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Das Missbrauch-Opfer.Info Team

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Nareen schrieb am 13. November 2010 um 04:00 Uhr:

Ich bin leider auch eine Betroffene...ich war 15 und nun werde ich bald 19. Verarbeite habe ich es noch nicht, aber meist geht es mir gut. Ich kann zwar kaum eine Nacht schlafen, aber wozu gibt es den Tag? Manchmal überfällt mich die Erinnerung und ich wünschte es wäre jemand für mich da, aber immer wieder merke ich, dass ich alleine bin =(

Respekt für eine solche Seite im Netz. Immerhin ein Ort an dem unsere Sorgen gesehen/gelesen/gehört und nicht totgeschwiegen werden.

Gerade ziemlich traurige Grüße
Nareen

Jonny schrieb am 8. November 2010 um 23:48 Uhr:

Wurde mit 16 mehrmals missbraucht heute binn ich 43 und habe es bis heute nicht verarbeitet suche nach hilfe

ronnele schrieb am 8. November 2010 um 13:03 Uhr:

hallo,klasse seite!auch mir ist massiever missbrauch (beginn zartes alter von 6 jahren bis zu meinem 9.lebensjahr)wiederfahren.der onkel wars.dann mit neun ins heim.mit 16 jahren dann auch noch vergewaltigt worden (eine woche gefangenschaft) mehrere täter! 2oo3 dann der große zusammenbruch durch ein anderes traumatisches ereigniss. habe jetzt 7 jahre gebraucht um alles zu verarbeiten aber mit meiner therapeutin habe ich (bin heute 52) soweit alles wieder in den griff bekommen.es war total hart und sehr sehr schmerzvoll.alles noch mal zu durchleben und sich an jede kleinigkeit zu erinnern.diese menschen die zu solchen taten fähig sind gehören für mich in eine große grube.nur bei wasser und brot. und keine sicherheitsverwahrung.dort geht es diesen menschen nämlich viel zu gut.analle menschen denen ähnliches wiederfahren ist mein aufrichtiges mitgefühl.und ich wünsche euch das ihr euer leben wieder in den griff bekommt!!!

Leonie schrieb am 27. Oktober 2010 um 14:32 Uhr:

Hallo zusammen, ja wie soll ich anfangen. Die woche hatte ich mich mit einer bekannten getroffen, sie hat ahlt erzählt das sie von Ihrem exfreund missbraucht worden ist. Ja dann wolllte ich ahlt von mir erzählen aber, habe es nicht über meine Lippen bekommen. Das ich als Kind über viele Jahre von meinem Stiefvater missbraucht worden bin. Bin dieses Jahr dreissig geworden und an dem Abend ist mir mal wieder bewusst geworden das ich mich vielleicht doch mit meiner vergangenheit auseinander setzen möchte dan wieder doch ganz schnell vergessen. Ja nicht einfach ja nein vielleicht aber es ist schon mal ein anfang passiert schauen nach seiten undbetroffenen wo man sich unterhalten kann. Sehr gute seite und informatiev

Gabi schrieb am 18. Oktober 2010 um 13:39 Uhr:

Hallo
Jetzt wird es langsam Zeit, das die MENSCHEN aufwachen und das Thema Mißbrauch in die Hand nehmen.
Ich bin auch eine betroffene. Ich wurde als Kind auch Mißbraucht. Irgendwie wurde das immer Todgeschwiegen und dann wurde gesagt man solle nach vorne Schauen und Vergessen was passiert war. Ich habs jahre lange versucht und es hat mich doch eingeholt. Man möchte es vergessen, aber es geht nicht. Da kommen Menschen die ähnlichkeit haben mit dem Täter, es sind Gerüche,Orte usw.
Ich möchte ein ganz normales Leben führen, stark sein, aber ich kann es nicht, weil meine Kindheit mich seelisch geprägt.
Ich würde so gern mal alles aufschreiben( vielleicht sogar ein Buch schreiben ) aber da fehlt mir einfach die Kraft dazu und die unterstützung.
Das schlimme ist immer bei einem Mißbrauch, keiner will was damit zutun haben und wir als Opfer werden nicht ernstgenommen.
liebe grüße Gabi


simone700 schrieb am 16. Oktober 2010 um 20:43 Uhr:

Hallo, ich finde es toll das es solche seiten gibt, wo Menschen wie wir mit unserem Problem nicht alleine da stehn.
Ich selbst wurde im Alter von 12 Jahren Sexuell Mißbraucht, und bin entsetzt über das Verhalten meiner Eltern. Es war kein Familienmitglied, aber ich erzählte meinen Eltern auch nichts von dem Mißbrauch, aber meine damahlige Freundin tat es. Meine Eltern glaubten mir nicht, gingen mit mir weder zur Polizei noch zum Arzt. Kein Interesse bestand, das Ihre einzige tochter Hilfe brauch. Was könnten die Leute sagen oder Denken, war wichtiger. Ich habe seit diesem Geschehniss nur zu Kämpfen. Mein Leben ist ein Scheiterhaufen, und man bekommt das leben nicht richtig Geregelt. Ich hoffe das es anderen besser geht, und Sie wieder zurück finden konnten ins Leben. Ich schaff es momentan immer noch nicht und werd 40 Jahre. Ich wünsch euch alles gute und bin Stolz auf diese Seite.

gunnar schrieb am 10. Oktober 2010 um 18:57 Uhr:

Hallo,
ich bin zwar kein Betroffener aber hatte hier und da natürlich auch Kontakt mit Betroffenen und diesem Thema b.z.w. erlebt wie es fast meiner kleinen Halbschwester durch ihren Vater passiert ist;konnte noch dazwischen gehen da ich 11 jahre älter bin.

Ich wünsche allen Betroffenen das sie in der Lage sind auch die schönen Dinge im Leben wahrzunehmen ,so schwer es scheint ihre schreklichen Erfahrungen in Aufrichtigkeit und Stärke zu wandeln und auch wieder ins Leben zu vertrauen.

