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Das Missbrauch-Opfer.Info Team

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Kelly schrieb am 9. Juli 2012 um 12:29 Uhr:

Ich kenne sehr viele Opfer von sexuellem Missbrauch, die sich mir anvertraut haben. Die Berichte dieser Opfer nehme ich ernst. Ich bemerke mit Verwunderung, dass diese Seite zum Teil überhaupt nicht mit deren Berichten übereinstimmt. Es tut mir leid, das zu sagen, aber die Rubrik "Täter / Täterinnen" und deren Klassifizierung der verschiedenen Täter kommt mir bspw. wie ein Krimi vor. Es scheint als wäre sehr vieles wage hineininterpretiert. Die Rubrik "Betroffen?" deutet viele Symptome um. Dort wird z.B. genannt "durch den rücksichtslosen Manager, der sich seine (entgangene) "Liebe" durch Geld und Macht holt." Und auch andere Dinge, von denen man aus der wissenschaftlichen Forchung weiß, dass deren Hauptursache Kindsvernachlässigung ist. Diese werden mit der angeblichen Hauptursache "sexueller Missbrauch" in Verbindung gebracht. In Wirklichkeit sind es in den allermeisten Fällen Menschen, die in ihrer Kindheit zu wenig Fürsorge ihrer Eltern bekommen haben. Wenn es dann auch noch unter "Wir sollten aufmerksam werden, wenn:" heißt "Erwachsene große Teile ihrer Freizeit mit Kindern verbringen.", spätestens dann kann man sagen, werden Dinge durcheinandergebracht. Durch letzteres werden zudem Menschen stigmatisiert, die Kinder von Herzen gern haben. Dadurch kommt es zu dem, was wir draußen in der Öffentlichkeit beobachten können: Kinder begegnen tagtäglich dem Gegenteil, nämlich der Kinderfeindlichkeit. Es tut mir leid, aber das halte ich für eine überarbeitungsbedürftige Berichterstattung.

Mit freundlichen Grüßen,

Kelly

Wir berichten aus eigener Erfahrung und/oder verweisen auf den Quellennachweis.

Das Missbrauch-Opfer.Info Team

Isabo Tönjes schrieb am 9. Juli 2012 um 11:52 Uhr:

Hallo , ich war im Mai schon mal hier .
Die Verurteilung des Täters ist jetzt seit 1 Woche vorbei , ich bin maßlos endtäuscht über unser Deutsches Rechtssystem...
Der Täter bekam 2 Jahre auf Bewährung für 8 Jahre sex. Mißbrauch, mir fehlen die Worte...
Zwar darf er sich 5 Jahre nichts zu Schulden kommen lassen , sonst droht ihm Gefängnis...aber er ist ein freier Mann !?
Für meine Tochter und uns ist das ein Schlag ins Gesicht , nichts hat sich geändert....
Mittlerweile sind wir alle in Behandlung .
In den Herbstferien fahre ich mit meinen Töchtern in eine spezielle Mutter-Kind-Kur für sex. Mißbrauch .
Ich gebe nicht auf , ich habe eine Pedition beim Deutschen Bundestag beantragt, um härtere Strafen für sex. Straftäter zu Fordern .
Noch ein Tip , man kann sich auch an "Wildwasser" wenden , da bin ich auch , es hilft mir sehr .
Ich wünsche Euch viel viel viel Kraft , und gebt nicht auf !!!! Lieben Gruß Isabo

Jane schrieb am 7. Juli 2012 um 19:28 Uhr:

Hallo, dieses Wort kann ich schreiben, müßte ich es sagen würden kein Wort herauskommen. Habe zum zweiten Mal eine Traumatherapie angefangen. Das erste Mal mit 33 Jahren und das zweite jetzt mit über 50zig nach einer Krebsoperation. Plötzlich war einfach alles wieder da. Ich habe sehr starke Probleme beim "Vertrauen", ich möchte aber weiterleben. Ja und nicht nur überleben. Ich wünsche allen Kraft und Mut!! Auch die längste Nacht hat irgendwann einen Morgen. Dies ist zur Zeit mein tägliches Überlebensprinzip. Auch wenn ich zur Zeit unendlichen Schmerz spüre ist nichts größer als der Wunsch das es gute Wegbegleiter für uns alle gibt! Geb acht auf EUch.
Lb. Grüße Jane

Lea schrieb am 6. Juli 2012 um 07:19 Uhr:

Ich bin auch selber missbrauchs opfer mehrfach Traumatisiert und sex. missbraucht worden... ich bin durch zufall von einer Freundin auf die Seite gekommen und finde sie sehr hilfreich.... ich selber befinde mich derzeitig seit knapp vier Jahren in Traumatherapie und habe das Gefühl das es mir schon was bringt vor allem einfach mal darüber reden und verstehen lernen warum ich so denke oder fühle..... oder warum ich so einen Hass auf mich selber habe.... vielen dank für die Informationen....
lg lea

Sabine schrieb am 28. Juni 2012 um 16:26 Uhr:

Man muss das Schweigen brechen, um die Angst zu besiegen.

sylvia kohl schrieb am 23. Juni 2012 um 13:08 Uhr:

Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, dass sich die Beratungsstellen auf dieser Hompepage vorstellen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es den Betroffen schwer fällt, auf Beratungsstellen zu zugehen. Ich glaube, es stärkt das Gefühl, etwas sagen zu müssen, wenn man von den Beratungsstellen selbst "angesprochen" wird. Ich behaupte mal, dass das ein Zeichen ist, wenn sich solche Stellen auf dieser Plattform vorstellen, nicht allein zu sein. Ich würde es sehr begrüßen, eine Zusammenarbeit mit dieser Plattform zu erstellen. Kann es aber verstehen, wenn es aus organisatorischen Gründen nicht machbar ist.

Ich wünsche allen von ganz viel Kraft.
Herzliche Grüße
Sylvia

Christine Hahn schrieb am 22. Juni 2012 um 19:08 Uhr:

Was habe ich meinen Stiefvater dafür gehasst das er auf mich stand,
auf ein kleines Kind mit 7 Jahren.
Habe eine Borderline Erkrankung Super!!!. Probleme mit Eifersucht Hass auf Männer...kennen bestimmt viele
Es ist nicht immer schön nicht stabil zu sein.
Meine Kinder wachsen bei Pflegeeltern auf und nicht bei mir
Und ich liebe das LEBEN trotz aller Niederlagen Höhen und Tiefen...

