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Das Missbrauch-Opfer.Info Team

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clara schrieb am 26. Oktober 2012 um 09:58 Uhr:

Ich wollte mal loswerden wie ich überhaupt dahinter gekommen bin, sexuell missbraucht worden zu sein. Denn wenn man etwas erfolgreich verdrängt ist es ja erst mal weg. Ich habe sehr viele Bücher gelesen über alle möglichen Themen, psychologische Themen. Ich wollte etwas über mich herausfinden weil ich das Gefühl hatte mit mir stimmt etwas nicht, ich hatte auch massive Probleme mit der Arbeit und den Kollegen, nicht aussen sichtbar aber immer innerlich. Zu ganz vielen Themen konnte ich später was sagen, ich hab sogar eine IQ Test gemacht, um auszuschliessen Hochbegabt zu sein und vielleicht unterfordert zu sein, hochsensibel etc, aber nichts von dem, hatte so wirklich mit mir zu tun. Also auf sexuellen Missbrauch, wäre ich im Leben nie gekommen. Das finde ich so extrem, das man gerade das so ausschliesst. Dadurch das ich aber mich auch mit diesem Thema auseinander setzte und auch Erinnerungen kamen, plötzlich bsp. Gewaltszene im Fernsehen: Mann im Flugzeug (soll ins Gefängnis) übernimmt Kontrolle des Fliegers und attackiert eine Angestellte, plötzlich machte es boom ich heule los und sehe meinen Vater vor mir. Und dann fiel mir immer mehr ein immer neue Szenen kamen hoch. Eine Szene da würde mich wirklich interessieren ob sie stimmt, weil ich habe das Gefühl alles ist bei mir noch nicht da. Also meine Mutter bringt mich zu einem Mann den ich nicht kenne, der wohnt nur ein paar Häuser neben ihre Mutter. Ich muß da bleiben weil sie weg muss. Ich verstehe schon mal nicht warum ich zu einem Wildfremden muss, den ich überhaupt nicht kenne, warum bin ich nicht im Kindergarten oder Schule? Warum sagt sie mir nicht wo sie hin geht, naja. Jedenfalls steht ich im Schlafzimmer und kann vorne auf die Straße schauen. Ich kenne von dieser Wohnung nur das Schlafzimmer. Plötzlich kommt der Mann und sagt hier hast du was zu trinken, da ich nicht danach gefragt habe/ oder keinen Durst habe trinke ich nur einen kleinen Schluck. Er sagt: Nun trinkt mal ein bisschen mehr! Ich verunsichert trinke alles aus, er ist zufrieden, ich stelle fest und finde es komisch, das im Grund des Glases weißer Rest wie Krümmel hängen. Heute wär es als wenn man Tabletten in ein Glas macht. Dann erinnere ich mich wie er in Unterwäsche kommt und sich aufs Bett legt und sagt: willst du nicht her kommen? Ich denke mir, was will er denn und wieso rennt der in Unterwäsche hier rum, das macht man doch nicht und verneine. Dann kann ich mich an nichts! erinnern, erst als mich meine Mutter abholt und wir zu meine Oma gehen, ich glaube ich hatte Kopfschmerzen und war als hätte ich geschlafen. Sie sagte immer, ich darf das niemanden erzählen das ich hier war. Mir ist die Zeit von Betreten des Schlafzimmer bis als wir die Treppe runter gehen, abhanden gekommen. Was habe ich denn die ganze Zeit gemacht. An dieser Erinnerung muß ich noch sehr viel arbeiten, da im Moment es so aussieht als sein ich betäubt worden, aber ich will nichts behaupten wenn es nicht stimmt. Und warum durfte ich nichts erzählen. Ich hoffe immer das es nicht stimmt was ich denke, vielleicht war sie ja nur eine halbe Stunde weg und ich hab aus dem Fenster geschaut, aber dadurch das ich von meine Vater auch missbraucht worden bin und sie das wußte, denke ich es könnte möglich gewesen sein. Mir war dieser Besuch im Nachhinein nicht geheuer, vielleicht ist es das Unterbewußtsein das mir etwas sagen will, warum empfand ich diese Situation so schlimm oder so ungewöhnlich. Ich finde es so schlimm den Menschen denen man vertrauen sollte, nichts glauben zu können oder vertrauen zu können. Einmal hatte ich meine Mutter erzählt als wir zu Besuch bei meiner Uroma waren, das ich den einen Mann so komisch finde, sie sagte nur, wieso denn der ist doch total nett, mein gesundes Misstrauen hat sie total übergangen, mir kommen doch nicht immer Leute komisch vor, ganz im Gegenteil ich fande die Erwachsene immer interessant und die meisten waren ja auch nett. Aber dieser Mann war so eklich nett und aufdringlich, ich schaute Fernsehen im Zimmer die Erwachsenen waren in der Küche und unterhielten sich. Der Typ kommt rein, fängt an zu reden geht immer wieder auf mich ein, wird richtig aufdringlich und in letzter Not rufe ich: Mutti, und geh los. Als wir nach Hause fahren, steht er vor der Scheibe und winkt und lacht die ganze Zeit so intensiv und blöd, das ich echt Angst kriege und mir bald schlecht wird, ich hatte mir damals geschworen, nie mehr dort hinzufahren. Ich war sehr jung und ich glaube wenn alles o.k. wäre, würde man so nicht reagieren. Kinder haben ein gesunde Vertrauen, was die Erwachsenen übergehen, deshalb verunsichert man. Ich hatte damals sogar erzählt wie ich meinen Opa beim Mittagsschlaf meine Hand an seine Leiste legen sollte, was haben meine Eltern gemacht: mich immer wieder gefragt wo genau, ich habe es an mir gezeigt und NICHTS war, alles wie früher. Eine schreckliche Sache war noch, als ich Mittagsschlaf bei Oma/Opa machen sollte, und plötzlich kommen sie rein mein Oma packt mich und mein Opa soll irgendetwas machen sie ziehen mir unten rum die Sachen weg, ich totale Panik were mich total, denke ogott was machen die jetzt mit mir, und meine Oma hält mich an den Armen fest, wie ein Überfallkommando , plötzlich lassen sie von mir haben und haben wie ich heute erkenne, Sex neben mir. Ich schau zu ihnen rüber weil ich wissen will was los ist, und mein Opa motzt mich an, ich soll mal endlich weggucken. Ich glaube er hat damals keinen mehr hoch gekriegt. Und den Leuten hat man vertraut. Ich habe heute noch (denke ich Phantomschmerzen) an den Handgelenken, wenn ich nicht die Gicht habe, aber mit 30 ich weiß nicht.