Ich denke wir alle sollten auch immer aug und ohr offen halten bei Kindern von Nachbarn,Bekannten und Verwandten.

gruß gunnar

Ingrid schrieb am 9. Oktober 2010 um 15:51 Uhr:

Hallo, ich bin auch betroffen es ist zwar 30 Jahre her das ich regelmäßig von unseren Nachbarn missbraucht wurden bin aber es kommt immer wieder hoch, erst jetzt habe ich mir Hilfe geholt, denn selbst in meiner Ehe habe ich dadurch Schwierigkeiten mein Glück ist es das ich ein verständnisvollen Mann habe.
Es ist wahr Missbrauch ist lebenslänglich, mein Fehler war das ich mich damals, da war ich 9 Jahre alt, kein Anvertraut habe, unser Nachbar hat damit gedroht meinen Eltern und Geschwister was anzutun und heute hoffe ich das ich durch mein Schweigen kein anderes Mädchen in die selbe Lage gebracht habe.
Diese Nachbar lebt GOTT SEI DANK nicht mehr ich hoffe, wenn es Himmel und Hölle gibt, das er in der Hölle schmort.
Kennt Ihr die neue Serie Tatort Internet, es schrecklich, wenn man sieht das selbst Lehrer kein halt machen und ich finde diese Sendung sollte nicht nur die Fälle im Internet verfolgen auch was auf der Straßen, zu Hause usw. passiert müssen die Menschen wachgerüttelt werden und besser auf ihre Kinder achten.
LG Ingrid

leila schrieb am 5. Oktober 2010 um 07:27 Uhr:

hallo, auch ich bin eine betroffene und bin nachdem ich nicht mehr verdrängen und schweigen konnte, total abgerutscht. Bagatellisierung und Verharmlosung durch Ärzte waren die Tagesordnung...nach acht Jahren kommt langsam Ruhe in mein Leben. Der Schmerz ist dadurch noch viel tiefer....Dieser Text begleitet mich....tanze die 5 Rhythmen...bin an die Ostsee gezogen...ein paar Lichtblicke....
"Habe ich meinen Körper verloren, so habe ich mich selbst verloren.
Finde ich meinen Körper, so finde ich mich selbst.
Bewege ich mich, so lebe ich und bewege die Welt.
Ohne diesen Leib bin ich nicht, und als mein Leib bin ich.
Nur in der Bewegung aber erfahre ich mich als mein Leib,
erfährt sich mein Leib,
erfahre ich mich.
Mein Leib ist die Koinzidenz von Sein und Erkenntnis,
von Subjekt und Objekt.
Er ist der Ausgangspunkt und das Ende meiner Existenz."

susi, 20 jahre alt schrieb am 30. September 2010 um 18:50 Uhr:

ich habe sehr lange überlegt, ob ich in dieses gästebuch schreiben soll oder nicht, heute bin ich soweit, dass ich es kann. ich versuche die sache einmal kurz zusammen-zufassen. vielleicht könnt ihr mir sagen in wie weit es sich um sexuellen missbrauch handelt bzw. wie ich damit umgehn und fertig werden kann. die geschehnisse von damals holen mich einfach immer mehr ein. mein vater starb, als ich 12 war. ein halbes jahr später, hatte meine mam einen neuen. ich war froh darüber, weil ich dachte, dass es ihr besser gehen würde und sich glücklich werden konnte..... ich weiß nicht mehr wie das alles zustande kam, auch weiß ich nicht warum und weshalb und will auch gar nicht mehr darüber nachdenken, aber es kam dazu, dass sie mich dazu gebracht haben, mit ihm zu schlafen etc..... es ging ca. 4 jahre so... erst jetzt wird mir klar, was damals passiert ist. ist das normal, dass einem so etwas erst jahre später klar wird? ich habe jetzt probleme damit, eine beziehung mit jemandem einzugehen oder sex zu haben. ich weiß einfach nicht, wie ich das jemals alles vergessen kann. zumal meine mutter bescheid wusste und nie, aber auch nie etwas dagegen getan hat...... weil sie einfach so von ihm besessen war.... genauso so wie sie vor mir sex gehabt haben, während ich beispielsweise nach der schule zu mittag aß... werde ich diese bilder jemals aus meinem gedächtnis streichen können?
ich habe meiner mutter verziehen.... oft macht verzeihen das leben leichter.....
aber die tatsache, dass ich nicht weiter was und die tatsache, dass ich benutzt und verarscht wurde bleibt die gleiche......

Maddin schrieb am 27. September 2010 um 23:39 Uhr:

ich habe eine freundin die mir geradebegeichtet hat dass ihr stiefvater sie manchmal beruehrt.... ich will ihr gerne helfen weiß aber nich was ich nun tun soll....

mfg
MAddin

Nele schrieb am 25. September 2010 um 04:04 Uhr:

Hallo zusammen,
ich wurde vor ca zehn Jahren von meinem älteren Bruder Missbraucht.
Ich kann nicht mal den genauen Zeitpunkt geschweige denn das Jahr oder mein damaliges alter sagen weil ich alles zusammenhängende bis heute verdrängt habe.
Er hat meine liebe zu ihm, die aus mir unerklärlichen Kründen noch bis heute anhält, ausgenutzt.
Ich habe die Jahre wirklich nur überlebt und bis heute funktioniert.
Alle empfindungen oder gefühle von damals kann ich nicht mal beschreiben.
Das einzige was mich all die Jahre quällt sind Bildfätzen und visuelle erinnerungen.
Sie kommen wenn ich sie nicht erwarte miten im leben, in der schule, auf der arbeit, im auto oder sogar wärend dem einkaufen.
Ich habe mir tausende male vorgebetet das es in der heutigen welt doch eigentlich schlimmer hätte kommen können das ich hätte vergewaltigt werden können und das mein erlebnis nichts weiter ist.
Verglichen mit dem was hätte passieren können. Aber das ist auch kein trost.
Ich konnte bis vor ca zwei jahren nicht mal meiner mutter erzählen was passiert ist. Wir redeten mal über vergewaltigung und missbrauch weil irgendo was in den nachrichten war und dann erzählte sie mir das eine ihrer schwestern missbraucht wurde und ich fing an zu weinen und schrieb auf einen zettel : ICH AUCH !!
Das war vor zwei jahren da konnte ich nicht mal aussprechen was mir passiert war.
Das hat sich gott sei dank in den letzten zwei jahren geändert.

