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Das Missbrauch-Opfer.Info Team

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lisa schrieb am 14. Februar 2011 um 16:40 Uhr:

ich bin nicht allein und doch allein. Ich habe festgestellt, dass ich eigentlich nie jemand wirklich an mich heranlasse. Die Fassade ist stark und gut gebaut.
Aber was ist mit mir, ich sitze hier drinnen und bin allein.

Das Reden ist so schwer, ich rede in Gedanken mit Menschen, kann alles klar und deutlich sagen und wenn ich dann da bin, bin ich stumm.
Wird es mal anders? Ich weiß es nicht.

anonym schrieb am 9. Februar 2011 um 17:07 Uhr:

Es sind die Gedanken die keiner versteht, aber jeder nachzuvollziehen meint. woher denn? liebes mitleid. danke schön. hilft mir nicht. von dir nicht. von dir auch nicht. von dir würde es. aber du gibst mir keines. du hats kein mitleid für mich übrig. für dich bin ich eine schlagzeile die es zufällig nicht in die zeitung geschaft hat.
zum glück war ich nicht auch noch in der bild zu sehen. da wird einem der letzte rest würde genommen. aber meine würde wurde mir schon genommen. die brauchte jemand anders. mir genommen und seine verwirkt. aber das interessiert niemaden.
ich möchte in den arm genommen werden. NEIN, lieber nicht. Ich möchte nähe und fürchte mich vor ihr. ich sehe einen ausweg, aber ich bin zu schwach ihn alleine zu gehen. und es ist niemand da der mich stützt. oder lasse ich mich nur nicht stützen? lieber diesen weg alleine entlang schleppen und kämpfen als sich dem falschen anzuvertrauen.

ich kann euch eines nur ganz dringend empfehlen: vertraut euch einem psychologen an.
ich kenne euch nicht. ihr versucht nicht krampfhaft an mich herran zu kommen und mir den kopf zu streicheln. aber ich bin euch auch nicht egal. ihr könnt es nachvollziehen. bitte vertraut euch auch einem psychologen an.
ich habe es endlich geschaft. ich kämpfe jetzt. aber ich hoffe bald können wir uns gemeinsam stützen.

Jenny schrieb am 8. Februar 2011 um 22:30 Uhr:

Die Seite hatte mir schon vor vielen Jahren gezeigt, dass ich nicht alleine bin ...und zum ersten mal nach einem Jahr bin ich wider auf der Seite, da sie mir immer wieder trost gibt an Tagen wie heute, an deinen ich wieder an das Erlebnis denken muss... der Scharm , die Wut auf die Person und die Erinnerung mit der ich seit 8 Jahren leben muss. Ich versuche meine Beziehung so gut wie möglich mit diesem Erlebnis zu leben, jedoch fällt es manchmal sehr schwer, und die alles kommt wieder hoch.

Danke für alles
liebe grüße Jenny

Nina schrieb am 7. Februar 2011 um 15:21 Uhr:

Hallo zusammen....
...und Dank für die vielen offenen Worte.


Lange Zeit habe auch ich verdrängt, dass ich im Alter von 6 bis 10 jahren von meinem Grossvater väterlicherseits missbraucht worden bin. Immer in den Sommerferien, wenn ich für 4 oder 6 Wochen nach Deutschland zu meinen Grosseltern gereist bin. Es kam schleichend und mein Grossvater meinte immer: "Sag dass niemandem, denn sonst komme ich ins Gefängnis...und das willst du doch nicht, oder?" Er erklärte mir sogar den Grund für seine Taten (meine Grossmutter hatte jeglichen sexuellen Kontakt abgebrochen un der als Mann brauche das halt einfach), welche mir heute bei Stichworten noch immer in den Ohren klingen.

Im Alter von 15 Jahren verfiel ich in eine Magersucht, ging in eine Klinik, wurde wieder rückfällig bis meine Eltern plötzlich zu neuen Mitteln griffen: Sie sagten, dass ich nach der Matura nicht reisen gehen dürfe mit solch geringem Gewicht. Ich begann aus Protest zu fressen wie blöd, nahm zu und zu- und konnte es nicht mehr bremsen. Somit viel ich genau ins Gegenteil ins Binge-Earing-Disorder. Es ist eine Art Konfrontationsphasegewesen für mich, denn in dieser Zeit habe ich mich dem Missbrauch gestellt. Ich habe meine Grossvater sogar angezeigt aber das Arschloch hat sich 3 Tage nachher umgebracht.

