nicht, dass ihr schlecht seid.

Alles Liebe wünsche ich Euch!

PS: Schreibt mir doch, wenn Ihr auch das gleiche Schicksal habt. zb. das Ihr NIE im Leben gedacht hättet, dass es gerade DER oder DIE gewesen ist und es dann doch rausgekommen ist.

Sabine B. schrieb am 9. April 2010 um 18:18 Uhr:

Hallo,
ich bin selbst betroffen, wurde im Alter von 6 - 7 Jahren durch meinen älteren Bruder missbraucht. Ich habe es aus Angst, Scham und Ekel über 33 Jahre todgeschwiegen bzw. verdrängt. Ich konnte nicht darüber sprechen, ich konnte damit nicht umgehen....
Ende 2007 bin ich zusammengebrochen, musste mich in Behandlung begeben und dabei kam alles hoch.
Ich weiß nicht mehr, wer ich bin, mein Leben davor gibt es nicht mehr. Selbstverletzendes - selbstschädigendes Verhalten, Suicidgedanken, Selbstaggression, Wut, Hass prägen nun mein Leben ....
Ich bin in Therapie aber das wird langwierig und noch weiß ich nicht, ob ich es schaffe oder überhaupt noch will.
Tagtägliche Meldungen von Missbrauch, Vergewaltigung, Gewalt erschüttern mich und alte Erinnerungen werden wach....

monika schrieb am 8. April 2010 um 09:30 Uhr:

Hallo,
ich wurde mit ca. 7 Jahren von meinem Lieblingsonkel missbraucht, als ich mit ihm in einem Bett schlafen musste. Ich habe es erst mit 58 jahren meiner Schwester erzählt. Daraufhin hat sie mich beschimpft, mir Vorwürfe gemacht und jeden Kontakt mit mir abgebrochen. All die Jahre habe ich mit niemand darüber gesprochen, jeden Kontakt innerhalb der Familie soweit möglich vermieden. Meine Mutter hat nie etwas davon erfahren.
Einen weiteren Missbrauch gab es als ich etwa 8 Jahre alt war, als ein flüchtig bekannter Mann mich auf die Kirmes und von dort in den Wald lockte und dort missbrauchte. Es war schrecklich, ich ekcelte mich so und musste ihn danach immer wieder sehen und er grinste mich dann so an, dass ich nur noch Angst hatte. Ich traute mich nie, meiner Mutter davon zu erzählen. War auch viele Jahre verheiratet, wollte nie Kinder, konnte keiner verstehen, aber frage mich, ob es damit etwas zu tun hat. Frage mich auch, wieso ich mich niemals getraut habe, darüber zu sprechen, so wenig Vertrauen zur Mutter, Vater tot. Habe auch meinem Mann nie etwas davon gesagt und hielt in unserer langen Ehe immer Abstand und Unabhängigkeit. Wurde als emanzipiert interpretiert, aber war vielleicht nur Angst, mich auszuliefern. War niemals in Therapie.

Katharina schrieb am 7. April 2010 um 22:20 Uhr:

Hallo,

bin hier auch per zufall draufgekommen .. und muss sagen das sich vieles hier wieder spiegelt aus meiner vergangenheit..

ich wurde damals mit ca. 6 Jahren missbraucht von meinem Opa bin nun 18 jahre alt. Ich muss sagen das ich damit immer noch nicht gut klarkomme.. ich verdränge das eher alles..
Am geilsten war es ja als ich zur Therapie musste und jeder Therapeut meinte das ich "geheilt" wäre! Ja klar sowas kann man auch heilen! Sowas bleibt immer.. und das zeigt sich denn auch in den Beziehungen die kaputt gehen weil sie daran scheitern.. das man sich nich anfassen lassen mag oder gar einfach den sex ablehnt...weil man sich davor ekelt und das einfach nur abscheußlich findet!

Und ich beschlossen habe meinen körper nicht wieder einfach hinzugeben! .. damals wusste ich ja gar nicht was mein Opa da mit mir veranstaltet.. und er es mir als ein Geheimniss aufbrummte und wenn ich es doch weiter erzählen würde das mich denn keiner mehr lieb hätte! Ich war damals aber sehr neugiereig und fragte meine oma was das seihe..die hatte denn auch sofort meine mutter angerufen. Sie stand immer zu mir und tut es jez auch noch denn sie kann mich sehr gut verstehen .. denn selbst sie hat das auch erlebt missbraucht zu werden! Sie weiß wie ich mich fühle und alle anderen deren das passiert ist. Wir sind damals auch sofort zur Polizei.. aber is doch klar das man einem kleinen Mädchen nich so viel glaubt oder? Ich hatte dennen alles ausführlich erzählt und es passierte nichts!! .. So wie ich weiß ist mein Opa noch auf freinem Fuß.. aber ich habe gehört das er ein Schlaganfall hatte und nun halbseitig gelehmt wäre. Wenigstens eine Rache!