Eigentlich sollte ich schon seit mindestens drei stunden tief und fest schlafen aber wie das so ist wenn man nicht damit rechnet überkamen mich wieder erinnerungen und Bilder sodass ich furchtbar anfieng zu weinen und erstmal mein bett verlassen musste.
Ich traf für mich den entschluss, zum ersten mal muss ich leider gestehen, nach hilfe zu suchen... und da suche ich so im netz und finde diese seite!!
Ich habe die HP gelesen und musste mehrere male Taschentücher auffüllen. Aber mit dem ergebnis das ich jetzt einen festen entschluss habe meine situation zu verändern.
Ich danke allen die diese Seite ins leben gerufen haben.
Ganz liebe Grüsse und besten dank.

Petra schrieb am 23. September 2010 um 11:09 Uhr:



Hoffnung



Immer wieder kommen mir diese Gedanken,
sie bringen mein Gleichgewicht ins schwanken !

Sie sind so schrecklich, höre das schreien meiner Tochter,
sehe sie zitternd, schaue in ihre leeren Augen,

Kann nicht erkennen, wie kann ich nur sein so blind?
Sehe die Tatsachen nicht, so wie sie sind!

Habe ihren Schmerz nicht erkannt,
Signale hat sie mir so oft gesandt!

Mein Herz tut so weh,
ich kann dies nicht in Worte fassen,
werde ich mich dafür ewig hassen?

Wenn sie schläft, dann schaue ich sie an,
und frage mich, wie man einer Kinder Seele
so etwas antun kann?

Ich suchte Hilfe und Schutz,
wie dumm ich doch war,
Sie sagten wir sind Lügner,
Und zogen alles in den Schmutz!

Und wieder ist sie allein,
Ich habe Angst,
Sie machen mich so klein,
wie lange halte ich das noch aus?
Ich will endlich aus der Hölle raus!

Wie lange reicht noch meine Kraft?
ich weis es nicht,
ich bete zu Gott,
die Gerechtigkeit spricht das Gericht!

Mein armer kleiner Engel,
warum musstest du so leiden?

Lieber Gott, konntest du es nicht vermeiden?

Nun sitze ich hier und weine,
wird sie jemals Glücklich werden meine kleine?

Meine Antwort lautet ja,
ich tue alles dafür das du der Liebe bist so nah!!!!!!!

Nur die Liebe und der Glaube gibt mir die Kraft,
mit dir diesen Weg zu gehen,

das böse zu überstehen,
um am Ende das Licht zu sehen!!!

Ich zeige dir das Gott ist so nah,
dann kannst du schreien,
alles ist war!!!!

Eines Tages stehen wir vor Gericht,
ich stelle euch die Frage,
seht ihr unsere Tränen nicht?







MmeButterfly7 schrieb am 20. September 2010 um 16:48 Uhr:

Hallo,
ich bin gerade ganz zufällig auf diese Seite gestoßen,
weil ich Leute zum Quatschen suche, denen es ähnlich geht wie mir.
Ich bin als Kind von meinem Opa und seinem Freund mehrfach missbraucht worden und leide heute mehr den je darunter.
Ich kann nicht essen, kann nicht schlafen, hab ständig Angst, bin tief traurig und fühl mich nur noch fertig und kraftlos.
Ich will kein Mitleid und Jammern will ich auch nicht, den eigentlich geht es mir recht gut, ich lebe und habe körperlich keinerlei Narben. Doch ich kann auch kein "normales" Leben führen. Es ist noch relativ einfach, während des Tages sein Leben zu meistern, ich geh Vollzeit arbeiten, liebe den Baruf, und bekomme auch den meisten Behördenkram so hin, doch mir fehlt mehr und mehr die Kraft.
Ich bekomme jetzt des öfteren Kreislaufprobleme und kippe fast um, manchmal habe ich nicht mal die Kraft eine Flasche aufzudrehen, und kann kaum geradeaus laufen. Ich frage mich wie kann ich da weiter arbeiten???
Ich habe versucht eine Therapie zu machen, doch ich kann keine Therapeutin finden, die mir wg, der Arbeit Nachmittagstermine gibt, dann wollte ich an Selbsthilfegruppentreffen teilnehmen und habe schon wieder drei Absagen.
Ich kann einfach nicht mehr, die Panik in den Nächten, die Schlaflosigkeit, die vielen dunklen Stunden, das halt ich nicht mehr aus.
Ich dachte ich könnte vielleicht hier Tipps erhalten, wie andere besser damit klar kommen, oder was ich noch tun kann, bevor mir auch das letzte bisschenMut verloren geht.
Schöne Grüße, Tanja

Paul schrieb am 18. September 2010 um 14:28 Uhr:

Hallo zusammen!
Habe nach 10 Jahren Ehe jetzt erfahren, dass meine Frau als Kind missbraucht wurde. Was für ein Wahnsinn! Bin auf der Suche nach einer Gesprächsgruppe im Raum 41.
Tolle Seite!
Gruß, P.

Didi schrieb am 9. September 2010 um 08:03 Uhr:

Hallo, ich bin durch eine gute Freundin auf diese Seite hier aufmerksam gemacht worden. Nachdem wir uns lange Zeit immer wieder über all meine Symptome und auch Erfahrungen unterhielten, war sie der Meinung, dass mir diese Seite evtl. helfen könnte.
Solange ich denken kann, wurde ich von meinem Stiefvater und auch meiner Mutter schwerst sexuell missbraucht. Naja, und von allen, die diesbezüglich ein Interesse hatten. Denn, meine "Eltern" haben mich verkauft. Es wurde ein richtiger Ring aufgebaut und jeder der wollte und bereit war, dafür genügend Geld zu bezahlen, durfte mich zu seinen widerlichen Zwecken benutzen. Und, ob man es glaubt oder nicht.....es gab mehr als genug Interessenten.
Heute bin ich knapp 32 Jahre alt und leide noch genauso unter den Geschehnissen, als ob es gestern gewesen wäre. Dabei hab ich es eigentlich ja schon vor ca. 15 Jahren geschafft, diesem "Milieu" zu entkommen. Aber, eben nur körperlich. Psychisch stecke ich nach wie vor noch mittendrin. Alle möglichen Symptome treffen leider Gottes auf mich zu. Bei schwersten Depressionen angefangen, über massive Angstzustände bis hin zur Selbstzerstörung. Körperlich genauso, wie auch emotional. Sämtliche Diagnosen- von der Posttraumatischen Belastungsstörung, über einer Angstpsychose bis hin zur Schizophrenie mit akutem Verfolgungswahn sind mir in den vergangenen Jahren immer und immer wieder durch voneinander unabhängigen Ärzten und Psycho-Kliniken bescheinigt worden. Eigentlich nehme ich mir ja immer vor, nicht zu jammern und nicht im Selbstmitleid zu baden. Aber, heute und hier möchte ich einfach doch mal jammern. Denn, mir geht es so schlecht, wie schon lange nicht mehr. Und dennoch.......immer versuche ich stark zu sein, mir nichts anmerken zu lassen, für alle Anderen da zu sein.
Und wenn ich nun auch noch darüber nachdenke, wie mein Stiefvater z.B. heute lebt..........ich könnte verrückt werden. Denn nachdem der vor 6 jahren aus dem Gefängnis entlassen wurde (als therapieunwillig und ohne jeglichem Reuegefühl), lebt der heute ein ganz normales Leben. Er lässt sich sogar als ganz normaler Bürger, der auf seinen Stromverbrauch achtet, öffentlich in irgendwelchen Zeitungen abbilden. Ich hingegen bin ständig dabei, mich zu verstecken, um von speziellen Menschen nicht entdeckt zu werden.
Mit dieser verdammten Ungerechtigkeit umzugehen, fällt mir momentan wirklich sehr schwer.
Ok. Ich glaub, das reicht für heute erstmal.
Abschließend möchte ich sagen, dass ich es genial finde, dass es solche Seiten hier im Netz gibt. Dass es Menschen gibt, die bereit sind, sich ernsthaft mit diesem Thema- mit uns Überlebenden- auseinander zu setzen. Leider passiert das in unserer heutigen Gesellschaft immer noch viel zu selten. Nichts sehen- nichts hören- nichts sagen.
Ich wünsche nun allen Betroffenen ganz ganz viel Kraft, Stärke und Mut, das Erlebte zu bewältigen und ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. ich hab es bisher noch nicht geschafft- aber ich wünsche Euch, dass ihr es besser könnt.

k. schrieb am 7. September 2010 um 14:18 Uhr:

lachen wenn ich heulen könnte,sich nichts anmerken lassen.stark sein.irgendwann geht gar nichts mehr,möchte nur noch schlafen.
mit 6jahren bin ich von einem freund der familie im auto missbraucht worden, er hat mich so eingeschüchtert das ich es nicht wagte meinen eltern davon zu erzählen.selbst heute fast 40 jahre später habe ich angst mit männern allein im auto zu sitzen.
als ich 9jahre war starb meine mutter.zur unterstützung im haushalt und für seine 3 kinder holte sich mein vater onkel fritz ins haus.auch ihm wurde ich zum opfer.OPFER so nannte es meine therapeutin.meine erste therapie machte ich mit 37jahren.
einmal hölle und zurück! vieles hatte ich bis zu diesen zeitpunkt verdrängt.die gewalt in der ehe meiner eltern.die prügel die mein vater mit der reitgerte verteilte.und die erkenntnis opfer zu sein.manchmal hatte ich das gefühl ich will nicht mehr.eins hielt mich davon ab,der schwur den ich mir selber gegeben habe.mit 17jahren,nach dem tod meines vaters,habe ich tabletten geschluckt.sie holten mich zurück und als ich aus dem krankenhaus kam , wollte ich meine damals 3 monate alte tochter auf den arm nehmem,sie schrie wie am spiess.damals wurde mir klar,nie wieder wirst du dein kind allein lassen.alles werde ich tun damit es ihr gut geht,sie soll es besser haben als du.habe mit 19 noch einen jungen bekommen.meine kinder ,mein ganzer stolz .aus ihnen ist etwas geworden,haben beide einen beruf und stehen im leben.sie habe ich beschützt.
aber manchmal überspringen die ereignisse generationen.letztes jahr im juni hatte meine 2,5jahre alte enkelin spuren im genitalbereich die auf missbrauch deuten ließen.auch der kinderarzt fand es ungewöhnlich .auserdem sagte sie uns, ER hat mit pippimann an der mumu gespielt.in der beratungsstelle für kinderpsychologie konnte man nie ganz ausschliesen aber auch nie ganz verneinen. der satz des therapeuten dröhnt in meinen ohren"nur menschen mit der gleichen erfahrung haben ein gespür dafür".es tat so weh und tut es immer noch weh.in der beratung hat sie gelernt sich zu wehren und nichts mit sich machen zu lassen was sie nicht will.ich habe den eindruck sie hat es vergessen ,sie ist sehr intelligent und aufgeweckt und ein fröhliches kind.
habe immer gedacht hast so viel erlebt dich wirft nichts mehr um.doch heute muss ich mir selber eingestehen du brauchst hilfe sonst werde ich noch verrückt.habe mit tabletten und alkohol versucht meinen schmerz zu betäuben. im februar war ich mit magenblutung im krankenhaus, bei der entlassung sagte der arzt im krankenhaus "selbstmord auf raten".SELBSTMORD
nein mein schwur.es hat einige zeit gebraucht doch seit 8wochen ohne alkohol und tabletten.bin ich jetzt stolz auf mich ?ich weiss es nicht.habe menschen in den letzten jahr so weh getan und verletzt.menschen die ich liebe.manchmal möchte ich schrein es tut mir leid.das bin ich eigentlich nicht,es ist nur der schmerz.
letzte woche habe ich mich entschlossen wieder in therapie zu gehen.die überweisung schleppe ich schon seit wochen mit mir rum.bis zu 10 wochen wartezeit. noch einmal hölle und zurück.ich will wieder schlafen können ,die flashbacks sollen aufhören.werde es auch dieses mal schaffen."die kunst ist,einmal mehr aufzustehen,als man umgeworfen wird".
es tut gut sich mal alles von der seele schreiben zu können.