Und so hat er mich wieder allein gelassen mit den Problemen, die er verursacht hat. Auch heute kämpfe ich noch sehr. Oft fühle ich mich ungeliebt, überlege mich umzubringen und hasse mich selbst. Jeder Tag ist ein Kampf und jetzt im Alter von 19 Jahren verlässt mich langsam der Wille und die Kraft...oh Gott ich weiss nicht, ob ich das jemals schaffen werde.

Lieber Gruss
Nina

Tina schrieb am 6. Februar 2011 um 02:21 Uhr:

Hallo,

ich möchte mich für eure Seiten bedanken. Ich habe hier viele Antworten bekommen und Tost. Mein eigener "Werdegang" ist wie in eurer Einleitung beschrieben. Nach Jahren der Qual, Scham und Verleumdung habe ich endlich eine Therapie begonnen und kann endlich reden.
Erschreckend ist eigentlich auch was die Phyche für Abwehrmechanismen entwickelt um mit solchen Belastungen umzugehen. Meine bestand laut Wikipedia in der "Identifikation mit dem Aggressor", was Angehörige als Provokation meinerseits sahen. Nur das es die Auswirkungen von vorrausgegangem Missbrauch war das sah niemand. Grotesk?

Ich will endlich mein Leben zurück.

Ruth schrieb am 3. Februar 2011 um 18:09 Uhr:

Hallo,

die Zahlen, dass nur 10 % der Frauen Kinder missbrauchen ist lange ueberholt und falsch. Es gibt aktuelle Studien die gehen von 20 % und man glaubt die Dunkelziffer ist weit aus hoeher.
Den Opfern wird oft empfohlen, keine Anzeige zu erstatten um nicht noch mehr Leid ertragen zu muessen. Das ist fasch. Damit stehen die Opfer in einer Ecke in der sie sich schaemen und verstecken muessen. Anzeige und Verurteilung sind Schritte bei der Verabreitung und Bewaeltigung. Der Taeter muss verfolgt werden, schon alleine um andere vor weiteren Uebergriffen zu schuetzen.

Viel Kraft allen!

maja schrieb am 2. Februar 2011 um 04:51 Uhr:

Hallo,

ich bin über vierzig und bin seit einem halben jahr in einer selbsthilfegruppe (erwachsene kinder) und jetzt kommen körpererinnerungen an die misshandlung durch meine mutter als kleinstkind wieder hoch. flashbackartig. enorme, lebensbedrohliche angst. ich bin krank geschrieben, warte auf einen klinikplatz und bin so alleine, dass ich schreien möchte. kennt jemand andere frauen, denen ähnliches geschehen ist? ich habe das gefühl, dass ich platze, wenn ich nicht bald darüber mit anderen, die ähnliche erfahrungen gemacht haben, spreche. weiss jemand gruppen/frauencafés/anlaufstellen in berlin? ich wäre so dankbar darüber - im moment oszilliere ich zwischen verzweiflung und verzweifelter hoffnung.

danke!

Inge schrieb am 28. Januar 2011 um 01:55 Uhr:

Hallo mein Name ist Inge
Nun wie soll ich sagebn ich trente mich 2004 von meinen Mann weil es in unsere ehe nur noch streit gab und ich nicht mehr konnte . ich zog mit meinen töchter in meine geburtstadt zurück dann teile mir meine tochter 2006 mit das sie von ihren Leiblichen vater sexuel missbraucht wurde immer dann wenn ich auf arbeit war, nahm sie in den arm und sagt meine kleine warum hast du nie tewas gesagt , sie hat aber angst , wir zeigten ihn an und er wurde verurteilt doch meine tochter leidet immer noch darunter den sie wollte nicht zu einen Pysologen gehen ,ich sagte ihr süsse du muss dir helfen lassen sie wollte aber nicht hat ihre ausbildung im kopf damit ist sie fertig und hat mit einer 3 bestanden und ist nun beiköchin doch das erlebte kann sie nicht vergessen und braucht hilfe denn mit ihr wird es schlimmer sie weint und dann trinkt sie um zu vergessen
wer weiss in der nähe von duisburg eine gut traumerklinik

phönix schrieb am 17. Januar 2011 um 13:34 Uhr:

Hallo, danke für eure Arbeit. Diese Seite macht mir nochmal einiges über mich klar - ich wurde 8 Jahre von dem Ex-Freund meiner Mutter missbraucht, 8 gestohlene Jahre voller psychischer Brutalität (psychischer Druck bis hin zu Morddrohungen, wenn ich etwas sage, immer wieder fasste er mich an und musste ich ihn befriedigen). Deswegen war ich magersüchtig als Teenager, hatte Depressionen, die aber immer noch mal schwach hochkommen und habe mich selbst verletzt. Geholfen hat mir eine Therapie, angezeigt hab ich ihn nicht, aus Angst, was passiert, sollte er wieder aus dem Gefängnis kommen. Das ist etwas, was mir noch fehlt - wie gewinne ich da Sicherheit? Wer schützt mich, wenn er wieder raus kommt? Dieser Mann ist psychisch krank...

kopa schrieb am 13. Januar 2011 um 20:11 Uhr:

mit diesen Zeilen willis endlich beginnen loszuwerden....

pascal schrieb am 13. Januar 2011 um 00:44 Uhr:

Hallo zusammen -

vielen lieben Dank für diese Seite. Ich bin verunsichert nachdem ich hier viel gelesen habe. Genau genommen ist es aber umgekehrt: Ich habe hier viel gelesen *weil* ich schon verunsichert war...

Ich bin 36 Jahre alt. Seit zehn Jahren kämpfe ich (bewusst) mit unterschiedlichen Problemen (depressiv, zwischenmenschlich, Ängste, Leistungsdruck, Trauer ...). Und auch noch früher - in der Schuhlzeit - gab es solche. Gerade geht es mir gar nicht gut und ich musste von der Diagnosse "vermutlich Depression" erfahren.

Seit längerem habe ich das ungute Gefühl, dass etwas passiert sein könnte in meiner Kindheit. Ich habe keine konkrete Erinnerung an Missbrauch - aber an Augenblicke von Trauer, Einsamkeit und Verletztheit schon als Kind für die ich keine Erklährung habe. Aus der Liste der "Folgen" und "Spätfolgen" hier kann ich leider einiges "ankreuzen".

Seit einiger Zeit hat mich das Betrachten von Kinderbüchern mehr und mehr traurig gemacht. Ich sehe die kleinen Wesen darin in ihrer Verletzlichkeit und Schutzlosigkeit und habe Angst es könnte ihnen etwas zustossen und die "Erwachsenen" in diesen Büchern könnten sie nicht beschützen. Ich würde sie dann gerne selbst beschützen ... Vor ein paar Tagen habe ich das einem Therapeuten erzählt. In dem Moment ist etwas passiert in mir. Seit dem fühle ich grosse Trauer und Schmerz beim Betrachten der Bücher und weine bitterlich. Es ist als hätte ich etwas berüht, das ganz tief in mir steckt und endlich "gefühlt" werden möchte ... ich glaube ich sehe mich selbst in diesen Büchern ... Wer oder was hat mich verletzt? In den Büchern ist am Ende die Welt immer in Ordnung. Warum führchte ich mich trotzdem so um die kleinen Wesen?

In meinem Kopf drehen sich so viele Fragen. Wie findet man heraus ob man ein Opfer ist? Es scheint manchmal so unwirklich dass es sein könnte und ich habe ein schlechtes Gewissen es zu denken - aber alleine die Statistik sagt natürlich etwas anderes...

Ich fürchte mich davor ...

Alles Gute für Euch alle und noch einmal vielen Dank für diese umfangreiche Seite.