Franzi schrieb am 19. Juni 2012 um 01:27 Uhr:

Ich stelle mich und meine "Geschichte" mal vor.
Mein Name ist Franzi ich bin 17 Jahre alt und wurde, ich weiß es nicht genau, seid ich 9/10 Jahre alt bin von meinem LEIBLICHEN Vater sexuell Missbraucht.
Ich kann nicht genau sagen wann, da ich VIELES einfach verdrängt und vergessen habe.
Ich kann nicht genau sagen, wie es wann wo angefangen hat.
Ich habe nur paar kurze Filmchen in meinem Kopf.
Und der erste Film fängt damit an, dass wir beide auf dem Sofa lagen um einen Film zuschauen. Ich weiß nicht wie alt ich da war.
Auf jeden Fall faste er mich erst am Bauch an, danach meine Oberschenkel und dann streichelte er meine Vagina.
Ich war so jung ich wusste nicht was geschieht.
Er zog kurz darauf meine Hose ein Stück runter.
Ich lag mit dem Rücken zu ihm.
Dann dringte er in mir ein, wo ich dann gezuckt habe (ich weiß nicht genau warum) meinte er :" Mach dir keine Sorgen. Das machen alle Papa's mit ihren Mädchen. Ich zeige dir nur wie sehr ich dich lieb habe !"
Und ich dachte wirklich es ist NORMAL. Ich dachte wirklich es sei das Normalste von der Welt, was mein Vater mit mir anstellte.
Ich dachte wirklich das es ALLE Papa's machen.
Er wollte dann immer mehr und immer mehr.
Es wurde mit den Jahren dann auch immer SEXUELLER ich weiß nicht wie ich das erklären soll.
Er wollte verschiedene Stellungen. Ein bisschen hier von, ein bisschen davon...
Wenn ich INTENSIV darüber nachdenke was er mir eigentlich angetan hat, dann wird mir erst bewusst in welchem Maße.
Bei mir war es immer so, dass ich während den "Übergriffen" mein Leben auf Pause gestellt habe, ich weiß nicht wie ich das erklären kann. Im nächsten Moment war für mich wieder alles in Ordnung, es war so als hätte es für mich diesen einen Augenblick nicht gegeben. Dadurch habe ich vieles verdrängt und vergessen. Ich habe mir bei NIEMANDEN etwas anmerken lassen. Bei anderen war ich die Lebenslustige !!! Ich war voller Lebensenergie. Meine Klassenkameraden nannten mich immer den Sonnenschein, weil ich wirklich immer nur am Lächeln war. Immer gute Laune hatte. Aber diese Gute Laune ging nur bis zu dem Augenblick wo ich dann fast zuhause war. Und wusste mein Vater ist wieder betrunken. Wenn ich irgendeinen "Mistgebaut" habe in SEINEN Augen dann bestrafte er mich mit einem sogenannten "Arsch-Voll". Diesen führte er dann mit seinem Penis aus.
Ich habe mich dieses Jahr im März getraut ENDLICH den Schritt zu gehen und ihn anzuzeigen, für das was er mir die letzten 7/8 Jahre angetan hat.
Als meine Mutter davon erfuhr war er noch auf freiem Fuß, ist dann 4 Tage lang vor der Polzei geflüchtet.
Bis er dann in eine Falle getappt ist und geschnappt wurde.
Ich war im ersten Moment sowas von schockiert darüber, dass ich echt Stunden lang nur geweint habe.
Ich hatte auch während er in der U-Haft war weiterhin Kontakt mit ihm.
Bis zu dem Tag wo der Gerichtstermin immer näher rückte und ich zu meiner Anwältin musste und dort seine Aussage gelesen habe.
Ich war soo schockiert. Laut seinen Aussagen war es eine Eheliche-Beziehung. Er sprach davon das er mir lediglich nur Liebe, Wärme und Zärtlichkeiten schenken wollte.
Dann kam der erste Verhandlungstag 11.6.12 und er hat sein GESTÄNDNIS abgelegt, was mir ersparte eine Aussage zumachen.
Ich war den Tag einfach nur soo wütend auf ihn, ja ich glaube sogar ich habe ihn etwas gehasst. Ich habe kein bisschen geweint. Selbst der Richter hat sich gewundert wie Stark ich doch sei.Dann kam der 13.6 die Urteilsverkündung... 5 JAHRE KNAST !!!!!!
Nur 5 Jahre für all das was er mir angetan hat.
Jetzt haben die Anwälte, seiner und meine, angeordnet das ich KEINEN Kontakt mehr zu ihm haben darf.
Aber ich will doch wissen wie es im geht und und und
Ich weiß dieses Gedanke ist falsch !!! Aber er ist nun einmal mein Vater !!!! Im Moment spielen meine Gefühle einfach nur Achterbahn !!! Ich mag einfach nicht mehr !!! Erst der ganze Druch wegen der Polizei und blaaa und jetzt muss ICH lernen damit klar zukommen, dass ICH meinen EIGENEN Vater in den Knast gebracht habe. :'(


Sonnenschein schrieb am 30. Mai 2012 um 22:44 Uhr:

ich habe mich vor längerer Zeit hier gemeldet und in Kürze geht das ganze bei uns vor den Einzelrichter. Da mein Sohn und meine Tochter, nicht bei den "richtigen Stellen/Personen" ausgesagt haben, sondern es mir und meiner Mutter erzählt haben, wird es vorläufig auch keine Verurteilung gegen den Kindsvater geben. Ich hoffe und bete dass die Anwältin der Kinder alles so macht, wie sie mir gesagt hat und wenn nicht, werde ich keine Ruhe geben, bis meine Kinder geschützt sind und sowas nie wieder erleben müssen. Nie, nie wieder. Auch wenn es das Letze ist, was ich tun kann.
Ich erlebe immer wieder das einem nicht geglaubt wird, bin ja "nur" die Mutter und mir wird unterstellt, ich würde es wegen dem Geld machen oder einfach so :-( Dabei geht es um meine Kinder und um deren Recht, gesund und geschützt aufwachsen zu dürfen.