Was trotzdem nichts gut macht..

andreas schrieb am 7. April 2010 um 14:36 Uhr:

sehe das keine entschuldigung vom papst kommt warum ich schwieg ? wem glaubt man einen pater der fast heilig für die gemeinde ist oder ein heimzögling den schwachsinn angedichtet wird und mundtot gemacht wird . kirche sollte nicht erziehen dürfen. und auch keine gutachten stellen für das jugendamt . das salvator kolleg in hövelhof bei paderborn war für schwer erziehbare. wem glaubt man da. und gibt die gesellschaft heimzöglingen dann wirklich eine chance? die wahrheit will keiner erfahren oder wissen . die doppelmoral gilt nur für die kleinen die sich nicht wehren können und dem pater dann ausgeliefert sind . 20jahre strasse waren zuviel und machten mich ausser phychisch noch physisch kranker nur weil die kirche ihre pater nicht unter kontrolle hat . habe in meiner jugend beide arten von missbrauch erfahren müssen. ich wusste das sich nix ändert ausser das uns opfern wieder die schuld gegeben wird.
schade sowas . waren wir nur ein nachrichten füller . sieht leider so aus. und auf ne wieder geburt nach dem tod verzicht ich gern wenn da pater sind . kann es nicht mehr ertragen wie wir wieder von der kirche verhöhnt werden . wer den menschen kennt schätzt das tier mehr. nur opfer wie ich verstehen wirklich was es heisst durch die hölle gegangen zu sein. froh bin das ich bald wegen des krebs sterbe viel glück den anderen opfern und hoff das man euch glaubt gruss andreas

anne schrieb am 5. April 2010 um 21:09 Uhr:

Ein Freund hat mir diese Seite empfohlen. Und ich bin froh, dass ich sie mir angeschaut habe. Es fällt mir schwer das zu begreifen , dazu "zustehen", aber jetzt kann ich mich besser verstehen. Ich begreife, warum ich mich so verhalte, wie ich mich verhalte. Ich wurde missbraucht. Ich habe Albträume und habe Angst, dass mir jemand zu nahe kommt. Danke, für diese Seite, es hilft mir und meinem Freund.

Petra schrieb am 5. April 2010 um 19:34 Uhr:

habe mich lange nicht getraut etwas zu sagen, aus scham, wegen der familie und "was sagen die leute" bin heute 41 wurde von meinem bruder als kind mißbraucht-habe mich dann von männern benutzen lassen- dachte es wäre liebe- mag keine nähe und kann keine liebe geben - meine ehe fast kaputt - keinen kontakt zu den eltern und bruder- was ist schön am leben- wenn es so beginnt und man nicht gefragt wird- warum gibt es keine gerechtigkeit.......

Kathi schrieb am 5. April 2010 um 15:09 Uhr:

ich bin ein solches Missbrauchsopfer. Ich wurde als Teenager vom Vater missbraucht. Ich bin mittlerweile 55 Jahre alt und leide immer noch unter den Folgen des Missbrauchs, weil ich nie einen richtigen Ansprechpartner für die Probleme hatte, im Gegenteil, ich wurde nach einem Selbstmordversuch in die Psychiatrie verfrachtet. Die Psychiatrie der 60iger und 70iger Jahre wünsche ich meinem schlimmsten Feind nicht.Die Psychiatrie damals hat mich erst richtig kaputt gemacht. Seit dieser Höllenpsychiatrie habe ich noch ein paar Probleme mehr. Aber wen interessiert das wirklich echt. Jetzt ist wieder mal die Zeit da wo viel geschrieben und geredet wird. Aber was hilft das den Opfern?