susi 32 schrieb am 25. Oktober 2012 um 09:39 Uhr:

Hallo, schöne Seite und gute Infos.
Ich wurde, wenn meine Erinnerungen stimmen, vom Opa (Oma wußte es) und Vater (Mutter wußte es) missbraucht. Erinnern konnte ich mich erst nach der Geburt meines Kindes und ab dem Alter von meinem Kind als es ungefähr bei mir passierte. Plötzlich kamen Erinnerungen und Gerüche. Und meine Oma war gestorben, villeicht auch deshalb. Habe mit sozialen Ängsten zu tun, Angst verletzt zu werden von anderen, das sie mich doof finden, über mich reden, mich nicht mögen. Bin sehr leicht angegriffen und denke alle wollen was schlechtes von mir, bin dann sehr erleichtre wenn ich mal merke das es gar nicht so ist. Wenn ich aufgeregt bin und zur Arbeit muß schwitze ich stark. Habe oft Angst es bricht jemand ein, oder verfolgt mich, oder in dunklen Ecken könnte jemand stehen. Denke oft ich steh im Mittelpunkt, das macht das Bahn/ Bus fahren schwer. Habe Angst um mein Kind, da im Bekanntenkreis neue Typen von Mutter/ Schwiegermutter sind, die unsympatisch sind. Kann schlecht damit umgehen, es ist eh Streit und kein Kontakt, aber ich will eh kein Kontakt zu meinen Eltern, jatzt wo ich es weiß, was soll das noch, sie haben mich eh nie erst genommen, ausgelacht, geschlagen nicht ernst genommen, mein krankes Geschwisterkind immer bevorzugt, alles durch gehen lassen.... Die haben nicht mal meinen richtigen Namen gesagt, ich finde es so komisch wenn mich mal jemand mit meinen Namen anspricht, er ist etwas länger. Alles in allem, versuche ich mein Leben zu leben, habe aber manchmal Schuldgefühle desswegen und Mitleid mit den Tätern, Hass auf sie, aber das Wichtigste ist, das ich nicht so handle und werde wie sie. Ich bin schon total fertig wenn in der Bahn ein Kind länger schreit oder für mich ungerecht von seiner Mutter behandelt wird, das ich für mich manchmal wie körperlicher Schmerz, ich denke oft dann hinzugehen und mich einzumischen, dann denke ich, ich übertreibe, weil andere auch nichts machen, aber dieser "jämmerliche Schrei" der Kinder tut mir so unglaublich weh manchmal. Also ich würde immer dazwischen gehen wenn jemand ein Kind schlägt. Aber wenn die so jämmerlich weine und Mama schreien, und die Mutter ist voll sauer ignoriert das Kind, das ist für mich im Moment der größte Schmerz, viele Eltern sehe ich auch in Vereinen, sind voll stinkig auf ihre süßen Kinder und ich denke immer oh gott, wie die leiden müssen, ob das wirklich stimmt ist ja nicht klar, aber das macht mir zu schaffen. Ich hoffe das man über Missbrauch viel offener Reden kann, zuviel ist den leuten nicht klar. Eine Arbeitskollegin meinte mal: man müße sich doch erinnern könne, das vergisst man doch nicht, ich klärte sich auf wegen Verdrängung etc, sie beharte darauf, so etwas ärgert mich dann. Viel wichtiger wäre es meiner Meinung nach noch zu erkennen wie oft Mutter wegsehen oder mitmachen.

N. schrieb am 24. Oktober 2012 um 22:20 Uhr:

Hallo Liebes Team,
ich bin auf Eurer Seite gelandet, da ich mich mal wieder einsam und ängstlich fühle, in dem Gefühl dem nicht gewachsen zu sein, was das Leben von mir abverlangt. Erleichterung suchend. Mit 42 Jahren erinnerte ich mich nach einem Schock an Mißhandlung und Mißbrauch in meiner Kindheit (ca. 2. bis 3. 1/2 Lebensjahren). Seit 8 Jahren lebe ich alleine und bin alleinerziehend. Heute bin ich 50 Jahre alt. In Beziehungen erlebte ich nur wieder und wieder Drama und Chaos. Ohne therapeutische Begleitung mit Schwerpunkten Somatic Experience und EMDR, würde ich wahrscheinlich keine "Überlebende" sein. Die Verantwortung für mein Kind und zu wissen, dass der Tod keine Lösung ist, lediglich eine vermeintliche, habe ich einen Tag nach dem anderen bewältigt. Dennoch begegnet mir täglich mein Andersseins. In der Ruhe und dem Alleinsein wird es am schwersten, dies zu ertragen. . .
Ich wünsche mir wache Erwachsene, die helfen Mißbrauch zu verhindern, sowie Bewußtheit und Entstehung von therapeutischen Anlaufstellen für "Tätern". Aufklärung und Prävention. Danke fürs Dasein und Lesen. N.