Ich kann mir nur anschliessen und würde es begrüssen wenn ein Bericht über diese Seite erscheinen würde, auch hier bei uns in der Schweiz. Aufrütteln und informieren, dass es so oft geschieht und leider viel zu viele die Augen davor verschliessen, weil es einfacher ist.
Ich habe diese Schritte des Anzeigens, Strafverfahren noch nie bereut und würde es wieder so machen, auch mit dem Wissen, dass es so unglaublich schwierig ist und so viel Kraft braucht.

Ich schrieb am 29. Mai 2012 um 23:46 Uhr:

Ich verstehe nicht warum hier so viele berichten, das ihnen oft niemand richtig glaubt. Das sie kämpfen müssen, vor Gericht, bei der Polizei und Gott weiß noch wo.

Das kann es doch nicht sein, was haben wir denn hier für einen Rechtsstaat hier in Deutschland.

Kann man denn diese Seite hier nicht mehr in die Öffentlichkeit bringen ( Zeitungen, Fernsehen etc).

Ich finde das ist eine ganz tolle Seite hier, die viele dazu bringt über das Erlebte zu sprechen.

Da kann es doch nicht sein, das in Deutschland immer noch so mit Betroffenen umgegangen wird.

Ich wünsche mir, das in Deutschland mehr über die Opfer berichtet wird und das Opfer es leichter haben damit ihnen geglaubt wird.

Es wäre toll wenn über diese Seite " Missbrauchsopferinfo "im Fernsehen berichtet werden würde und das dann damit auch ein Stein ins rollen gebracht wird, damit sich endlich etwas ändert, denn auch ich bin betroffen

Licht des Herzens 36 Jahre schrieb am 29. Mai 2012 um 16:03 Uhr:

Bin grade in einer Reha und es wird sehr viel in mir aufgewühlt.habe das Gefühl der Boden unter meinen Füßen wird weggezogen.Weiß nicht was mit mir passiert.Bin sehr aufgewühlt, voller Hoffnung und dann wieder diese Melancholie.Es macht mich verrückt.Von Himmelhochjauchzend bis zutiefst betrübt.Alles ist dabei.Eine Gefühlsachterbahn.Zur zeit will ich nicht mehr da sein.Will mich verstecken, habe Angst vor dem was mich erwartet.Habe Angst nicht mehr funktionieren zu können.
Mit ca. 6-12 Jahren wurde ich von meinem ältesten Bruder (er ist 6 Jahre älter) missbraucht.Zuerst lockte er mich indem er ganz lieb war.Zeigte mir Pornobilder.Ich schämte mich.Er sagte dass sei ganz normal.Dann brachte er mir bei wie man sich küsst.Er küsste mich überall.Er leckte mich an meiner Vagina.Das war nur der Anfang.Bald musste ich ihm beim mastrubieren zuschauen.Dann musste ich ihn immer und wieder Oral befriedigen oder ihm mit der Hand eine "runterholen". Das reichte ihm aber schon bald nicht mehr. Er fing an mich "Anal" zu missbrauchen. Ich kann mich nicht erinnern dass er mich "vaginal"missbraucht hat. Jahrelang hat er das durchgezogen. Bald hatte mein 3 Jahre älterer Bruder und mein ein Jahr jüngerer Bruder davon Wind mitbekommen und erpressten mich und missbrauchten mich. Ich weiss nicht genau wie es aufgehört hat aber irgendwann war es zu ende. Mit 16 Jahren habe ich einen Selbstmordversuch mit Tabletten unternommen.Es hat "leider" nicht geklappt. Niemand hat mich gefragt warum ich es unternommen habe.Das ist doch nicht normal.Was sind das für Ärzte gewesen? 1998 bin ich von zu Hause abgehauen, weil mich meine Brüder auch noch brutalst zusammengeschlagen haben. Als ich wegging habe ich ein Brief an meine Mutter da gelassen mit allen Details bzgl. des Missbrauchs. Niemand hat mir geglaubt. Sie verleugnen es bis heute noch.Ich bin inzwischen 36 Jahre alt.Meinem Mann, denn ich über alles liebe, kann ich das niemals erzählen.Ich habe Angst vor der Zeit nach der Reha.Habe Angst arbeiten zu gehen. Habe Angst weiter zu leben. Habe Angst mich weiter mit diesem Thema zu beschäftigen. Es schnürrt sich alles zusammen in mir. HIIIIILLLLFFFFFEEEE. Habe das Gefühl das mir niemand und nichts helfen kann. Für mich ist jeder Tag ein Ausnahmezustand. Ich fühle mich einfach nur hilflos.Der Therapeut hier sagt ich hätte ein posttraumatisches irgendwas.Ich will nicht wissen wie es heißt sondern wie ich geheilt werden kann. Ich bin so hoffnungslos.Was ist nur bloß los?.Danke Euch für Eure Beiträge. Danke dass ich hier so problemlos schreiben durfte.

Isabo schrieb am 24. Mai 2012 um 11:07 Uhr:

Hallo , durch Zufall bin ich auf diese Seite aufmerksam geworden .Ich habe geweint , als ich Eure Berichte gelesen habe....Mein Noch-Mann hat meine Tochter aus 1.Ehe 8 Jahre lang sex. Mißbraucht , als ich Schwanger war mit meiner 2.Tochter , war meine 1. Tochter 5 Jahre alt als es anfing .Lange Zeit hatte sie keine Erinnerungen , mit 11 wurde sie immer agressiver ihm gegenüber,d. Hausärztin meinte es wäre die Pupertät ?!Mittlerweile war die Ehe zerrüttet ,u. ich plante heimlich den Auszug mit d. Kids.Einen Tag nach d. Umzug outete sich meine Tochter , danach erlitt sie einen Nervenzusammenbruch....am nächsten Tag bin ich mit meiner Freundin u. meinem guten Freund zur Polizei und habe eine Strafanzeige gestellt , meine Tochter wollte das nicht - zu groß war ihre Scham....danach ging es erst richtig los....überall mußte ich mich erklären , bei den Ämtern usw. , das war /ist die Hölle !!!!Ich habe meine Tochter mit ihrem Einverständnis im letzten Jahr in eine Kinder-und Jugendpychatrie einweisen lassen , wegen Selbstmordversuchen , ich konnte nicht auf sie aufpassen...ich hatte große Angst um sie , nach 5 Monaten kam sie wieder nach hause...es schien ihr gut zu gehen , sie "spielte ihre Rolle gut : " Mir geht es gut",aber ihre Verletztungen wurde immer schlimmer , Narben an ihren Armen , Alpträume , ab 23.00 Schlaflos ,mittlerweile eine schwere Neurodermatitis ( Kopfhaut ),alles war wieder da....nach langem hin und her habe ich mit ihrem leibl. Vater besprochen das sie am 1.8. zu ihm ins Ammerland zieht .Meine Tochter ist froh über diese Entscheidung , ich bin sehr traurig..ich habe nicht auf sie aufgepaßt..was ich mir nie verzeihen kann...weil ich nicht richtig hingeschaut habe was mit ihr los ist...aber ich weiß auch das sie nicht das 1.Kind war was von ihm Mißbraucht wurde , nur haben die Mütter keine Anzeige gemacht und mir nichts gesagt . Ganz schlimm ist das ...es war ein harter Leidensweg bis hierher , am Anfang habe ich auch versucht mir das Leben zu nehmen und einfach zuviel Insulin gespritz..mein Freund hat gut auf mich aufgepaßt ( Gott sei Dank !!!).aber es wird noch härter, ich habe auch Angst , Anfang Juli beginnt der Prozess , an 2Tagen , meine Tochter muß Gott sei Dank nicht mehr aussagen , da Täter alles zu gegeben hat-endlich ! Es kam heraus das er als kleiner Junge mehrmals vergewaltigt wurde , aber ehrlich : das ist mir Scheißegal !!!!! Schließlich ist er Erwachsenen und weiß genau was er da angerichtet hat,er hat die Kinderseele von meiner Tochter zerstört und unser Leben in einem Scherbenhaufen hinterlassen!!!!!!Meine Tochter beginnt bei ihrem Vater eine Traumaterapie um die grausamen Ereignisse zu Heilen , ich wünsche es mir sehr für sie ...nächsten Monat ist meine Scheidung ,ich werde meinen Mädchennamen wieder annehmen und meine 2.Tochter bekommt ihn auch. Wir haben gute Chancen das der Täter für mehrere Jahre ins Gefängnis geht , dann entziehe ich ihm das Sorgerecht von meiner 2. Tochter.
Übrigens ist das Jugendamt nicht sone dolle Hilfe , sie stehen zwar voll hinter mir aber meine 2.Tochter sieht ihren Vater / Täter 1x im Monat unter Begleitperson vom Jugendamt , weil es ja (?)ihr Vater ist und ich müßte das Trennen können...?! Kann / will ich nicht !!!!
Ich kann nur allen sagen , egal wie hart der Weg ist / noch sein wird ihr Mütter müßt die Täter IMMER anzeigen , egal ob es eurer Mann oder Bruder ist !! Ihr müßt eure Kinder beschützen und euch nicht hinter eurer Angst verstecken !!!!!!!!!! Ich bin entsetzt das hier in den Berichten die "Mütter" nicht zu ihren Kindern stehen , Leute das ist echt Pfui und ekelhaft ! gruß Isabo

Sad-Clown schrieb am 10. Mai 2012 um 01:23 Uhr:

Ich dachte lange Zeit, dass alles normal ist ... ich eine normale Entwicklung duchlebte mit den üblichen Problemen die da so auftauchten. Es war mir unmöglich zu erklären warum in der Schule Probleme auftreten, Beziehungen einfach nicht möglich waren und sind, echte Freunde immer weniger wurden oder die Ursachen für körperliche Beschwerden einfach nicht herausgefunden werden.

Doch irgendwann ... in einer unmöglichen Situation wird man plötzlich mit seinen lange verdrängten Erinnerungen konfrontiert und alles um einen herum zerbricht. Auf ein mal ist die ganze Erinnerung wieder da. Die ganzen Bilder die ich unmöglich in Worte fassen kann die Gefühle, die in mir kochen. Jedoch kann ich die Erinnerungen nicht teilen denn dann bekomme ich nur falsches Mitleid von Menschen die sich nicht im entferntesten vorstellen können was in mir abgeht. Ich wünsche mir in den Arm genommen zu werden, scheue aber dann die körperliche Nähe. Ich wünsche mir, mich anderen Menschen anzuvertrauen aber dazu fehlt mir das Vertrauen ... das wurde in meiner Kindheit zerstört. Tief in mir bin ich ein wimmerndes, weinendes häufchen Elend das um Hilfe schreit aber nach aussen der selbstbewusste Kämpfer der von mir erwartet wird. Die Fassade um mich herum ist nur so massiv weil ich niemanden an mich heran lasse. Es ist mein sehnlichster Wunsch, dass jemand kommt und diese Mauer um mich herum einreißt, habe aber Angst meinen Retter mit der Flut meiner Gefühle zu ertränken.

Ich bin jetzt ein 43 jahre alter Mann. In meiner frühen Kindheit bis ins Teenageralter (ca. 10-12 Jahre lang) wurde ich von meinem Vater Missbraucht. Seit rund 20 jahren bin ich auf der Suche nach Hilfe. Selbst wenn ich diese noch nicht gefunden habe, kann ich doch jedem Betroffenen nur raten nie aufzugeben.

Es scheint meine Aufgabe zu sein die Hand zu finden die mir gereicht wird um mich aus dem Sumpf meiner Gefühle zu ziehen ... irgenwann ... irgendwo ...