Dina schrieb am 2. April 2010 um 18:54 Uhr:

Per Zufall bin ich auf diese Seite gestoßen. Es fällt mir doch sehr schwer zu sagen : ich wurde mißbraucht. Aber es stimmt; vom eigenen Vater.Ich hasse und verachte ihn dafür. Ich bin ein lustiger Mensch nach aussen, aber im Inneren habe ich Angst und bin unsicher, teilweise ängstlich gegenüber älteren Männern.Warum sind Eltern so grausam?

michaela schrieb am 2. April 2010 um 03:10 Uhr:

mein leben war ist und wird immer scheiße sein
am liebsten würde ich mal ein buch schreiben
seit meinem 2ten lebensjahr wurde ich von meinem vater mißbraucht, bis zu meinem 15ten, auch meine geschwister wurden mißbraucht, das erfuhr ich aber erst vor ca 3 jahren, ich bin jetzt 50, jeder vons uns dachte er wäre der einzigste, ich habe seit dem nur probleme, seit dir erinnerrung wiederkehrt kreisen meine gedanken zu jeder zeit um dieses scheiß leben, eine wiedergeburt nach dem tot????? NEIN DANKE UM GOTTESWILLEN NICHT NOCHMAL.
aber das reicht ja nicht , bin in zweiter ehe verheiratet und nur probleme, blitzableiter, ausgenutzt, unbeachtet, ungeliebt und unverstanden, alles scheiße, alles was mir freude macht soll systematisch kaputt gemacht werden nichts dürfen nichts haben, keine freude bleibt ungetrübt, aber ich lebe , wie lange noch 5 jahre 10 vielleicht 20, ein langes stück unglücklich sein ,aber irgendwann ist es überstanden, vorbei die jahre der quälerei der eintönigkeit des unwohlseins und hoffentlich, bitte bitte lieber gott keine wiedergeburt, falls es sowas grausammes gibt…..

Danny schrieb am 1. April 2010 um 12:16 Uhr:

Hallo Leute,

ich gehöre glücklicherweise zu den Menschen denen in dieser Beziehung nie leid passierte. Durch die Medien wurde ich wachgerüttelt und versuche auch nur annähern zu verstehen was da "abgeht". Ich kann es nicht verstehen ... Warum haben so endlos viele bis heute geschwiegen? Warum hat nie jemand etwas gesagt? Ich kann nicht begreifen, was für eine Macht dahinter stecken muss, dass das alles bis heute - teilweise über 50 Jahre - verheimlicht wurde.

Bitte helft mir zu verstehen, warum sowas in "unserer Zeit" passieren konnte? Geht denn alles nur um Macht und Geld?

Danny

linda schrieb am 30. März 2010 um 20:59 Uhr:

es ist wahnsinn wie viele es betrifft(komisch man sprich das thema auch so gut wie nie direkt an-ich auch nicht).ich bin froh diese seite gefunden zu haben.
jetzt wo mein kind 1jahr alt ist kommen alle erinnerungen hoch.ich bin mit ca.5j. von einem cousin missbraucht worden,mit 9 von einem bekannten meiner eltern und mit 11von einem fremden. mom bin ich auf der suche nach einem therapeuten,aber keiner hat mehr kapazität neue patienten aufzunehmen. meinem partner hab ich selbst nach über 10jahren noch nichts von all dem erzählen können.
ich wünsch euch ganz viel kraft!

andreas schrieb am 30. März 2010 um 17:43 Uhr:

ivh war 1981 1982 in salvtor kolleg in hövelhof was ich da erlebte hat mein leben so aus den ruder gebracht das ich 20 jahre auf der strasse verbrachte und ich nun krebserkrankt auf den tod warte .
vertrauen konnt ich bis heute menschen nie und geglaubt hätt mir auch niemand damals . ich bin froh das mein leben und die qualen bald vorbei sind.ich hoff die kirche meint es ernst mit der aussagen den opfern zu helfen wo noch zu helfen ist. nur bei mir ist es zu spät. die einsamkeit in der ich mich befinde da ich niemand vertrau ist auch grausam alles durch die heimzeit damals hab nie mein leben mehr in den griff bekommen.helft denen auch wirklich die da hilfe brauchen. danke

Louiza schrieb am 30. März 2010 um 09:08 Uhr:

Hallo,
suche infos für ex-opfer beim oeg stellen,
mein antrag läuft überen rea. seit 1,5 jahren

danke.
Louiza

Ziska schrieb am 29. März 2010 um 11:52 Uhr:

Hallo alle zusammen,

ich arbeite schon seit 1998 an "meinem" Thema. Missbrauch durch meinen Onkel und geschlagen durch meinen Tante.... Das Gefuhl "schlecht" zu sein hat mich sehr lange begleitet, auch in meine Ehe hat meinem Mann dieses "Spiel" weiter gespielt.... "Alle wollen was von dir" iclh habe mich Jahrenlang so schlecht gefühlt. Mein Mann ist 1993 verstorben und dadurch habe ich in 1996 angefangen an und mit mir zu arbeiten.... Das mit Beziehungen, ja das klappt nicht so und ich fuhlte mich immer schlechter. Heute weiss ich das das "Normal" ist und ich keine nähe zulassen kann. Ich lebe in einen Beziehung und kann zum Glück mit meinem Partner darüber reden, ich habe es ihm ehrlich gesagt das ich Sex und Berührung nur im Verliebtsein Zustand vertragen kann (ist normal lt meine Pschychologin) und ich kann mich endlich verstehen. Diese Leute haben mich Missbraucht von 12-16 Jahre, heute bin ich 51 und leide immer noch darunter. Es ist ein Hohn das die Strafe "Verjähren" kann, bei uns die Opfer verjährt es Nie...

Viel Kraft und Stärke und liebe Verständnissvolle Leute in euer Umgebung

Sabine schrieb am 29. März 2010 um 03:38 Uhr:

Hallo,

danke für die gute, informative Seite. Ich gehöre auch zum Kreis der "Überlebenden", wurde als Jugendliche von einem Geistlichen missbraucht. Das ist jetzt über 25 Jahre her und über die Jahre habe habe ich viel Verständnis und Hilfe erfahren, durch Freunde, Therapie, und gerade auch in der Kirche. Nur meinen Eltern ist nichts besseres eingefallen als zu sagen, dass "ich es ja wohl gewollt haben muss". Ich kann mich zwar an nichts erinnern, habe mich aber schon oft gefragt, ob da nicht in Familienkreis vorher auch schon irgendwas war...
Mittlerweile geht es mir eigentlich gut, nur auf Beziehungen kann und will ich mich nicht einlassen. Zölibat kann auch richtig gut sein ;-)
Durch die ganze Aufmerksamkeit in den Medien ist jetzt mal wieder alles hochgekommen, und ich spüre so einen starken Drang, nicht länger zu schweigen! Im privaten Rahmen habe ich schon manchmal darüber gesprochen, aber nie "offiziell". Letzten Monat habe ich dann an den Bischof geschrieben. Viel getan werden kann zwar nicht, weil der Täter mittlerweile verstorben ist, aber es ist gut, dass die Information "draussen" ist. Die Kultur des Schweigens macht eine ja doch irgendwie zum Mittäterin. Dabei geht es nicht nur um den Missbrauch; Mundhalten und Anpassen haben immer schon eine viel zu große Rolle in meinem Leben gespielt. Ich spüre dass es ganz wichtig ist, den Missbrauch auszusprechen, um endlich meine eigene Stimme zu finden und ich selbst zu werden.

Euch allen ganz viel Kraft und Mut,

Sabine



Daniela schrieb am 26. März 2010 um 03:46 Uhr:

So viele Opfer....es tut mir für alle so leid!
Ich weiss wie ihr euch fühlt...mir ist "es" auch passiert.
Wurde mit glaub ich 6 Jahren missbraucht.....
So jung seine Unschuld an so einem Schwein zu verlieren ist so schlimm,das ich dafür keine passenden Worte finde.
Ich werde bald 31 ..habe meiner Mutter erst mit 15 oder 16 davon erzählt....sie hat bitterlich geweint...ich tue das hin und wieder auch ..meisten bin ich aber sehr still..wenn es in den Medien um dieses Thema geht!!!

Eigendlich bin ich ein fröhlicher Mensch...sollte ich mich nicht deshalb schämen???

Dann kommt es wieder über mich...meine Vergangenheit holt mich ein..und ich merke das ich es doch nicht verarbeitet habe....
Dieser Arsch...es war ein Freund meiner Mutter...ich weiss nicht wo er lebt..nur das er Jupp hiess...
hoffe das Gesetz wegen Verjährung ändert sich...dann werd ich ihm sein Leben zerstören und es Anzeigen...
Dann muss ich zwar nochmal alles durchleben..aber dafür wird er hoffendlich büsen....
wenn er das bei mir gemacht hat..dann hat er es auch anderen angetan...
und es war ja nicht nur einmal..sonder immer und immer wieder,..und wieder und wieder....