Ilona schrieb am 24. Oktober 2012 um 21:50 Uhr:

Liebe Sabine,
danke für den Hinweis auf die Seiten von Wildwasser.de und Trotz Allem.
Leider hat mir beides nicht weiter geholfen.
Rekis und Nakos sind auch Hilfsorganisationen die einem bei der Suche nach Selbsthilfegruppen unterstützen. Aber auch dort konnte man mir nicht weiterhelfen.
Ich kann keine Gruppe oder einen Verein finden, wo sich Meschen einfach mal treffen und sich austauschen können.
Auch meine Therapeutin konnte mir keinen Tip in diese Richtung geben. Ihr ist nichts bekannt. Das finde ich schade und auch seltsam.
Ist ok, dann komme ich hin und wieder hier auf die Seite um zu lesen, das es euch besser oder sogar gut geht. Die Zeit hilft einem dabei. Ich kann das von mir aus sagen. Im Moment komme ich gut zurecht und das genieße ich. Ich wünsche euch viel Glück auf eurem Weg.

Das ist jetzt für dich Sabine. Danke noch mal und liebe Grüße.

Pedi schrieb am 24. Oktober 2012 um 11:13 Uhr:

Ich schreibe Gedichte, für mich ganz allein. Möchte auch gar nicht viel mehr sagen, nur das ich diese Seite gut finde.


Angst habe ich in der Nacht,
wenn dein Schatten mich hämisch auslacht!
Deine Stimme spricht zu mir:
Nicht vergessen, ich bin hier!
Wenn du schläfst dringe ich in deine Träume ein,
glaube mir Kind, keine Nacht wirst du ohne mich sein!
Für immer gehörst du mir,
zurück hält mich keine Tür!

manuela schrieb am 3. Oktober 2012 um 11:16 Uhr:

hallo liebes team , ja solche menschen gibt es überall aber trotzdem finde ich diese seite klasse auch wenn das gb offen ist aber wenn opfer diese seite finden kann dies ja auch mut machen ich schaue gern ins gb weil es mir auch immer wieder zeigt wieviele opfer es gibt und man man spürt man ist nicht alleine
bis auf wenige ausnahmen !!!! sind hier alles opfer !!! und jedes opfer hat es verdient gehört zu werden und ich finde jeder der hier schreiben kann hat den kampf aufgenommen und es macht mut weiter zu kämpfen ich habe damit keine probleme mehr dank der vielen menschen dir mir geholfen haben und auch weiterhin helfen ich kämpfe jetzt seit über 2 jahren und ich kann nur jedem sagen der kampf lohnt sich man darf sich nur nicht zu hohe ziele setzen sondern einfach einen schritt nach dem anderen !!! und auch damit umgehen wenn es mal einen schritt zurück geht!! wie gesagt ich finde es super das es diese seite gibt und ich werde ganz bestimmt immer wieder rein schauen !!! glg manuela

MissingChild schrieb am 1. Oktober 2012 um 06:48 Uhr:

Die seite ist wiklich toll. sie veschafft einen beiten übeblick über die lage der missbrauchsopfer. sie hilft freunden, eltern und partnern, daass zu verstehen, was der betroffene selbst nicht in worte fassen kann. ihr habt mir den anstoß gegeben, mir auch nach 9 jahren, noch hilfe zu suchen...mein leben in den griff zu bekommen und wieder freude zu haben und nicht nu zu "überleben"...


lg MissingChild


alba schrieb am 1. Oktober 2012 um 00:34 Uhr:

Ich bin am Ende:-(
Mir ist jeden tag nur noch zum heulen, und ich habe keine Kraft mehr. Ich bin 27 Jahre alt, und wurde von meinen Bruder seid ich denken kann Sexuel Missbruacht bis ich sechzehn jahre alt wahr...
ich habs so guet verdrengt bis jetzt das ich dachte ich werd es ohne Hilfe schaffen, doch jede nacht erinern mich meine Treume daran wie er sich in meinen zimmer sich rein schleicht,und ich jede nacht weinend, schreiend verwache wie ein kleines kind und kein mensch merkt davon, oder will es nicht merken... ich kann über keinen menschen sagen das ich ihn hasse, aber ihn ich wünsch ihm sogar denn tod:-(nicht viel menschen wissen was davon aber irgendwenn hab ich es auch nicht mehr ausgehalten mit meine besten freundinen darüber geredet ich schäme mich so dafür das es mein eigener bruder ist... und jetzt schtehe ich da alls währe ich die grösste schlampe und zwar nur weil ich von meine familie weg gegangen bin und jetzt alleine lebe, es interesiert nimandem wiso ich so einen hass auf männer, das wichtigste hauptsach ich hätte gehairatet dann währe alles gut...
ich habe schon mehrmals versucht mit einem mann was auf zubauen, bei jeder berührung kommts mir sein gesicht vor, das ich jedes mal wenn ich mit meinem freund geschlafen habe das ich mich wie dreck gefühlt hab alls wäre ich gerade vergewaltigt.... ich will einfach alles vergessen wiso kann ich nicht alles aus meinen Kopf nicht löschen mein leben ist zerstört und ich sehe garkeinen sinn für was sol ich kempfen?? ich kann keine normale bezihung zu menschen aufbauen, jedes mal wenn ich mit einen freund alleine bin denk ich gleich scheisse was mach ich wenn das passieren würde hab ich die kraft mich zu währen oder bin ich immer noch die gleiche wo es einfach über sich gehen lesst... ich weiss das ich hilfe brauche aber ich schaffe es nicht es isch so e grossi angst ich hab meinen leben nicht mehr im griff , hab angst da ich alles verliere, ich stelle jeden tag fest das ich selbst kämpfen muss, ich habe zwar eine grosse famile aber die nie für mich da wahren, und jetzt suche ich und suche die nehe von meiner familie aber anscheinden wahr ich schon immer nur eine lasst für si..... so ich höre jetzt auf sonst werde ich nie fertig ... wünsche allen viel kraft