Angela schrieb am 24. April 2012 um 20:14 Uhr:

Auch ich bin eine Überlebende.Zwischen meinen 13 und 16 Lebensjahr wurde ich von meinen Onkel missbraucht.Ich bekam keine Hilfe aus der Familie,es wurde geschwiegen bis jetzt.Das ist jetzt 30 Jahre her.In einer Tagesklinik wurde eine posttraumatische Belastungsstörung,Panikattacken,Depression vor einen Jahr festgestellt.Befinde mich auch noch in Therapie.Voriges Jahr habe ich eine Anzeige gegen meinen Onkel gemacht,dies wurde aber eingestellt,da es verjährt ist.Dies gleicht einen Freispruch für den Täter,aber Lebenslang für die Opfer.Habe heute an den Beauftragten des Bundesministerium- sexuelle Missbrauch an Kindern- geschrieben.Es darf keine Verjährung gegen sexuellen Missbrauch geben. Aufklärung befürworte ich auch.Doch der sexuelle Missbrauch findet meistens in der Familie statt und die Familie macht diese Kinder "mundtot".Also öffnen sich viele Kinder erst im Erwachsenenalter und da tritt die Verjährung in Kraft. Ich bin jetzt 47 Jahre und die Zeit heilt solche Wunden nicht,man geht immer mit einer Maske durchs Leben.Da ich so nicht mehr leben möchte,habe ich mich heute auch an eine Tageszeitung gewandt.Ich gehe jetzt den Schritt an die Öffentlichkeit.Habe aber auch große Angst vor meinen Onkel

Yvonne schrieb am 15. April 2012 um 03:18 Uhr:

hallo zusammen,bin selbst Opfer sexueller übergriffe im Kindesalter gewesen. ich muss es zehn Jahre verdrängt haben. ich bin jetzt 40 und mein peiniger schon seit 20 Jahren tot. ich habe mit 20eine therapie gemacht,nachdem ich den Täter angezeigt hatte . gestern habe ich erfahren dass ein bekannter der mittlerweile 54 Jahre ist , im alter von 10 sexuell missbraucht worden ist und nur weil er damals keinem etwas erzählt hatte,hatte der selbe Täter die ruhe anschliessend seinen eigenen Sohn zu missbrauchen der mittlerweile auch 30Jahre ist. um Gottes Willen,überwindet eure Scham und euren schmerz und zeigt eure Täter an!!!!!!!!!! wenn ihr es nicht tut werden andere Opfer weiterhin unter solchen Schweinen leiden,in aller Ruhe .

Jeanette schrieb am 9. April 2012 um 12:59 Uhr:

Bin als Kind(vom 3-11 Lebensjahr)von meinem Stiefvater missbraucht worden!Meine Erzeugerin(Mutter kann man so jemanden nicht nennen)hat oft in ihrem Suff vom Türrahmen aus zu geschaut!!!Hätte damals echt Hilfe gebraucht,aber nichts!!!
Als ich mich nach Jahren des Missbrauchs endlich traute mir Hilfe zu suchen(vorher hatte ich zu viel Angst & Schamgefühl)!Ich hab mich ans Jugendamt gewendet & mit meiner Oma zusammen Anzeige erstattet!Resultat:Ich mußte die ganze Sch.... der Polizei & dem Jugendamt noch mal erzählen!Das Jugendamt war der Meinung das das nur "Kindliche Phantasien" seien & aus "Mangel an Beweisen" wurde das Verfahren gegen meinen Stiefvater eingestellt!Er ist immer noch mit meiner Erzeugerin zusammen & hat bis heute keine Bestrafung bekommen!!!(vielleicht hat Gott ihn ja bestraft!Hab gehört das er einen schweren Schlaganfall hatte!Und er tut mir nicht mal leid)Er hat alles von anfang an geleugnet!!!Und ich muß mit damit Leben,was passiert ist & das niemand mir geholfen hat!Die Therapie hat mir nur gezeigt ,wie ich damit umgehn kann,macht aber alles nicht ungeschehen!!!
Mein Stiefvater hat mir meine Kindheit geraubt & meine kleine Kinderseele zerstört!!!!Hoffe für alles Kids der Welt das ihnen so etwas NIEMALS passiert!

Mia schrieb am 28. März 2012 um 14:47 Uhr:

Bin durch ein Familienschicksal auf diese Seite aufmerksam geworden und wirklich schockiert. Mein Vater hat seit längerem ein Alkoholproblem und ich komme einfach nicht an ihn heran. Irgendwie habe ich es mir immer als "nicht so schlimm" eingeredet. Nun kam der Anruf von meiner völlig aufgelösten Mutter: Papa liegt im Krankenhaus. Er hatte Vorhofflimmern in Verbindung mit Herzrhytmusstörungen. Die Ärzin fragte ihn während des Gespräches (ich war anwesend) ob er sich schon einmal über einen Entzug Gedanken gemacht hätte. Ich leugnete, Probleme zu haben und so ließ sie die Sache auf sich beruhen. Ich habe nicht verstanden, warum er überhaupt trinkt. Bis heute. Meine Tante (seine Schwester) erzählte mir, dass sie als Kind von ihrem Vater missbraucht wurde. Genauso wie mein Vater. Und meine Großmutter teilweise dabei anwesend war. Meine Tante hat sich professionelle Hilfe geholt aber mein Vater blieb mit all seinen Erinnerungen alleine und suchte Trost im Alkohol. Er spricht mit niemandem darüber. Auch nicht mit meiner Mutter. Ich denke sie weiss es nicht einmal. Er ist ein toller Vater mir gegenüber und ein wunderbarer Großvater aber ich mache mir so große Sorgen um ihn.

Daniela schrieb am 21. März 2012 um 15:28 Uhr:

Ich bin geschockt und sprachlos zugleich. meine mutter hat mir erzählt, dass sie als kind missbraucht worden ist und es ihr jetzt nach 58 jahren wieder eingefallen ist. es war ein nachbar. sie war ca. 4 jahre. wie lange das ganze ging, weiß sie (noch) nicht. sie fängt erst seit gestern an, erinnerung daran zu bekommen. ich finde es so schrecklich. ich weiß gar nicht was ich dazu sagen. sie damals auch nichts meinem opa oder meiner oma erzählt. so wie das leider bei kindern gerne ist und in den 50er jahren, war so was ja noch weniger bekannt als heute. mir tut meine mutter so leid.......