Viele Grüsse,

Pascal

Elke schrieb am 12. Januar 2011 um 20:30 Uhr:

Hallo ihr Lieben,
als Betroffene sexueller Gewalt im Kindesalter und nach nun fast beendeter Therapie möchte ich gerne wissen, was ihr euch unter einer guten Therapeutin vorstellt, welche Wünsche ihr an sie habt, wie sie mit euch umgehen soll etc. Aus möglichst vielen Ideen und Zuschriften würde ich dann gerne eine Liste erstellen und diese auf meiner HP veröffentlichen.

Ich höre von so vielen schlechten TherapeutInnen, vielleicht könnten wir da gemeinsam etwas bewegen?

Ihr könnt mir über das Kontaktformular auf meiner HP schreiben.

Herzliche Grü0e und immer wieder: Diese Seite ist eine tolle Seite,
Elke

Daniela schrieb am 11. Januar 2011 um 07:53 Uhr:

Eine wirklich gute und Informative Seite. Zusammen sind wir stark

Andy schrieb am 6. Januar 2011 um 21:21 Uhr:

ich wurd von meinem Schwager 6 Jahre missbraucht und nimand interessierts

igelchen2006 schrieb am 5. Januar 2011 um 14:10 Uhr:

Ich danke euch für diese Seite - für die Informationen, die ich hier erhalten konnte, für das Licht, das ein kleines Stück meines Weges erhellt, den ich noch zu gehen habe. Es liegt noch so viel vor mir, aber ich tröste mich mit dem Gedanken, dass es nicht annähernd so schlimm sein kann, wie das, was hinter mir liegt.

Rose93 schrieb am 31. Dezember 2010 um 01:53 Uhr:

Hallo
ich bin 17 Jahre alt und selbst Betroffene.
Ich wurde im Alter von 12-14 von meinem älteren Stiefbruder sexuell Missbraucht.Mittlerweile ist es mir eigentlich gut gelungen das ganze zu Verdrängen aber in den letzten Wochen kommen die Gefühle und Bilder immer öfter hoch.Ich traue mich nicht darüber zu reden weil ich Angst habe verspottet zu werden.Das ganze ist bei meinem Vater im Haus passiert ich habe den Kontakt zu dem Täter vor etwa 2 Jahren abgebrochen doch ein Heilig Abend diesen Jahres war ich wieder da und habe ihn wieder gesehen.Seit dem finde ich nachts wieder keine Ruhe.Ich weiß einfach nicht wie das jemals besser werden soll!
Tolle Seite,vielen Dank das ich mich mitteilen durfte!

Elisa schrieb am 25. Dezember 2010 um 06:50 Uhr:

Es ist Weihnachten - wer mag sich an solchen Tagen mit dieser Problematik Missbrauch und ihre Folgen auseinandersetzten ?

Auch an den Tagen wo Friede und Freude in den Familien herrschen sollte, wird es viele neue Opfer geben , die ihr Leben lang leiden werden. Achtung -Seid Wachsam !!!

Genießt diese schönen Tage zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel, widmet euch und euren Familien viel Zeit, Zeit zum Leben und zum Reden - das schafft Vertrauen und gegenseitige Achtung.
Allen Lesern und Machern dieser Seiten angenehme stressfreie Stunden zwischen den Tagen...

Elisa schrieb am 21. Dezember 2010 um 04:08 Uhr:

...wieder eine Nacht in der ich nicht zur Ruhe komme,wie schon so oft in den vergangenen Jahrzehnten. Jetzt, nach über 50 Jahren weiß ich nun wenigstens, woher diese nächtlichen Attacken kommen...
Die Geschichten , die Bilder , die Abläufe , die schmerzhaften Erinnerungen ähneln sich. Das ewige Leiden , die massiven Schuld- , Scham- und Ekelgefühle , die panischen Ängste , die Wut und die Enttäuschung sind immer noch da, manchmal etwas blasser, aber niemals weg...
Ich habe gerade erst einen Anfang gewagt und mußte plötzlich feststellen, das alles noch viel schlimmer war, als ich bisher annahm. "Wachgerüttelt" durch Situationen in der Verwandschaft habe ich mich immer öfter mit meinem eigenem missbrauchten Leben auseinandergesetzt. Leute, die es wußten, haben weggeschaut oder haben uns der Lügen bezüchtigt, sogar meine, unsere eigene Mutter...W a r u m ...???
Diese Frage wird uns nie oder nur selten beantwortet. Wir, die geschändeten Opfer werden in unserer Gesellschaft zu Tätern abgestempelt, müssen uns rechtfertigen für das, was Andere uns angetan haben...
Bis ins hohe Alter verfolgen uns diese traumatischen Erlebnisse, über Generationen totgeschwiegen - W a r u m ...???
Wir, die Betroffenen sind, müssen aufwachen und aufstehen und uns endlich wehren !!!
Wir, die Sensibel und Hellhörig für erste Anzeichen gemacht worden sind, müssen Alarm schlagen.
Macht endlich eure Augen , Ohren und auch den Mund auf, wenn Babys, Kleinkinder, Kinder, Jugendliche, Mädchen oder Jungen, Frauen oder Männer, Mütter oder Väter durch Missbrauch in Gefahr geraten. Meistens findet er in der Familie, der Verwandschaft oder beim Nachbarn statt. Für unsere eigenen Familien , Kinder, Enkel und Urenkel ist es ein wichtiger notwendiger Schritt in ein glücklicheres Leben. Dafür allein lohnt sich der Kampf mit der Vergangenheit und die Auseinandersetzung mit den zu tiefst verletzten Gefühlen .
Ich habe diese Seiten heute zum ersten mal gelesen und Danke all jenen, die mir, die uns das Lesen hier ermöglicht haben .
Für den Rest des alten Jahres wünsche ich allen noch viele besinnliche Stunden.
Für des neue Jahr allen Betroffenen viel Kraft und Mut zur eigenen Aufarbeitung und dem Forum immer wohlgesonne Leser und Nutzer.
Danke für diesen anonymen Ort

michaela schrieb am 20. Dezember 2010 um 17:53 Uhr:

Hallo,

es ist erschreckend wieviele im Kindesalter mißbraucht wurden. Auch mir ist das passiert, seitens meiner Mutter im zarten Alter von 3 Jahren an mit körperlicher Gewalt, Schläge mit allem was sie in die Finger bekam und dann mein Vater der mich sexuell mißbraucht hat und das über Jahre hinweg. Ich bin mittlerweile 37 Jahre alt, frage mich aber immer wieder warum musste mir das alles passieren? Meine Kinder kommen jetzt langsam in das Alter wo ich damals mißbraucht wurde, und bekomme nun laufemd diese Panikattacken. Ich kann keinem wirklich vertrauen, selbst vor meinem Mann versuche ich dieses Thema zu verdrängen. Meine Mutter hab ich vor nicht allzulanger Zeit das alles an den Kopf geworfen und was war ihr Kommentar? "Du musst das doch alles mal veergessen, es sind doch nun schon 20 Jahre her". Aber vergessen kann man das wirklich nicht.
Ich hoffe nur das den Tätern endlich mal das Handwerk gelegt wird und die für immer weggesperrt werden.

Nordseeengel schrieb am 18. Dezember 2010 um 22:46 Uhr:

Hallo,
Ich wollte nicht ohne einen lieben Gruß gehen.
Ich wünsche Euch Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Lg Nordseeengel

diane schrieb am 17. Dezember 2010 um 16:36 Uhr:

Es ist doch vollkommen ok zu weinen. Ein Kind, daß sich beim Fallen verletzt hat weint doch auch. Und Ein Kind, daß von einem Menschen, daß es liebt über soviele Jahre verletzt wird, kann doch mit dem weinen nicht so schnell aufhören, es braucht seine Zeit. Es ist so wichtig daüber zu reden. Ich hatte auch aufgehört zu weinen, doch diese Gefühle verselbstständigen sich irgendwann. Raus muß das alles irgendwie, bei mir hat das ganze dazu geführt, daß ich nirgendwo mehr in der Lage war zu sagen, wie ich mich fühle oder was ich überhaupt noch fühle. Nach aussen immer die Starke, aber es ist schwer, sowas auf ewig aufrechtzuhalten. Geweint habe ich nur wenn ich alleine war und in diesen Momenten konnte ich nicht mehr aufhören,weil sich zuviel angestaut hatte. Das ging soweit, daß wenn es zu schlimm wurde ich angefangen habe mich selbst zu verletzten. Damit dieser innere Schmerz endlich aufhört! Das was ich mir da zugefügt hatte, hat auf jeden Fall dazu geführt, daß ich erstmal wieder abgelenkt war. Heute bin ich fast 42 Jahre alt und mir ist klar, daß wenn ich schon viel früher über alles geredet hätte und auch die dafür nötige Hilfe gehabt hätte, wäre mein Leben sicherlich anders verlaufen. Das macht mich auch traurig, doch ich bin so froh, daß ich mit dem reden angefangen habe, denn nur so kann sich was ändern und dafür ist es nie zu spät!!! Ich hatte mir auch soviele Fragen gestellt, die mich im Laufe der Jahre zermürbt haben. Dementsprechend hat es auch gedauert, bis ich auf diese Fragen auch die Antworten hatte. Das Wissen, daß mir in der Therapie vermittelt wurde, ist der Punkt gewesen, um all diese Dinge zu verstehen. Warum Menschen sowas tun, wie unser Gehirn diese Dinge verarbeitet. Es hat mir geholfen, zu verstehen warum ich mich nicht gewehrt habe, warum ich nicht weggelaufen bin und warum ich trotzdem diesen Menschen als Kind geliebt habe und gleichzeitig Angst vor Ihm hatte. Dieses Wissen hat mir geholfen diese maßlose Wut, die ich auf ihn hatte( die sich wiederrum weiterentwickelt und sich auf die Menschen überträgt, die einem zu Nahe kommen) wieder loszuwerden. Denn durch all dieses Wissen, habe ich nach und nach verstanden "warum".

Fangt an zu reden!!! Und mit Hilfe eines Therapeuten kann man die Vergangenheit bewältigen!!!

sandra schrieb am 17. Dezember 2010 um 15:09 Uhr:

ich bin seit meinem 5 lebensjahr von meinem vater missbraucht worden, ich bin jetzt 26jahre alt, und ich hab immer noch alpträume , ich komme einfach nicht damit klar, weil ich mich auch immer frage warum grade ich, mein vater ist zwar jetzt gestorben aber es geht mir immer noch nicht besser.ich kann auch schlecht mit jemanden darüber reden weil ich dann immer gleich wieder anfagen muß zu weinen. ich glaube ich werde nie darüber weg kommen.

diane schrieb am 8. Dezember 2010 um 20:04 Uhr:

Ich denke, daß dieses Thema alle Betroffenen bis zum Schluß begleiten wird, da sich der Mißbrauch nicht ungeschehen machen lässt. Allerdings habe ich während meiner Therapie gelernt, wie man damit umgehen kann! Ich vergleiche es mittlerweile mit Diabetis, auch hier muß man bis an sein Lebensende auf gewisse Lebensumstände und auf sich selber acht geben, aber wenn man es Gewissenhaft tut, kann man mit einer hohen Lebensqualität leben. Es ist nicht sehr einfach dort hinzukommen, daß weis ich selber, aber es ist möglich! Ganz dort angelangt bin ich auch noch nicht, aber auf dem besten Wege. Es ist ein sehr anstrengender und schmerzvoller Weg, aber er lohnt sich. Es wird immer wieder mal Tiefphasen im Leben geben, aber man kann halt lernen, damit anders umzugehen um nicht immer wieder in diese Extreme zu verfallen. Ich habe festgestellt, daß das allerwichtigste ist damit anzufangen, zu sagen wie man sich fühlt. Ob Wut, Traurigkeit, Enttäuschung all diese Sachen müssen raus. Reden halt, nicht mehr den Mund halten, aus Angst davor was dann passieren könnte. Ok, ich weis, es hört sich alles so leicht an! Mir hatte das auch alles wahnsinnig Angst gemacht, aber heute weis ich, daß es funktioniert. Und ich wollte unbedingt was ändern, ich wollte mich ändern, denn so konnte das alles nicht weitergehen. Ausschlaggebend war der Mann, den ich über alles Liebe. Meine Größte Angst war ihn zu verlieren. Viereinhalb Monate, nachdem ich die Therapie begonnen habe, hat er sich von mir getrennt.Es gab Zeiten, da habe ich immer gedacht, daß dieser ganze Scheiß meinLeben kaputt macht. Immer wenn mir jemand näher kam gab es so viele Ängste und alles ist irgendwie schiefgelaufen. Mein Opa hat mir das Leben zerstört.Durch den Mißbrauch habe ich, wie heist das so schön "Posttraumatische Belastungsreaktionen". Aber irgendwann habe ich begriffen, daß mit mir was nicht stimmt.Ungeschehen machen,kann ich diese Sache nicht, also muß es doch eine andere Lösung geben.Nur ich kann daran was Ändern. Wie ich schon sagte: ähnlich wie bei der Zuckerkrankheit, die Diagnose lässt sich nicht rückgängig machen, aber man kann damit wunderbar leben, wenn man sich richtig ernährt! Ich würde mir sehr wünschen,daß alle, die Betroffen sind daran glauben würden. Denn die Vorstellungskraft, der Glaube daran und die Willenskraft ermöglichen einiges um nach vorne zu kommen und nicht mehr in der Vergangenheit verweilen zu müssen. Auch wenn man mal wieder einen Schritt zurückfällt, wichtig ist zu schauen, wieviele Schritte man schon nach vorn gegangen ist!!!! Ich wünsche allen auf dieser Seite und auch denen da draußen den Mut, den ersten Schritt und auch die folgenden zu gehen.

Ein (ehemaliger) Junge schrieb am 4. Dezember 2010 um 23:54 Uhr:

Danke, dass Ihr auch betroffene Jungen berücksichtigt. Es ist nicht schön, zu den vergessenen zu gehören.
Wenn ich die älteren Beiträge hier lese, sehe ich, ich hatte glück. Bei mir warens nur einige wenige übergriffe durch den Vater in meiner Kindheit. Trozdem suche ich nach meiner dritten Therapie beim zweiten Psychologen nun eine Selbsthilfegruppe. Ich frage mich ob es Hoffnung auf einen endgültigen abschluss überhaupt gibt. Oder wird mich dieses Thema bis zum Schluss begleiten?

sabrina schrieb am 30. November 2010 um 07:45 Uhr:

halli hallo
Es macht mich sauer zu sehen das Missbrauch immer noch ein Tabuthema ist .
Genaunso macht es mich sauer die bestrafungen für die täter
ich selbst würde über 2 jahre lang vom eigenen bruder Missbraucht.Meine große halbschwester von meinem Vater .
Mein vater vekam 3 1/2 jahre gefängnis.mein bruder dagegen musste mir lächerliche 300 euro schmerzengeld zahlen.
ich frage mich was muss wirklich passieren damit die täter richtig bestrafwerden
ich habe schon die hoffnung der richter in diesem thema aufgegeben
warum so eine lasche bestrafung
doch ich will nicht mehr lange schweigen
endlich mal dieses thema aussprechen
wie sich die opfer fühlen
denn es gibt so viele missbrauch fälle doch !
ich selber komme noch nicht amit klar was passiert ist
denn mein bruder war immer ein vorbild docjh jetzt hat er mein leben für immer niedergemacht
ich war vor ca 2 jahren in deiner klinik doch da wollte ich noch keine hilfe dachte ich komme selber damit klar
bist man dann diese hoffnung mir kaputt gemacht hat ich lag überströmt im badezimmer auf dcem fußboden als meine schwester mit noch rechtzeitig fand
ich bin ihr verdammt dankbar denn ich habe gemerkt wie wertvoll dieses lebenm ist auch wenn man so eine vergangenheit hat .
ich kann nur denn jenigen sagen die immer noch schweigen macht den mund auf
ihr dürft nicht schweigen
mit vielen lieben grüßen
Sabrina
denn

Christoph Hoeldke schrieb am 23. November 2010 um 09:44 Uhr:

Hallo,

ich bin 24 Jahre alt und ich wurde mit 13 Missbraucht ich habe es jahrelang für mich berhalten und mir fällt es immer noch schwer darüber zu reden ich schäme mich dafür gebe mir die schuld an dem ganzen und würde am liebsten alles vergessen.

also ich habe es schon früher versucht einen Psychologen aufzusuchen mich hat dann doch der mut verlassen.