Kathrin schrieb am 21. September 2012 um 09:24 Uhr:

Antwort: Missbrauch-Opfer-Info.Team
schrieb am 2. September 2012 um 18:11 Uhr:
Spontan zu schreiben was dem Menschen wiederfahren ist kann
das lange Schweigen durchbrechen. Es wird leider Menschen geben
die destruktive Neigungen haben sich (ergötzen am Leid anderer Menschen).
Wenn ein Überlebender Suizid begeht ist das bedeutender weil dieser Mensch
gekämpft hat um zu Überleben und Erwachsenen zu werden. Jetzt ist es an der
Zeit die Misshandlungen anzusehen

angelika fleckenstein schrieb am 16. September 2012 um 22:59 Uhr:

Bin 55 Jahre wurde von 8-12 J. von meinen Vater missbraucht.Seit 2Jahren mache ich eine THerapie.Mein Mann und
meine 3 Kinder wissen es erst 4Wochen.Bin 3.Mal verheiratet.Vor
3Wochen stellte ich meine Eltern zur rede.Beide stritten es ab und
haben mich rausgeworfen.2Wochen ging es mir so gut wie seit Jahren nicht mehr.Aber jetzt habe ich wieder schmerzen u. depressionen,schuldgefühle u.innerlich wieder richtig tot.Hatte mehr erwartet erklärung von der mutter od. so.Angelika

spunkt schrieb am 8. September 2012 um 21:59 Uhr:

hallo,
ich bin 29 jahre alt und mutter einer 8 jährigen tochter.
vor ein paar jahren (ich weiß nicht genau wann es war) hatte ich eine "erinnerung" :
ich war ca 4 oder 5 jahre und habe bei meinen großeltern geschlafen und lag in deren ehebett. mein opa hat sich hinter mich gelegt und mir in die unterhose gefasst. ich sagte zu ihm : "opa, ich bin aber nicht oma" (ich denke ich habe es als kuscheln gewertet). er sagte zu mir : "ja ich weiß"
da endet meine erinnerung.
nun weiß ich nicht ob es wirklich eine echte erinnerung ist oder ob es einbildung ist.
ich bin wegen depresionen in therapeutischer behandlung und habe mit meinem therapeuten darüber geredet. er sagte das hört sich realistisch an. ich habe auch mit einem kindertherapeuten gesprochen und er sagte das das oft vorkommt bei frauen im erwachsenenalter die in der frühen kindheit missbraucht worden, also das auf einmal die erinnerung hoch kommt.
mein opa liegt zur zeit im krankenhaus und es sah nicht gut aus also habe ich meinen ganzen mut und meine ganze stärke zusammengenommen und ihn unter tränen gefragt ob es so gewesen ist er sagte natürlich nein. kurz bevor ich ging hat mich noch ca eine minute lang angestarrt so als ob da noch was wäre was noch nicht ausgesprochen ist.
vielleicht kann mir jemand schreiben der sowas auch erlebt hat oder erfahrungen damit hat? das wäre echt toll. danke

Missbrauch-Opfer-Info.Team schrieb am 2. September 2012 um 18:11 Uhr:

Den Missbrauch an,- und auszusprechen ist mutig und wichtig. Bitte bedenkt aber daran, dass dieses Gästebuch öffentlich ist, es kann von jedem gelesen werden – auch von Tätern und Menschen, die sich an dem Leid der Opfer weiden. Es ist nicht nötig den sexuellen Missbrauch detailgenau hier zu schildern, denn die Definition und Missbrauchsarten sind auf der Webseite nachzulesen.
Zu Eurem und unserem Schutz veröffentlichen wir deshalb nicht alle Einträge.

Das Missbrauch-Opfer.Info Team

Silvi schrieb am 1. September 2012 um 21:17 Uhr:

Ich kann Sabine nur zustimmen, in dieser Phase befinde ich mich auch. Alles Gute Dir.

Sabine schrieb am 24. August 2012 um 15:04 Uhr:

Ich bin auf der Suche, nach meinen ganz großen Gefühlen. Sie sind irgendwo drin in mir stecken geblieben, als ich die Luft anhielt und mich nicht mehr bewegte.

;arianne Bell schrieb am 21. August 2012 um 13:02 Uhr:

Hallo, ich schrieb Euch als Jane am 7. Juli 12. Es ist höchste Zeit Euch allen zu "Danken!" Ohne diese Seite bzw. alle die dort schreiben ist es mir gelungen gestern mein Leben und den Kampf nicht zu beenden. Meinen Dank dem Team dieser Seite,
denn es ist wie geschenktes Leben!

Meine Therapeutin ist der Überzeugung ich wäre auf dem Weg der Heilung, manchmal habe ich auch das Gefühl, doch dann zu kapitulieren, obwohl ich immer ein Kämpfer war.

Nur Eine haut einen auf dieser Seite um "Kelly"! mir fehlen da die Worte!

Tief in meinem Innersten wünsche ich mir Euch allen irgendwann schreiben zu können: Dieses Leben ist schön!

Danke und gebt Acht auf Euch, ich werde mit aller Macht versuchen Euch mein Ehrenwort zu geben.