Franzi schrieb am 6. September 2010 um 18:48 Uhr:

Hallo Linda,
in Deutschland ist es auch nach 10 Jahren verjährt, aber die Verjährungsfrist beginnt erst mit dem 18, Lebensjahr! Wenn das in der Schweiz ebenso ist, dann bist Du noch genau in der Zeit. Sieh Dich mal im Netz nach "Verjährung bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit" nach. Ich drück Dir die Daumen.
LG Franzi

Cordula schrieb am 6. September 2010 um 14:05 Uhr:

Eine wirklich gute und informative Seite zum Thema Missbrauch! Ich bin vom Vater missbraucht worden und obwohl ich mehrere Therapien hinter mir habe und seit 4 Jahren eine Psychoanalyse mache ( was ich übrigens wärmstens empfehlen möchte, denn dabei hat man wirklich sehr viel Zeit, seiner Geschichte auf die Spur zu kommen), erinnere ich mich nach wie vor "nur" durch meine Träume an das, was mir geschehen ist. Manchmal wünschte ich mir sehr, mich an Konkretes zu erinnern, aber es kommt nicht, und doch habe ich eine Vielzahl der beschriebenen Symptome gehabt. Die meisten dieser Symptome sind viel weniger geworden oder sogar verschwunden. Ich habe gelernt damit zu leben, und das recht gut. Ich identifiziere heute sehr schnell und präzise, wann etwas für mich nicht stimmt, wann jemand A sagt, aber B meint, wann ich selbständig etwas ändern muss, welche Beziehung mir gut oder schlecht tut, eben was ich will und was für mich richtig ist! Und das sind die positiven Nebenprodukte der Auseinandersetzung mit meinem Missbrauch. Und über die bin ich sehr froh und die machen mich zu dem, was ich heute bin. Mit Allem.
So möchte ich Mut machen sich dem zu stellen. Es dauert. Es kann sogar sehr lange dauern, bei mir jetzt insgesamt ca. 25 Jahre, bis ich meine jetzige, hervorragende Psychoanalytikerin traf, die mit diesem Thema so gut vertraut ist und meine Symptome endlich richtig deutete, und sich es auch traute. Denn es gibt auch Therapeuten, auf die ich gestoßen bin, die es wahrnahmen, aber nichts sagten (Um mich zu schonen? Ich weiß es nicht). Aber nun bin ich 46 und mir geht es recht gut.
Ich wünsche allen Betroffenen viel Mut, die richtige therapeutische Begleitung, und vor allem ganz viel Geduld mit sich selber.
Und nochmals ein großes Dankeschön an die Macher dieser Seite, das ist das Beste und Informativste, das ich bisher gerade zu den Themen Verdrängung und Symptomatik gelesen habe. Wäre für mich bestimmt gut gewesen, das vor 3 Jahren zu finden, da ging es gerade bei mir so richtig zur Sache in der Therapie und ich fühlte mich oft ziemlich alleine, trotz eines sensiblen Ehemanns und guter Freund.


Linda Hatschaduryan schrieb am 5. September 2010 um 22:29 Uhr:

hallo mein name ist linda seit einem jahr weiss ich dass meine mutter als kind vom vater missbraucht wurde. seit 6 monaten weiss ich das ich ebenso mit 15jahren missbraucht wurde. im schullager von drei mitschülern. ich bin jetzt 26jahre alt. ich kann mich an dieses lager nicht erinnern, dank emdr weiss ich jetzt warum ich mich nach dem sex immer schmutzig fühle warum mir immer schlecht war warum ich immer angst hatte nie geliebt zu werden warum ich nie berührungen vertrug von menschen die ich nicht kannte. und jetzt weiss ich auch was der kopf alles zu speichern vermag. ich weiss wer mir was angetan und ich kann nicht klagen in der schweiz ist es nach 10 jahren verjährt. ich bin froh die seite entdeckt zu haben. denn ich war ungläubig über das was ich alles erfahren habe..
ich wollte es nicht wahrhaben und doch kommt immer mehr zum vorschein. es ist wahr. und ich bin mit diesen jugendlichen in die schule. ich war mit ihnen befreundet. was soll das? was ist das für eine verrückte welt. ich wünsche allen seelen viel liebe viel mut und stärke kämpft kämpft für euer leben denn ihr seit es wert

Jerrutti schrieb am 3. September 2010 um 00:00 Uhr:

Ich habe mich jetzt unter Tränen durch die Homepage gekämpft, weil ich einfach nicht mehr kann und wohl oder übel Hilfe brauche. Aber ich habe ein Problem. Ich wurde vom Onkel meiner Mutter vor ca. 15 Jahren in meinen Augen missbraucht. Für mich heisst das, er hat mich gepackt umklammert und mir seine Zunge in den Mund gesteckt. Ich habe mich gewehrt und der drückte nur noch stärker. Ist dies sexueller Missbrauch? Wenn du nämlich nach Hilfe suchst, musst du schon fast Experte sein und wissen in welche Rubrik dein Problem gehört.
Ihr fragt euch jetzt vielleicht warum ich nach dieser "Lapallie" Hilfe suche. Ich war damals 10 Jahr alt und als ich verstört nach Hause kam, und es meiner Mutter erzählte, meinte sie bloss. Geh schlafen und morgen ist es wieder vorbei. Danke Mama! Ich habe an über 2 Jahre aus meinem Leben keine einzige Erinnerung. Ich habe seither kaum eine Nacht ohne Alptraum verbracht. Ich hatte noch nie einen Freund, da ich bloss beim Gedanke eine Kuss zu bekommen Panik kriege. Ich habe eine einzige Freundin, die etwa ein Jahr brauchte bis ich ihr vertraute. Niemand sonst hat so viel Geduld! Aber eben, ich gehe jetzt schlafen und morgen ist alles vergessen......