Tom schrieb am 15. März 2012 um 16:28 Uhr:

Meine Frau outete sich vor 3 Monaten bei mir , dies nach 26 Jahren zusammensein und davon 21 Jahre glücklich verheiratet. Sie erzählte mir dass ihr Vater sie mit 5 Jahren das erste Mal gezwungen hat ihn mit dem Mund zu befriedigen , dies geschah dann quasi jeden 2.Tag und dann fing er an als sie 6 war auch Geschlechtsverkehr mit ihr zu haben , vaginal und anal !! Dies zog sich hin bis sie ca 12 Jahre alt war und dann erst so richtig begriff dass da irgendetwas gar nicht mehr stimmte und er das nie hätte tun dürfen worauf sie ihm dann auch sagte sie würde ihn im Schlaf umbringen wenn er sie noch einmal anfassen würde. Ihe Mutter wusste alles , da sie sich sogar teilweise mit im selben Raum aufgehalten hat als die Vergewaltigungen geschahen. Für mich als ihr Ehemann bricht seitdem eine Welt zusammen als wäre alles gestern mit ihr passiert und ich komme damit gar nicht klar , ich schlafe nicht mehr , würde sie am liebsten dauernd festhalten und habe unendliches Mitleid und Trauer über das was ihr passiert ist. Ich habe meinerseits den Kontakt direkt zu ihren Eltern abgebrochen und sie sagt sie würde mir vertrauen und diesen Weg mit mir gehen obwohl sie nie Hassgefühle gegen ihren Vater entwickelt hätte. Da wäre ienfach gar nichts für ihn. Leere ja aber kein hass ! Ich verstehe gar nichts mehr , ich würde ihn am liebsten.... aber alles ist nun ca 35 Jahre her und ändern kann es niemand mehr. Sie hatte das Leid und die Schmerzen , aber ich leide jetzt psychisch genauso mit ihr und weiss nicht wo ich anfangen soll. Ich liebe sie doch so und nie hatten wir in all den Ehejahren grössere Probleme. Wir haben auch 2 Kinder , welche beide heute über 18 sind. Ich bin so tief erschüttert was diese Monster von Eltern alles kaputtgemacht haben....

Sandra G. schrieb am 14. März 2012 um 11:39 Uhr:

Ich wurde von sehr klein an ( weiss nicht mehr ab welchem alter da ich sehr klein war), bis 15 jahre alt von meinem Vater missbraucht, vergewaltigt und geschlagen. Meine mutter ist alkoholikerin und hat dagegen nichts unternommen obwohl ich es ihr immer wieder gesagt habe.

Als ich in der 3. klasse war, hat ein Lehrer bemerkt das was nicht stimmt und anzeige erstattet. Bei der Polizei habe ich alles erzählt. Die Polizistin hat mich aber wieder nach hause zu meinem Vater gebracht anstatt ins heim. der grund war, mich ins heim zu bringen ist sache der vormundschaftsbehörde.

mein vater wurde eine woche später in untersuchunshaft genommen und war geständig. die Behörden haben mich dennoch in der elterlichen obhut gelassen!!!! mein vater machte einfach weiter. er setzte mich so unter druck das ich meine belastenden aussagen wiederrief.

drotz meines wiederrufes wurde mein vater zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Ich wurde aber immernoch nicht von zu hause weg gebracht und meine mutter blieb mit uns kindern bei ihrem mann. mein vater missbauchte und vergewaltigte mich weiter, trotz bewährung und trotz das die behörden davon wusten.

als ich 15 war konnte ich nicht mehr, ich lief von zu hause weg. dann kahm ich endlich in ein heim. meine geschwister mussten aber zuhause bleiben. nach 2 jahren musste auch ich wieder zurück. nach der ausbildung zog ich mit 19 jahren sofort aus, ich hatte zwar kein geld und musste mich verschulden, aber ich dachte, lieber schulden als noch länger zu hause bleiben zu müssen. aus finanzieller not begann ich mich dan zu prostituieren. ich hatte keine grenzen mehr und spührte mich selber kaum noch. aber es war mir egal. alles war besser als zu hause bei dem monster leben zu müssen.

bald lernte ich meinen heutigen mann kennen. ich hörte mit der prostitution auf und versuchte so gut es ging normal zu leben.mit 21 jahre wurde ich mutter. mein mann merkte aber bald das mit mir was nicht stimmte. ich war sehr komisch, behütete und bewachte unsere kleine regelrecht. nach einiger zeit konnte ich mich ihm anvertrauen. geschockt machte er mir mut darüber zu reden und hilfe zu holen. dies tat ich dann auch und zeigte meinen vater endlich an.

letzten sommer wurde er für die straftaten welcher er nach dem prozess 1997 machte zu 5 1/2 jahre haft verurteilt. meine mutter ist immernoch bei ihm. meine geschwister sind mitlerweile auch erwachsen und leben selbständig. ich konnte ein neues leben beginnen und mache eine therapie.

mein vater ist immernoch auf freiem fuss da er berufung eingelegt hat, damit wird er aber wohl nicht durchkommen. wenn diese vorbei ist, überlege ich mit meiner anwältin zusammen was ich gegen die behörden tun kann, denn diese hätten mir einige Jahre hölle ersparen können!!

ich will jedem mut machen zu reden und zu kämpfen, auch wenn es aussichtslos ist. die täter dürfen nicht ungestraft davon kommen!

Sonnenschein schrieb am 27. Februar 2012 um 22:23 Uhr:

Hallo Zusammen, ich bin per Zufall auf diese Seite gestossen. Ich bin selber nicht betroffen, dafür meine Kinder:-( Mein Sohn erzählte mir letztes Jahr davon und ich habe reagiert. Anzeige, Täter aus der Wohnung raus ectr.
Das Schlimmste am ganzen ist aber, dass ich das Gefühl habe, es werde weder meinen Kindern noch mir geglaubt. Die Kinder seien zu klein oder ich hätte persönliche Differenzen mit dem Täter, sind Antworten die ich jedes mal höre.
Auch für eine Therapie für meine Kinder muss ich erkämpfen.
Wiso will niemand auf meine Kinder hören??? Wiso habe ich das Gefühl, es will jeder wissen was ist und wenn es um's helfen geht, stecken alle den Kopf in den Sand.
Ich wünsche mir nur, das meine Kinder eine Chance auf ein gutes Leben haben und nicht noch regelmässig den Täter sehen müssen.
Ist das so schwer zu verstehen? Ich hoffe es hat noch andere betroffene Eltern, da ich bis jetzt auch noch keine Hilfe für mich gefunden habe.