Habt nochmals Dank Eure Jane

sabine schrieb am 18. August 2012 um 12:05 Uhr:

Liebe Ilona!
Es gibt in jeder größeren Stadt Selbsthilfegruppen. Trotz Allem, Wildwasser usw. Es hat nicht nur Vorteile eine Freundin zu haben.Denn wenn es ihr oder mir wirklich schlecht geht, können wir uns nicht ertragen. Der Schmerz, das wissen darum kann auch unerträglich sein. Denn wie Du selber, steht man jedesmal wirklich nackt bzw hilflos da. Das will man für sich selber und den anderen dann auch nicht. Ansonsten in der Phase wo man sein "tausendes " Problem erkannt hat ist es wirklich hilfreich.gruß spiezell an Ilona

Kathrin schrieb am 18. August 2012 um 06:02 Uhr:

Hallo Manuela und Moni, ich habe überlegt wie ich mein Mitgefühl formulieren könnte, ich bin selbst betroffen und jede Biografie ist einmalig und nie gleich. Ich habe viele wissenschaftliche Bücher/Arbeiten gelesen und es gab Zwei Bücher die ich am Schluss gelesen hatte unwissenschaftliche Bücher die doch sehr nahe an der Realität unserer Erfahrungen sind. Bücher haben keine Lösungen parat sondern Informationen die weiterhelfen können.

Auch die Büchertipps von Missbrauch-Opfer.Info sind hilfreich.

Um die Kindheit betrogen: Hoffnung und Heilung für erwachsene Kinder von Suchtkranken von Janet G. Woititz Kösel-Verlag Taschenbuch -2004

Über Alkoholismus und Suchterkrankungen gibt es mittlerweile vielfältige Informationen. Die Probleme der Angehörigen, insbesondere der Kinder, kommen jedoch kaum zur Sprache. Dabei sind diese Kinder weit reichenden Belastungen ausgesetzt und ihr Alltag ist – auch wenn sie inzwischen erwachsen sind – durch Angst, Scham und Wut bestimmt. Nach außen eine glückliche Familie vorzutäuschen und keinen wissen zu lassen, was zu Hause wirklich los ist, kostet Kraft und bindet Energien. Janet Woititz macht in ihren beiden Büchern konkrete Vorschläge, wie diese Kindheitserfahrungen verarbeitet werden können, damit ein eigenständiges Leben möglich ist.

Verstrickt in die Probleme anderer: Über Entstehung und Auswirkung von Co-Abhängigkeit von Pia Mellody von Kösel-Verlag Taschenbuch - 21. Februar 1991

Wenn Sorge zur Sucht wird
Wenn die Sorgen um einen Suchtkranken für einen Menschen zum Lebensinhalt wird, liegen ernstzunehmende Symptome vor, die einer Behandlung bedürfen. Die Wurzeln dieser Krankheit zu erkennen ist eine grundlegende Voraussetzung, um das eigene Leben meistern zu können.

Persönliche Anmerkung: Pia Mellody fährt ein bisschen auf die „Macht Gottes“ab was ich für mich als Selbstressource Selbstvertrauen umdeute. Die Info´s sind Goldwert.

Viel Kraft Allen Betroffenen und dem Missbrauch-Opfer.Info Team
Kathrin


Moni schrieb am 13. August 2012 um 16:49 Uhr:

Ich war 12 Jahre als ich von meinem 6 Jahre älteren Bruder das erste mal Missbraucht wurde.Meine Eltern hatten es mir oft gesagt. "Egal was dein Bruder zu dir sagt oder verlangt. Du hast dass zu tun, was er dir sagt."Ich war damals geistig etwas zurückgeblieben, in der Schule keine gute Schülerin. Er verlangte ich soll niederknien, die Augen schließen den Mund auf, er hat eine Überraschung für mich. Plötzlich hatte ich gefühl ich muss ersticken, etwas großes steckt im Mund. Ich wusste nicht was er mit mir machte, aber was habe ich mich geschämt, als es vorbei war. Das gefühl Dreck klebt an mir. Seit jenem Tage wurde ich von mein Bruder und später sein Freund regelmäßig Missbraucht. Besonders wenn ich schlechte Noten hatte, kam er fragte wer soll dich Bestrafen, möchtest du von Vater mit dem Gürtel oder von mir bestraft werden. Ich Schäme mich, dafür. Mal wagte ich meiner Mutter darauf Anzusprechen, ich wollte nicht mehr, das mein Bruder mich Anfässt. Sie haben mich Furchtbar Verprügelt, mein Bruder darf mich Nackt sehen und anfassen. Ich hatte keine Chance, wollte nicht noch mhr Prügel. Später als Erwachsene Frau, bekamm ich Depressionen, PTSB, Sprachstörungen, die Sprachtherapeutin sagte. In ihrer Seele steckt ein Schwert, das Blockiert sie. Ich habe eine Therapie gemacht. Doch dieses Scham und Schuldgefühl bleibt.

manuela schrieb am 13. August 2012 um 12:28 Uhr:

auch ich habe schon vor einiger zeit auf diese zeit geguggt und bin erstaunt das hier doch soviel passiert
ich wurde von geburt an misshandelt und ab dem ca2 lebensjahr bis zum 13 lebensjahr missbraucht von meinem vater mit wissen meiner mutter seit guten 2 jahren kämpfe ich und jetzt kann ich sagen ich gewinne jeden tag mehr ich habe eien unwahrscheinlichen willen entwickelt hatte aber auch glück in der wahl der menschen die mir geholfen haben
ich habe es geschafft nicht mehr zu funkionieren was ich ca 48 jahre tat das hat mir viel leid gebracht den verlust meiner kinder weil sie glaubten ich liebe sie nicht und gleichzeitig konnte ich ihn nie zeigen das ich sie über alles liebe !! das ist im aufbbau denn auch sie müssen ja erstmal mit dieser wahrheit klar kommen!!
man liest hier soviele ähnliche schicksale und es ist auch gleizeitig traurig es zu lesen aber gebt euch nie die schuld daran selbst das es passiert ist und das euer leben zum teil so scheisse läuft DENN IHR HABT KEINE SCHULD !!!und vorallem die vergangenheit ihr nicht ändern nur versuchen zu lernen sie stück für stück zu verarbeiten und wegzupacken denkt an das heute und jetzt denn jeder tag ist ein neuer tag
ich könnte hier stundenlang schreiben
aber auch die vergangenheit hatte positive dinge für euch nur die vergisst man ich habe dieses jahr wieder marmelade gekocht und das weil ich es wollte und nicht weil ich funktionierte !!
eins noch BITTE DENKT IMMER AN ERSTER STELLE AN EUCH selbst !!DENN ES IST NUR EINER WICHTIG !! und das ist man selber !! und das heisst auch nicht das man egoitisch ist !!
lg manuela

ilona schrieb am 12. August 2012 um 22:25 Uhr:

Auch ich finde, dass man Einträge wie den von Kelly nicht einfach so hinnehmen sollte. Denn das ist genau die Art und Weise, den Missbrauch zu verhamlosen.
Und Mira du hast ganz recht damit, wenn du sagst, dass wir mit Sicherheit ganz genau hinsehen. Wir wissen auch warum!
Dich Sabine beneide ich. Auch wenn es für deine Bekannte im Freundeskreis nicht schön, gerade das Erlebte mit dir zu teilen, so hast du aber wenigsten jemanden, der dich wirklich versteht. Auch wenn ich niemandem wünsche, sich mit dem Thema Missbrauch persönlich auseinander setzen zu müssen, so gern hätte ich jemanden wie du zum reden. Aber es gibt ja diese Seite und das ist gut so. Man kommt ja doch immer wieder mal hier vorbei. Auch wenn es mir heute schon viel besser geht, als noch am Anfang des Jahres ( dank Therapie und lieben Menschen ) schau ich hier immer wieder mal rein. Dann ist es schön Einträge von euch zu lesen. Sie zeigen die kleinen Veränderungen und die Fortschritte, die viele von uns ja doch irgendwie machen. Und für alle, die gauben es nicht schaffen zu können, weil sie vielleicht noch ganz am Anfang stehen. '' Keiner hat je gesagt, dass es leicht sein wird. ABER ES LOHNT SICH für sich zu kämpfen''.

sabine schrieb am 9. August 2012 um 01:01 Uhr:

Ich schließe mich euch an. Was Kelly geschrieben hat finde ich
nicht treffend. Ich könnte fast kotzen wenn ich das lese. Seit 2 Jahren weiß ich durch Trigger selber von meinem Mißbrauch. Wie schon erwähnt habe ich auch in meineml Freundeskreis eine Frau die selber mißbraucht wurde. Wir teilen viel von diesem Verständinis für einander. UND GENAU DAS finde ich auf dieser Seite wieder. Hier fühle ich mich verstanden. Es ist genau so wie es im Einzelnen beschrieben oder erklärt wird.ICH DANKE EUCH FÜR DIESE SEITE: MACHT WEITER: HIER BIN ICH ZU HAUSE:

Kathrin schrieb am 7. August 2012 um 10:39 Uhr:

Hallo Mira,schön dass du Stellung bezogen
hast zum Gästebucheintrag von Kelly.Ich war
auch sehr erbost und emotional aufgeregt.
Kelly schrieb am 9. Juli 2012 um 12:29 Uhr
Für Kelly wäre das Buch Kontexte und Hintergründe
sexueller Gewalt an Kindern Ein Beitrag zur Analyse
eines individuellen und gesamtgesellschaftlichen Problems
von Waltraud Falardeau empfehlenswert.

Mira schrieb am 6. August 2012 um 22:46 Uhr:

Der Gästebucheintrag von Kelly verärgert mich sehr und macht mich seht betroffen...ich bin selber Opfer von sexuellem Missbrauch in der Kindheit und leide noch sehr darunter. Ihre Verurteilung wenn wir Opfer sagen:"Wir sollten aufmerksam werden, wenn es heißt das Erwachsene große Teile ihre Freizeit mit Kindern verbringen..." liegt wohl aufgrund unserer Erfahrungswerte. Es ist mir vollkommen bewußt und klar, dass "nicht Opfer" vielleicht meinen, dass kann garnicht möglich sein, aber wir Opfer wissen es besser - was vielleicht passieren kann. Sicherlich sind wir sehr sensibel und vielleicht ungerecht gegenüber der Kinderbetreuung, aber liegt es nicht in einer natur einer Mutter mit diesen traumatischen Erfahrungen, sein Kind vor allem schlechten zu bewahren, was man selbst erlebt hat? Ein Schuldirektor einer Grundschule, aus einem kleinen Dorf, hat sich an NACHGEWIESEN 63 Schülerinnen innerhalb eines Jahres vergangen und erwähnt sind hier noch nicht die "nicht nachgewiesenen" Fälle. Für jede Verletzung die WIR erlebt haben, haben wir ein Stück Naivität verloren...

st.b. schrieb am 4. August 2012 um 22:51 Uhr:

Finde das ist eine tolle Seite hier, bin zufällig drauf gestoßen und lese nun schon einige Zeit, was Menschen und vor allem Kindern widerfährt im Leben.
DAS SCHWEIN!
Ich berichte hier von meinem Sohn und dessen Freund. Sie wurden von 2006-2010 vom Vater des Freundes, schwerstens sexuell Missbraucht, das kam im letzten Jahr ans Tageslicht. Er wurde angezeigt von seiner Tochter, es kam zum Prozess. Neun Verhandlungstage: grausam für die Kinder, denn sie mussten alles nochmal von damals erzählen, dadurch auch durchleben! Alles kam wieder hoch! Grausam, allein der Gedanke! Nun das Urteil: 8Jahre für den Missbrauch am eigenen Sohn. Nun kommt die Verhandlung von meinem Sohn. Schon wieder, alles noch einmal von vorn. Wie lange wird er diesmal dazu kriegen? 3-4 oder sogar 5 Jahre? Aber was ist das schon für all die Qualen, Schmerzen, Angst und das Leid, die sie mussten ertragen.
Wir wussten ja nichts, sie haben nie was gesagt!
Nachdem es bekannt wurde, hat er immer noch nichts gesagt, bis heute nicht, er will nicht darüber reden. Zu weh hat´s getan.
Andere lachen und spotten über ihn, doch keiner kennt sein INNERES, wie sieht´s dort aus, was hat er erlebt? Er hat viele Probleme in jeglicher Art. Wie soll er´s ändern? Es sitz alles so tief, so unendlich tief in ihm drin.
Wie soll er´s vergessen? Wie soll das gehen? Er sagt er hat´s verarbeitet, doch er hat´s in eine tiefe Schublade gesteckt.
Er lässt sich nicht helfen, er sagt es ist vorbei, doch irgendwann kann er diese innere Schublade nicht einfach wieder zuschieben, wenn sie sich öffnet. Auch wenn es Jahrzehnte dauern kann, dann muss er diesem schrecklichen Erlebnis wieder in die Augen sehen, und dann? Alles wieder von vorne?
Was ich sagen wollte ist, Mütter wie Väter, beobachtet und behütet Eure Kinder sehr. Uns ist unser Sohn jahrelang auffällig gewesen, sind von Arzt zu Arzt, von Ergo zu Ergo, von Therapie zu Therapie keiner hat was gemerkt. Uns wurde immer ADS diagnostiziert. WARUM? Hat keiner seinen und unseren HILFERUF gehört?
Ich weiß es nicht, ich mache mir Vorwürfe, warum hab ich nichts gemerkt? Ich hab ja was gemerkt, aber keiner wollte es sehen und helfen! Immer nur ADS. Jetzt wo alles ans Tageslicht kam, konnte ich seine damaligen HILFERUFE erst deuten, da war´s zu spät! Ich glaubte ich hätte alles getan, heute weiß ich, hätte ich alles getan, dann hätte ich seine Hilferufe verstanden!!
Warum hat das Schwein das getan? Er hat den Kindern die Kindheit genommen, das erwachsen werden , vielleicht sogar das ganze LEBEN!
Warum haben solche Schweine ein Recht zu leben? Er hat den Kindern das Ihre genommen, sie leben, aber wie? Ihre Seele wird immer bluten, wenn´s auch keiner sieht.
Was sind schon 8 odr mehr Jahre für so viele KINDERLEBEN die zerstört sind!

Melanie schrieb am 29. Juli 2012 um 17:23 Uhr:

das mit Anzeichen das stimmt leider wirklich weil ich wurde auch mal missbraucht von jemanden und ich gehe jetzt zu ner physchologin und es läuft jetzt besser

Kathrin schrieb am 26. Juli 2012 um 23:53 Uhr:

Vielen Dank! Sagt mein innerliches tapferes Mädchen. Ich bin erwacht aus schweren Traumata.

Seelenzorn schrieb am 19. Juli 2012 um 16:00 Uhr:

Eine gespenstische Kindheit liegt hinter mir. Das erkenne und fühle ich erst jetzt. Mit Anfang sechs wurde ich fünf jahrelang von einem sieben Jahre älteren cousin sexuell missbraucht. Seine eigene Schwester war auch sein Opfer, die mit sechszehn Selbstmord begangen hat.
Mit dem Gefühl "anders"zu sein, schlecht und unfähig zu sein bin ich aufgewachsen. Immer zog ich mich zurück, hatte an nichts mehr Interesse und war nur am Grübeln. Jahrelang war der Missbrauch für mich nichts mehr als ein Fakt, ich fühlte dabei nichts und es berührte mich in keinster Weise.
Aber meine Entwicklung zum Erwachsenwerden zeigte eine deutliche Sprache. Mit 17 fing eine schwere Essstörung an, ich stand mehrmals vor dem Tod. Aber auch das berührte mich nicht. Das Leben erschien mir so sinnlos...Jetzt mit 29, in einer TP, mit realtiv normalen Gewicht, erkenne ich, was ich alles dadurch u.a. verpasst und verloren habe. Die Vergangenheit prägt dich, tief in deinem Unterbewusstsein brodelt es. Ob ich ein ganz anderer Mensch geworden wäre heute, ohne den Missbrauch? Diese Frage wird immer bestehen, aber nie wird es eine Antwort geben......

weitermachen schrieb am 19. Juli 2012 um 13:35 Uhr:

Als Partner hat es mir sehr geholfen, irgendwann zu erkennen, dass es keinen Sinn macht, wütend auf den Täter, in diesem Fall der Vater, zu sein. Weil ich mich dadurch nur noch mit dem Täter beschäftigt habe. Klingt natürlich einleuchtend, aber es hat trotzdem eine Weile gedauert, dies zu erkennen!
Unser Rechtssystem ist in der Hinsicht echt ne Kackwurst, Verjährung, schwierige Beweislage, vor Allem, wenn es lange her ist und so weiter und so fort. Insofern bleibt doch nur die Hilfe zur Selbsthilfe, sprich: ein lebenswertes Leben aufzeigen und dem Opfer als Partner so zur Seite stehen, wie es das Opfer vorher noch nie erlebt hat. Rache? Ja, sicher, da denkt man drüber nach, aber dann kommt man schnell wieder auf meinen Einleutungssatz. Ich beschäftige mich doch lieber mit meiner Partnerin, anstatt mit dem Täter, diesem minderwertigen Menschen!!!
Am wichtigsten ist doch, das Schweigen zu durchbrechen!!!
Ich wünsche allen Opfern viel Kraft, denn ich finde, der Kampf lohnt sich!

Alles Gute!