Nadine schrieb am 1. September 2010 um 21:30 Uhr:

Hallo mein Name ist Nadine und ich war schon öfters auf dieser Seite. als 5 oder 6 war, hat mein couseng sich an mir vergriffen, mehrmals. Immer wieder sagte er mir ich dürfte nichts sagen und das habe ich auch ne getan. Mit 15 wurde ich von meinem Ex freund vergarwaltigt. mit 16 habe ich mein schweigen gebrochen, und davon meinen elten berichtet die familie ist kaputt. und ich war es auch eine ganze zeit lang. Ich habe mir therapheuten gesucht, aber es wurde nicht besser. Im januar diesen Jahres kam ich einen monat nicht vor türe, weil ich immer wieder zusammenbrach und ich ging in eine pysatrie, bis jetzt kann ich sagen es war das beste was ich damals hötte machen können, aber besser wird es nie sein. immer kommen höhen und tiefen. Missbrauch ist ein thema was oft stillgeschwiegen wird, aber das ist verkehrt.

Ich weiß nicht ob es sowas gibt, aber gibt es Selbsthilfe gruppen die sich mit dem thema beschäftigen gerne könnt ihr euch melden

Franzi schrieb am 20. August 2010 um 00:35 Uhr:

Seit einigen Monaten lese ich auf dieser und ähnlichen Seiten Berichte von Betroffenen sexuellen Mißbrauchs. Es ist so unendlich traurig wie viele dieses Schicksal teilen! Ich bin selbst Überlebende sexuellen Mißbrauchs. Zwischen meinem 8. bis knapp 14. Lebensjahr wurde ich von meinem 10 Jahre älteren Pflegebruder und dessen Cousin mehrmals wöchentlich mißbraucht. Durch Drohungen usw. wurde ich zum Schweigen gezwungen. Ich hatte zwar die bekannten auffälligen Anzeichen, doch diese wurden von meinem Umfeld ignoriert bzw. falsch gedeutet. Ich kam ins Kinderheim, dies war eine der Drohungen und sie trat ein. Meine Pflegefamilie untersagte mir jeglichen Kontakt. Mein Schock darüber war so groß, dass ich für etwa 7 oder 8 Jahre kein Wort mehr sprechen konnte und alle dachten ich wäre stumm. Inzwischen bin ich 48 Jahre alt, habe mein Leben lang versucht alles zu vergessen, alleine damit fertig zu werden usw. Vor knapp 4 Jahren holte mich die Vergangenheit ein, meine Seele konnte die Last nicht mehr tragen, ich erlitt meinen ersten Status Epilepticus in Serie. Das heißt ich hatte 3 große epileptische Anfälle kurz hintereinander ohne zwischendurch das Bewußtsein zu erlangen und fiel für 7 Tage ins Koma. Kurz darauf bekam ich meine zweite schwere Anfallsserie und kam zur Reha. Dort erkannte man als Auslöser für die Anfälle eine Posttraumatische Belastungsstörung durch den sexuellen Mißbrauch. Seitdem bin ich in Psychotherapie und habe erkannt, dass ich nicht länger schweigen darf und endlich darüber sprechen muß. Ich will mit meiner Geschichte keine Ängste verbreiten, sondern zeigen, dass und wie wichtig es ist, sich so früh wie möglich Hilfe zu holen. Heute gibt es entsprechende Verbände und Hilfsorganisationen die Euch helfen, unterstützen und begleiten.

G. schrieb am 18. August 2010 um 23:26 Uhr:

Hallo,

ich bin heute auch das erste mal auf dieser seite. und das eher zufällig. ich habe seit meinem 6ten lebensjahr, jedenfalls ist das der zeitpunkt von dem ich mich ab erinnern kann, depressionen. eigentlich erinnere ich mich an gar nichts was vor meinem 6ten lebensjahr war... die geburt meiner beiden jüngeren geschwister ist eigentlich so das ausschlaggebende ab was mich erinnern kann... und das war im feb 1990 4 tage vor meinem 6ten geburtstag. alle erinnerungen von davor sind eher wie traumsequenzen.
jedenfalls habe ich diese depressionen jetzt mein ganzes leben mit mir rum getragen, doch seit drei jahren seitdem ich eine affäre zu einem jetzt 22 jährigen habe, der mit mir und ganz vielen anderen mädchen seine freundin betrügt und mich auch die meiste zeit nur belogen und betrogen hat, und wie ich seit heute weiß, meine "gefühle" "missbraucht" hat, sind diese depressionen immer schlimmer geworden und ich habe mich vor 3 monaten dazu entschlossen eine therapeutin auzusuchen.

ich habe wie gesagt bis zum heutigen tage nie daran gedacht vielleicht missbraucht worden zu sein, weil meine eltern die besten sind die man sich vorstellen kann. sie sind zwar oft chaotisch und zicken sich oft an, aber ich würde den beiden eine beziehung zu schreiben, die ich später auch mal gerne haben möchte.
doch seit therapiebeginn musste ich mich mit dingen auseinander setzen, an die ich vorher nicht gedacht hatte. ich habe immer gedacht das die geburt meiner jüngeren geschwister, denn ich hatte bis zu meinem 6ten lebensjahr, trotz älterer schwester die alleinherschaft in meiner familie und ab dem zeitpunkt hat sich dies natürlich klar verändert... ich habe mich hilflos und ungeliebt gefühlt und habe dies eigentlich immer als ursache meiner beschwerden gesehen... auch das ich mich von meinem vater nicht für ernst oder voll genommen oder sogar im stichgelassen fühle.