Ps: es tut gut darüber zu schreiben danke dafür das es sowas gibt hier.

Gruß
Christoph

Alex schrieb am 21. November 2010 um 13:35 Uhr:

Hallo! Habe vor einigen monaten hier einen kleinen teil meines lebens nieder geschrieben! Mitlerweile habe ich eine Therapie begonnen und habe schon 5 Gesprächstermine hinter mir.Ich muss sagen das ich sehr froh bin ,das ich diesen Schritt gegangen bin. Die Therapie hilft mir wirklich sehr. Es ist einfacher zu verstehen warum man in verschiedenen Situationen ganz anders reagiert als erwartet. Und wie man diesen ständigen selbstfragen ,ob man selbst eine Schuld an den ereignissen in der Kindheit hatte entgegentreten kann. Kein kleines Kind kann die verantwortung für das eigene handeln oder das handeln älterer mitmenschen übernehmen oder einschätzen ob etwas richtig oder falsch ist! Dies sollte man sich egal ob als opfer oder nicht opfer immer vor augen halten. Und ich denke immer daran JEDER TAG IST EIN NEUER TAG!!!!!!!!!!

sabine schrieb am 18. November 2010 um 16:31 Uhr:

Ich lese seit Juli diese Einträge und bin geschockt wieviele betroffen sind.Ich wurde vom Vater mißbraucht und meine Mutter hat es gewußt und nicht verhindert. Statt dessen gab sie mir die Schuld und gab meinem Bruder damit den Freibrief mich auch zu mißbrauchen. Dieser Mißbrauch dauerte von 4Jahren bis etwa 10 Jahren. ich weiß es nicht so genau. Habe nur einelne Trigger im Sommer gehabt. In denen sehe ich mich in diesem Alter. Da kam ich auf den Hinweis mich mit den inneren kleinen Kindern zu befassen. Mein Leben erschien mir wie ein Trümmerhaufen, das ist er auch. Doch sehe ich es als 40 jährige Manipulation an. Viele Jahre haben ich nicht gewußt warum es mir in vielen Situationen unmöglich ist zu reagieren. Jetzt weiß ich es und werde mit aller Kraft dieser ekligen Manipulation ein Ende bereiten. Ich will nun endlich ein Selbstbestimmtes Leben führen. ICH BIN KEIN OPFER MEHR!!! In einigen Bereichen ist es mir schon gut gelungen. Mein Mann und meine Kinder geben mir die Kraft. Diese Seite ist für mich ein wirklicher Anker. Ich wünsche allen gute Gedanken und Lösungen auf diesem langen Weg.

klaus dieter may schrieb am 15. November 2010 um 12:56 Uhr:

ich bin selber opfer und ich muß ein dasein leben was ,so was von unmenschlichkeit geprägt ist das ich lieber tod wäre denn die folgen von allem trage ich ganz alleine

Kati schrieb am 14. November 2010 um 13:52 Uhr:

Ich bin auch betroffen, ich habe es Jahre verdrängt. Ich bin auch erst vor kurzem 40 Jahre alt geworden. Der sexuelle Missbrauch ging mehrere Jahre, vom eigenen Vater. Ich hab mich erst vor kurzem geöffnet und bin jetzt in Therapie gegangen. Ich kann es noch immer nicht so richtig glauben, was im Moment in mir ab geht, ich hab so das Gefühl mein ganze Leben ist ein einziger Trümmerhaufen. Ich habe diese Seite zufällig entdeckt und habe mich richtig erschreckt, wie viele Gleichgesinnte es gibt, es macht einen aber auch stark und man sieht irgendwie das man nicht allein ist. Wenn ich die Einträge so lese, besteht mir wohl noch ein langer Weg bevor. Ich wünsche allen Betroffen ganz ganz viel Kraft.

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