Sonnenschein schrieb am 13. Juli 2012 um 21:29 Uhr:

Unser Termin beim Einzelrichter ist durch und er hat ein begleitets Besuchsrecht ausgesprochen. Nun sind meine Kinder für ein weiteres Jahr geschützt und dann geht es wieder von vorne los.
Ganz schlimm finde ich dass wir wieder warten müssen bis meine Kinder die angemessene Therapie bekommen, da die Stelle Gutachten sollte erstelle, Auftrag des Einzelrichters, und solange nicht geklärt ist, wie. Müssen meine Kinde warten bis sie Hilfe bekommen.
Überall hat man mir gesagt so kleine Kinder würden alles vergessen!!! Nein, sie vergessen nicht!!! Und fast jeden Abend weint meine Tochter und kann nicht einschlafen, da ihr alles wieder hochkommt. Mein Sohn macht regelmässig bei Treffen mit dem Kindsvater in die Hosen oder wenn ihm alles hoch kommt. Und sie müssen warten bis die Fachleute gnädigerweise Zeit für sie haben.
Das verstehe ich einfach nicht und will es auch so nicht akzeptieren

nora schrieb am 10. Juli 2012 um 23:58 Uhr:

hallo zusammen,

ich bin 19 jahre alt werde dieses jahr 20 und weiß, das ich mich durch den missbrauch meines leiblichen vaters an mir nicht unterkriegen lassen möchte. das ich leben möchte und leben werde, weil ich kämpfe! ich möchte nich zu denjenigen gehören die alles auf ihre vergangenheit schieben, wenn man am boden liegt. so hart es klingt. ich habe keine therapie gemacht, aber ich habe vor. ich finde es schön das es solche seiten gibt, weil es hilft zu sehen das man nicht alleine dasteht. was ich erlebt habe möchte ich euch gerne erzählen, aber vorher möchte ich eines los werden. ich liebe das leben zu sehr und man hat nur ein leben und eine gegenwart und eine zukunft die man mit einem starken willen sich so gestalten kann das es einem gut geht. trotz der vergangenheit die man erlebt hat, wenn man sich den dingen stellt und nicht davonläuft, sie sich selbt gegenüber eingesteht!
ich habe eine vergangenheit die mir nur zu bewusst ist, sich nicht ändern lässt und ich muss mit dem erlebten leben. doch ich kann versuchen nach und nach mit ihr ins reine zu kommen, nach und nach lernen sie zu akzeptiren und daraus für meine zukunft zu lernen. ich habe mir ziele bis zu meinem 20. geburstag gestezt. und eines dieser besagten ziele ist sich mit dem sexuellen missbrauch auseinander zu setzten. auch wenn mir bewusst ist, das die zeit relativ ist. meine vergangenheit werde ich hinter mir lassen, mit dem bewusstsein das sie das aus mir gemacht was ich jetzt hier und heute bin, eine stärkere person. es unrealistisch und mich würde ich belügen wenn ich sagen würde es gibt keine dunkle stunde mehr deswegen, aber dann heißt es wieder aufzustehen mit gott an meiner seite und den glauben an mich selbst! mein glaube, hat mir sehr viel kraft gegeben in dieser zeit und auch noch heute. aber, das heißt nicht das ich keine weltoffene, tolerante junge frau bin, im gegenteil auch keine engstirnige. ich schreibe ihnen das nur alles um mich besser vérstehn können, weil ich entscheidungen getroffen habe die eigentlich wahnsinn sind und doch ich würde es wieder so machen. so wiedersprüchlich das auch für sie später klingen wird.
neija aber jetzt zum sexuellen missbracuh selber. ich wurde seid der 7.klasse von meinem eigenen leiblichen vater bis zu meinem 18.lebensjahr sexuell missbraucht. ich machte zu der zeit eine ausbildung zur verkäuferin bei einem großen lebensmitteldiscounter, als ich in meinem ersten lehrjahr dachte ich bin schwanger von meinem eigenen vater ich war damals 15. es war der zeitpunkt an dem alles berg ab ging und ich keine kraft mehr hatte um mein 3. lehrjahr zu kämpfen. dazu kam noch die indirkten seitenhiebe einer vorgestetzten und ein verkehrsunfall dazu, zu diesem zeitpunkt war mir alles zu viel und doch habe ich relativfrüh alleine einen schwangerschaftstest gemacht um klarheit zu bekommen um mir gedanken um meine nächsten schritte machen zu können. mir war aber eines ganz klar, ich wollte dieses kind wenn ich wirklich schwanger gewesen wäre, hätte ich es bekommen, dann hätte ich wieder aufstehen müssen dür das lebewesen in meinem bauch und mich selbst kämpfen müssen, alleine. ich habe das alles bis heute mit mir selbst ausgemacht es weiß auch niemand über den sexuellen missbrauch an mir bescheid. meine mutter mit der ich eigentlich ein gutes verhältnis habe , habe ich es gesagt doch sie will es bis heute nicht wahrhaben. ich hätte meinen vater ´nicht angezeigt und würde es auch jetzt nicht tun da mein bruder noch minderjährig ist und er es nicht verkraften würde aus diesem dorf weggehen zu müssen oder sich die demütigungen aus dem mund anderer anhören müsste., alleine wegen meinem bruder. mein vater hat sich nicht an ihm vergangen und mein bruder weiß auch nichts von dem sexellen missbrauch meines vaters an mir. er hat mich bis ich 18 war missbraucht, dann habe ich einen schlussstrich gezogen. mir eine goldene kreuzkette gekauft , als symbol für einen neuanfang und mir geschworen das ich mich nie wieder sexuell missbrauchen lasse und ich habe es bis heute geschafft, obwohl ich noch immer unter einem dach mit ihm lebe. neija, das war ein kleiner teil von einer langen, langen vergangenheit ein kurzer einblick in meine seele. aber im grunde möchte ich jedem MUT machen, das er sich gegen den sexuellen missbrauch wären kann!das wir eine GEGENWART und eine ZUKUNFT haben die jedes OPFER selbst SCHÖN GESTALTEN kann mit einem STRAKEN WILLEM!!!!!

liebe grüße

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