als ich das in den ersten therapiestunden meiner therapeutin erzählt habe, meinte sie gleich das meine depressionen von einem viel früheren lebensjahr herrühren. Ich kann mich aber leider an nichts erinnern.
Als wir heute über diesen jungen mann gesprochen haben, in den ich seit fast 3 jahren verliebt bin, der mir viel bedeutet aber mir genauso viel weh getan hat, musste ich ganz klar weinen. welcher mensch wird schon gerne in seinem eh schon geringen selbstwertgefühl erniedrigt, belogen und enttäuscht, wenn man so viel gibt für jemand anderen, sich quasi aufopfert... ich habe oft versucht von ihm los zu kommen was aber nicht klappt weil wir wie magnete sind.
und als ich das so meiner therapeutin geschildert habe, sagte sie nur: "mein schönes wesen, es tut mir leid dir das sagen zu müssen, aber du hast die symptome eines missbrauchs!"
ich war geschockt, das wäre wohl jeder gewesen, weil ich mich wirklich an nichts aus meiner frühen kindheit erinnern kann, und meine eltern uns immer gesagt haben, dass wenn so etwas einem von uns kindern passiert, wir es ihnen sagen sollen/müssen. und das ohne ausnahme!
nach dieser therapiesitzung war ich so verwirrt da sich erst mal in den nächsten netto gerannt bin mir eine schokolade und eine tüte flips geholt habe und eingestopft habe. und ich muss sagen danach wär ich für 5 min glücklich und beruhigt... doch nach diesen 5 min bin ich am weinen... und diese 5 min sind jetzt schon seit 15 uhr vorbei, nur das weinen, hysterische lachen, stumme schreien und dieses husten bis kurz vorm übergeben hört nicht auf.
Am liebsten würde ich meine eltern anrufen und bitten das sie zu mir kommen, diese ganzen 400km fahren und einfach hier sind.
vielleicht übertreibe ich nur... ich weiß es nicht... aber diese ganzen sachen die ich hier in den letzten stunden gelesen habe, treffen meistens (also nicht alles) so auf meine depressionen und launen zu, es ist erschreckend!
doch leider kann ich mich an nichts erinnern, was mich noch mehr bedrückt, denn wenn man sich an etwas erinnern kann, dann hat man etwas an das man arbeiten kann, aber ich hänge in der luft. ich weiß nicht ob das eine falsche diagnose meiner therapeutin ist oder ob es wirklich stimmt und ich das alles verdränge!
das macht mich wahnsinnig!
ich hoffe nur das ich jetzt im laufe der therapie herausfinde, was die wahrheit ist und das ich falls wirklich ein missbrauch passiert ist, diesen verarbeiten und überwinden kann.

allen anderen kann ich nur das gleiche wünschen!

M. schrieb am 16. August 2010 um 17:14 Uhr:

Ich bin heute da erste mal auf einer dieser Seiten und ich muss sagen das es schon erschreckend ist wie Anzeichen, Symptome und Spätfolgen zu treffen und wie ähnlich unsere Schicksale sich sind. Als ich mir grade die Anzeichen durch gelesen habe kam mir wieder eine altbekannt Übelkeit hoch und die Frage: Wieso verschliesst das ganze Umfeld bei so eindeutigen Anzeichen die Augen??? Ich wurde selber seid dem ich denken kann bis ich ca. 12 war regelmäßig von meinem eigenen Vater missbraucht...
Mit 19 brach ich mein Schweigen und sprach ihn darauf an! Er leugnete alles, aber ich konnte mir endlich Luft machen und meine Sorgen los werden! Ich habe den Kontakt dann vollständig abgebrochen und seid dem kann ich für mich sagen das ich gut mit meiner Vergangenheit leben und umgehen kann.. Ich rate jeder Person die in ähnlicher Lage ist so zu handeln! Das macht vieles einfacher! Ich kenne auch die gewissensbisse die dadurch entstehen, die Gedanken er ist doch mein Vater... Aber nein! Väter die so etwas tun sind keine Väter! Brecht euer Schweigen den dadurch werden die Täter nur Unterstützt und das erlebte kann nie verarbeitet werden! Wir sind Überlebende, das ist ein guter Ausdruck für uns... Wir haben das Überlebt, danach überlebt man so ziemlich alles!

eine Freundin schrieb am 16. August 2010 um 11:31 Uhr:

vor 2 Tagen stellte ich einen guten Freund zur Rede. Ich hatte den Verdacht das er eine feste Bindung zu mir suchte. Und ja er suchte sie, nur auf eine andere Art und Weise als ich dachte. Er suchte Trost. Denn vor 4 Jahren ist er von einem anderen Mann Sexuell Missbraucht worden. Er war noch ein Jugendlicher.
Er hat es endlich geschafft seine Mauern zudurchbrechen und hat sich mir anvertraut.
Ich danke allen dafür das es diese Seite gibt auf der ich mir Rat und Unterstützung holen kann um eine gute Freundin für ihn sein zu können. 4 Jahre litt er ganz alleine aber ich hoffe das auch er eines Tages die Kraft hat, es hinaus schreien zu können.

22 schrieb am 10. August 2010 um 02:04 Uhr:

ich bin ein Partner oder ein Freund, von einem missbrauchsopfer. es ist nicht schwer für mich, an sich für sie da sein zu wollen, auch wenn ich zugebe, dass man sich schnell selbst vergisst und dann irgendwann nicht mehr kann. mir ist das passiert, sodass ich sie eine zeit lang allein sein lassen musste, einfach weil ich sonst selber zerbrochen wäre, genauer gesagt kamen wir beide nicht mit der liebe zwischen uns klar, weil sie nicht klar definiert war, und die grenzen je nach ihrer gefühlslage verschoben wurden.

ich fühle mich jetzt jedoch besonders durch meine religion und natürlich meiner liebe zu ihr, der aufgabe zumindest mehr gewachsen als vorher, oder zumindest möchte ich es sein.
Und wir beide sind reifer, dass wir uns klarmachen könne, was wir für einander sein können und was nicht oder noch nicht.
ich möchte hier einfach meine Gedanken offenlegen, weil vielleicht auch einige Partner ähnliche Probleme haben.