Andy schrieb am 26. Februar 2012 um 23:53 Uhr:

All das hier macht mich sprachlos. Bin auch von 5 bis 13 Missbraucht worden. Bisher hab ich noch keine Therapie gemacht und hatte auch nicht das Gefühl das die Notwendigkeit besteht. Vom 18. L.j. an hab ich angefangen darüber zu reden, das und meine Berufswahl haben mir geholfen zu einem Punkt zu kommen an dem ich keine Scham mehr empfinde und auch keine Schuld. Ich rede offen und beantworte Fragen, weil ich ja weiss wie viele Opfer da draussen sind ohne das sie für irgendjemand zu erkennen sind. Die meisten Leute glauben man müsste irgendwie einen Tick haben ,oder so. Und trotzdem etwas bleibt immer. Im Rahmen einer anderen Therapie muss ich mich jetzt doch wieder intensiver mit meinem Erlebten beschäftigen. Mal sehen wohin mich diese Reise noch führt. Danke dafür das ihr hier Raum bietet über das Erlebte zu Reden,es ist so wichtig und heilsam.

Bianca schrieb am 20. Februar 2012 um 22:14 Uhr:

Hallo, ich habe mich schon mal hier eingetragen als es mir sehr schlecht ging. Ich wollte nur noch sagen das ich es verdammt traurig finde, das man als "Opfer" ganz alleine da steht. Ich habe in all den Jahren doch das ein oder andere mal um Hilfe gebeten, aber nie bekommen. Die Leute denen ich mal davon erzählt habe haben mir in den Hintern getreten, und ende letzten Jahres habe ich mich verzweifelt auf die Suche nach einer SelbsthilfeGruppe gemacht, habe zig Stellen angerufen und auch da hat mir keiner helfen können, man hat mich zum Teil gar nicht erst zurück gerufen habe auf viele AB s gesprochen und gewartet. Es ist eigentlich das schlimmste zu sehen wie mit so einer Sache in der Gesellschaft umgegangen wird. Da sollte mehr Hilfe angeboten werden!!! Für die Zeit danach.

Brigitte schrieb am 20. Februar 2012 um 19:43 Uhr:

Für Gat:
ich kann Dir nur einen Tipp geben: Sei ehrlich zu ihr und erzähle, dass Du auch Schlimmes erlebt hast und frag sie ob sie die Kraft hat zuzuhören.
Sag wenn es Dir zu viel ist. Auch einen Partner ohne Deinen Hintergrund kann es mal zuviel werden.
Wenn Sie spürt, dass es Dir mies geht, wenn sie mit Dir über ihre Vergangenheit redet, dann könnte sie das falsch interpretieren. Zumindest gehts mir so. Für mich ist es sehr schlimm zu sehen, wenn mein Mann leidet, nur weil bei mir wiedermal ein Flashback kommt. dann ist es für mich wichtig, dass er ehrlich ist zu mir. Nur so kann ich ihm vertrauen und unsere gemeinsamen Gespräche bringen etwas. Ich wünsche Euch alles Gute!

Yvi schrieb am 13. Februar 2012 um 22:58 Uhr:

Hallo!
Ich bin zum ersten mal auf dieser Seite und erhoffe mir etwas Hilfe. Ich selber bin nicht betroffen. Doch meine Muttter. Sie wurde als Kind von ihrem Bruder über viele Jahre missbraucht. Sie schlief mit ihm in einem Zimmer und ihr Eltern wollen von all dem nichts mitbekommen haben. Und als sie viele Jahre später es ihrer Mutter sagte ging diese

Jenni schrieb am 13. Februar 2012 um 13:53 Uhr:

Wow, ich besuche das erste Mal so eine Seite und das Gefühl zu verstehen und wahrscheinlich verstanden zu werden ist toll. Ich bin als Kleinkind missbraucht wurden und bin heute 25 Jahre alt.

Lange wusste ich es nicht, bis es wieder hoch kam. Das Schlimmste für mich war nicht zu wissen wer es war. Heute weiß ich dass es ein enger Freund der Familie war und ich bete dass nur er es war und niemand anders es wusste. Naja auf Verständnis stößt man nicht gerade.

Mit 17 habe ich es meiner Mutter erzählt (das was ich wusste und nur das Nötigste). Damals versuchte e, mir wieder näher zu kommen. Ich hatte gedacht meine Eltern hassen ihn dafür und brechen direkt den Kontakt ab und kümmern sich um mich. Naja meine Mutter musste mit ihrem eigenen Schock klarkommen und mein Vater traf sich tatsächlich noch mit ihm.

Gott sei Dank komme ich ganz gut damit klar (davon gehe ich zumindest aus), wobei ich mich auch nur an Weniges erinnern kann. Alpträume, Misstrauen, manchmal etwas Angst, Zimmer abschließen oder Flash-backs bei Berührungen kommen vor aber ich denke mir ging es schlechter wenn ich es aufarbeiten würde. So kann ich gut damit Leben und bin glücklich, studiere, habe tolle Freunde und einen Freund. Auch meine Eltern sind so wie sie sind und auch sie haben damals nur das getan was sie für richtig hielten. Naja um das sagen zu können war ich 4 Jahre in Therapie ;)
(wegen anderer Dinge).
Ich weiß nicht was ich den anderen mitteilen kann aber Danke dass ich eure Beiträge lesen durfte, das hat mir sehr geholfen. Außerdem danke für diese Seite, ich denke sie ist für viele der erste wichtige Schritt und allein die Tatsache sich einmal mitteilen zu können ist toll!