GB schrieb am 26. März 2010 um 02:00 Uhr:

Es erschüttert mich, wie viele Überlebende es gibt!
Ich gehöre auch dazu, bin erst durch eine Therapie darauf gekommen, dass dieser MB, der schon 55Jahre zurückliegt, mein ganzes Leben verkorkst hat. Ich habe Beziehungsprobleme, die keine Partnerschaft mehr als drei Jahre aushält.
Mein Opa hat mich mit 3bis 5Jahren missbraucht(auch andere Mädchen), mein Vater(sein Sohn) hat mich mein ganzes Leben lang geächtet, wie Dreck behandelt.Erst im letzten Jahr wurde mir klar, dass er mich für schuldig hielt...und mir wurde auch klar, warum ich erleichtert war, als er starb
Ich lebe in 4.Ehe, 3Kinder und suche Hilfe.

Franziska schrieb am 25. März 2010 um 13:46 Uhr:

Hallo ihr lieben, ja mit mir ist es auch nicht leicht ich bin jetzt 23 Jahre alt und habe jetzt erst mein Stiefvater beziegt es war nicht leicht für mich. Er hat mir 15 Jahre weh getan mich betroht meine beziehungen immer zerstört. Als Kind war ich in einer anderen welt in meiner welt. Und als er dann kam, in seiner welt da wo ich dachte das ich nie wieder raus kommen würde. Meine mutter habe ich sehr oft umhilfe gerufen aber sie nie das gehört oder wollte es nicht hören. Er hatte mich in seiner gewahlt und so hat er mich auch erzogen. Gehorsam sein nie reden und immer war ich schuld.
Ich habe heute angst mit fremden menschen zu reden weil mir das nie beigbracht worden ist. Er ist verurteilt auf drei Jahre bewährung das ist ungerecht. Danke mein Bruder und mein Patner da immer für mich da ist habe ich das geschafft.

LyLy schrieb am 25. März 2010 um 09:29 Uhr:

Hallo an alle....ich habs äußerlich auch überstanden,aber innerlich nicht.
ich war 3 als mein onkel mich missbrauchte,daran erinnere ich mich aber nicht mehr,meine rechtsanwältin hat es raus bekommen.
da ich meinen bruder wegen missbrauch angezeigt habe...er hat es glaub ich bis ich 13 war gemacht.(angefangen hat es in der 1 oder 2 klasse)....meine mutter wusste es....hat aber nix getan....nun steht niemand wirklich hinter mir,den kontakt zu meinem eltern habe ich abgebrochen,nicht weil ich sie hasse sie sind in meinen augen nicht fähig auf ein kind aufzupassen,deswegen. ich war schon 2 mal in einer psichatrie ,aber es bringt nix,sobald die therapeutin anfängt darüber mich auszufragen...blog ich ab....ich glaube ich habe davor vielzu viel angs....als ich bei der gutachterin fürs gericht war,ging es mir so schrecklich wie damals...alles kamm hoch.....und niemand hat irgentwie verständniss warum ich so hyper sensibel bin,mich kotzt es aber auch an....im september soll es dann vors gericht gehen...ich glaube nicht das mein bruder seine gerechte strafe bekommt........vieleicht 2 oder 3 jahre ....aber das wäre nicht gerecht.....=(

annette schrieb am 24. März 2010 um 20:28 Uhr:

hallo,
ich mache seid 11 wochen eine stationäre pschysomatische therapie und ich bin vor 4 wochen auf einen mißbrauch gestoße, der mir angetan wurde. seid dem ist für mich nichts mehr wie es war, möchte einfach nicht mehr leben. steh ständig unter der dusche weine, und mochte am liebsten aus dem fenster springen. in der therapie fühl ich mich verlassen, weiss einfach nicht wie es weitergeht. in drei wochen werde ich entlassen und weiss heute schon, das ich es allein nicht schaffen werde. ich kann einfach nicht mehr.

ich schrieb am 23. März 2010 um 19:08 Uhr:

ich war ein opfer von sexueller gewalt bin seit 4 jahren in trauma therapie mein missbrauch von 1978-1985 war verheiratet weil ich an die liebe glaubte mein mann hat beide kinder missbraucht
meine tochter lebt in einer therapeultischen einrichtung seit 5 jahren mien sohn 11 wurde gerade missbrauch diagnostiziert
ich bin wieder re-traumatisiert alle die das matyrium durch gemacht haben bitte lasst euch therapieren wenn ihr eigene kinder wollt

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