Melody schrieb am 12. Februar 2012 um 18:59 Uhr:

Hallo,

mein Alptraum fing mit 3 Jahren an, nach dem Tod meines Vaters. Da meine Mutter arbeiten mußte, gab sie mich zu Pflegeeltern. Dort machte ich ziemlich schnell Bekanntschaft mit der äußerst schmerzhaften, demütigten und brutalen Art und Weise meines Pflegevaters. Sobald meine Pflegemutter aus dem Haus war, kam er zu mir und nahm sich von mir, wovon er der Auffassung war, dass es ihm gehöre. Wenn er fertig war, ließ er mich mit den Worten zurück: "Halt bloß deinen Mund, sonst sorge ich dafür, dass du deine Mama nie wieder siehst, weil ich sie zu deinem Papa in den Himmel bringe!" Natürlich eingeschüchtert hielt ich meinen Mund und ertrug diesen Horror knapp 2 Jahre. Meiner Pflegemutter ging es irgendwann auf die Nerven, dass ich jede Nacht wieder ins Bett machte und brachte mich irgendwann zu meiner Oma. Doch die hatte nicht viel für mich übrig und veranlasste, dass ich zu einer anderen Pflegefamilie kam, die zu allem Überfluß nicht nur in selben Ort, sondern auch in der selben Straße wohnte.

Mein Ex-Pflegevater bekam mich zwar nicht mehr in die Finger, aber in ständig zu sehn, war schlimm genug. Und ich erzählte nie irgendwem etwas von dem was einst geschah. Und dann wurde ich 6 Jahre. Knapp vier Wochen später, es war an einem Freitag, wartete ich wie jeden Freitag darauf, dass mich meine Mutter abholen kommt. Aber sie kam nicht und würde auch nie wieder kommen. Mein Halbbruder und ich fanden sie tot in unserer Wohnung. Sie hatte sich umgebracht. Glaubt es oder glaubt es nicht, mein erster Gedanke war: Ich bin Schuld daran! Dabei habe ich och niemandem etwas gesagt. Wieso hat er das getan???
Meine Oma teilte mir dann auf ihre ganz besonders charmante Art mit, dass meine Mutter sich selbst dazu entschieden hat, ihr Leben zu beenden und ich wenn ich heulen will, dies gefälligst in meinem Zimmer tun solle oder eben bei meinen "Ersatzeltern".

Weshalb ich das alles erzähle? Weil keiner wußte, dass meine Ersatzeltern der berühmte Weg vom Regen in die Traufe war. Er vergriff sich zwar nicht sexuell an mir, aber er war schwerer Alki und immer, wenn er nach der Arbeit besoffen heim kam, durfte ich den Hintern dafür hinhalten. Irgendwann, ich war inzwischen 9 Jahre, wunderte sich eine Lehrerin über mein Outfit. Es war Hochsommer und ich lief mit einem Rollkragenpullover herum und das verwirrte sie ein wenig. Und noch mehr verwirrte sie, als ich mich weigerte diesen auszuziehen. Sie nahm mich aus der Klasse und redete im Flur auf mich ein, bis ich sie schließlich meinen Pulli anheben ließ. Ohne weitere Worte ließ sie ihn wieder herunter und schickte mich zurück in die Klasse. Danach waren es nur noch wenige Tage bis mich das Jugendamt da heraus holte.

Hätte ich aber gewußt, wo sie mich im Anschluß hinbringen würde, hätte ich lieber für den Rest meines Lebens bei dem Alki verbracht und weiterhin Rollis getragen. Denn ich kam zurück zu den ersten Pflegeeltern!!!

Das Martyrium begann erneut mit meinem 10. Geburtstag und zog sich bis ich 15 war. Die Hölle ist ein Paradies gegen mein Leben zu dieser Zeit.

Heute bin ich fast 43 Jahre alt. Erreicht habe ich in meinem Leben nichts, außer dass ich überlebt habe, was durch die Tatsache getrübt wird, dass 2009 eine unheilbare Gefäßerkrankung im Gehirn festgestellt wurde. Was soviel heißt, dass niemand genau sagen kann, wann mich trotz der einen oder anderen Bypass-OP der entgültige "Schlag" trifft.

Zudem ging gerade vor wenigen Tagen meine Beziehung in die Brüche, weil es einfach nicht mehr möglich war mit mir zusammen zu leben.

Dennoch werde ich meine geplante Therapie versuchen unter allen Umständen durchzuziehen und zu hoffen, dass ich auch irgendwann sagen kann: Ja, ich lebe und nein, ich habe keine Schuld an dem Geschehenen und nein, dein Körper kann nichts dafür und ja, du darfst lieben und begehren. Und soooo vieles mehr.

Drückt mir die Daumen, dass mir mein Kopf die Zeit dafür läßt und dass ich genau wie ihr allen anderen, denen das Leben versaut wurde, ein Recht darauf haben GLÜCKLICH zu sein.

Ott Barbara schrieb am 9. Februar 2012 um 21:13 Uhr:

Ich wurde ab mein 10 lebensjahr bis ich 18 wahr in dieser wurde ich Schwanger ich habe meine Tocher weg geben mußen von meiner Mutter und von den meinen Bruder der den Missbrauch zeit Jahren gemacht hat bis heute seicht er keine reuhe !

Fee schrieb am 5. Februar 2012 um 20:27 Uhr:

Hallo ... ich bin traurig, weil mein Kind den Menschen ähnlich sieht, die mich mißbraucht haben, meinen Eltern. Das findet ich schrecklich.
Grade habe ich gegoogelt, "Mein Kind sieht meinem Vergewaltiger ähnlich." - also von Frauen, die ein Kind von so etwas bekommen. Es ist zweifellos schlimm, aber sie sind als erwachsene Frauen vergewaltigt worden. Ich war erst 7 ... Ich möchte etwas tun, daß ich dieses Kind lieben kann, aber es sieht besonders meiner Mutter immer ähnlicher. Es kann nichts dafür, ich weiß das. Trotzdem ist es schlimm.

nobody schrieb am 5. Februar 2012 um 14:46 Uhr:

das schlimmste an der ganzen Sache ist, dass es keiner wissen will.
Die Polizei wollte es nicht wissen, meine Familie wollte es nicht wissen, meine Freunde wollten es nicht wissen.

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