mein problem ist, dass das ganze thema bei ihr nur offen im raum steht, sie also es noch gar nicht richtig angegangen hat. ich selber habe nur andeutungen von ihr, die zwar sehr deutlich sind zum teil. also das sie dinge erlebt hat, die eigentlich bei mir nur missbrauch heißen können. und ich auch einfach erlebe, dass sie Probleme hat. Auch wenn das größte symptom bei ihr gerade ist, dass sie sich zwingt zu überleben, d.h. sie spielt für sich und ihre Familie die starke Tochter. sie lebt auch noch in ihrer familie. der vater und hoffentlich einzige Täter ist zwar gestorben, und falls es weitere Täter geben sollte, so liegen deren Taten zwar zurück, aber das thema wurde in der Familie noch nie angesprochen. sie ist anfang mitte zwanzig. sie war sogar schon bei externer hilfe, aber natürlich nur "um mal zu schauen" und nur wegen "alltäglichem Stress." das heißt, sie nimmt die hilfe nicht an und spielt alles herunter.
mein problem ist, dass ich sie auf der einen seite ermutigen will zu sich und ihren problemen zu stehen, doch sie auf der anderen seite nicht drängen will, denn sie muss den zeitpunkt wählen und manchmal sagt sie sogar selber, dass sie es irgendwann angehen wird. ich denke geduld ist das wichtigste, aber sie auf der anderen seite nicht in passivität verkommen zu lassen, die dann am ende ihr das gefühl gibt,
dass ihre Verharmlosung wirklich das beste wäre.
oft höre ich sie, wie sie sich selber stark redet und offensichtlich noch beim überleben ist und sich sogar über die externen psychologen lustig macht, dass die ihr was einreden wollen würden, weil sie selber was erlebt hätten.
Und das man sowas selber überstehen kann ohne sich verrückt zu machen. ich bin dann machtlos. das pendeln zwischen geduld und dann doch ihr die wahrheit zu sagen und sie zu mutigen schritten zu motivieren ist sehr schwer. denn oft passiert es, dass sie sich verraten fühlt und missverstanden, wenn ich dazu motivieren will, die sache anzugehen,
dann stößt sie mich weg und sie kann dann so unfair werden, dass einem die worte fehlen.
aber wer bin ich, als das ich ihr das übel nehmen könne.
man muss dann die ruhe bewaren, weil man es ihr innerlicch tausendmal verzeiht noch während ihr worte einschlagen muss man sich denken, dass sie es nicht so meint, denn sie meint es wirklich nicht so.
und dann kann man nur darauf warten, dass sie sich in den nächsten sekunden, minuten, stunden oder tagen wieder dafür entschuldigt. dann willst du ihr sagen, dass sie sich nicht entschudligen brauch, sondern dass sie sich die Gründe eingestehen soll und du ihr dabei helfen willst. aber sie ist schon wieder beim Alltag angekommen noch ehe du überhaupt überlegen kannst, ob du sie mit ihren Problemen konftrontieren willst.
ich will sie konfrontieren, ohne sie zu verjagen.

ich denke ich werde mir externe hilfe suchen, proffessionelle.
das problem dabei ist, dass sie ja selber noch gar nicht entschieden hat, es anzugehen.
das ist genau das problem, ich will das sie es angeht, und nicht, dass ich es für sie angehe, weil das nichts bringt.
und deswegen kann ich es nicht angehen ohne das sie es angeht.

Ich rate allen Partnern, sich niemals täuschen zu lassen,
dass es nicht nötig wäre sich mit dem thema zu befassen,
egal wie gut sie es verharmlosen, wenn es im Raum steht,
dann muss da auch was sein.
Es sei dann natürlich, die Partnerin ist es schon offen angegangen,
aber sobald deine Partnerin dir sagt, dass sie zwar schlimmes erlebt hat,
oder es am anfang auch nur andeutet, darf man sich nicht täuschen lassen. Denn nach meiner Erfahrung sind solche Menschen meisterhaft darin sich selbst und anderen eine Fassade vorzutäuschen. Sie sind dann sogar so geübt darin, dass sie es selbst schaffen ihre Zusammenbrüche in diese Fassade mit einzubauen. Sodass sie streit mit dir oder anderen suchen
nur um dann sich einen Ausbruch erlauben zu können und sich selber anzulügen, der ausbruch hätte nichts mit ihren wahren problemen zu tun.
Man selber merkt es gar nicht oder nur im Nachhinein, dass es bei dem Ausbruch gar nicht um das ging, was sie vorgibt.
Aber wenn du einmal erlebt hast, wie sie in deinen armen liegt und die Welt vollkommener nicht sein könnte und sie von einer sekdunde auf die nächste zusammenbricht und sich vollkommen in tränen auflöst, und dich fragt, ob du sie hasst, oder du sauer auf sie bist. spätestens dann weißt du, was ich meine und ich hoffe für euch, dass ihr euch dann hilfe sucht, denn wer dieses gefühl schonmal erlebt hat, der weiß wie schlimm diese machtlosigkeit ist, man hasst sich selber dafür, dass man nichts machen kann und hat das gefühl ihr wehgetan zu haben.

ich will niemanden hier was konkretes raten, außer sich externe hilfe zu suchen, bei leuten, sie proffesionelle erfahrung haben, denn das macht es einfacher. ich selber spiele mir bis heute den starken mann vor,
der immer für sie da sein kann. aber als starker mann, würde ich mir starke hilfe suchen.
man muss dabei nur bedenken, dass man ihr, also der betroffenen, die entscheidung und die auswahl des zeitpunktes überlassen muss.
denn wenn sie erfahren würde, dass ich mich zu den problemen hilfe suche, die sie selber ja noch leugnet, dann würde sie vermutlich eher mich abstoßen, als sich helfen zu lassen.

ich denke ich werde daher sie mit meinen problemen im ungang mit ihren problemen konfrontieren, denn es bringt einfach nichts, ihr den starken mann vorzuspielen. wenn sie mich deswegen verlassen sollte, dann konnte ich ihr einfach nicht helfen. doch sie wird es nicht tun, und wenn doch,
dann ist das ihr weg und sie wird vielleicht jahre später an den punkt kommen, sich den missbrauch einzugestehen.
und das muss ich in kauf nehmen, denn sie zu lieben, heißt nicht ihr zu helfen, weil sie deine partnerin sein soll, sondern weil sie sie ist und du sie liebst, selbst wenn sie nicht deine partnerin sein kann und wenn sie dass nicht kann, dann musst du sie zumindest als partnerin loslassen.
das ist auch schon ein wichtiger punkt in der beziehung.
denn man muss sich selber klarmachen wie weit die beziehung gehen kann.
dass sollte man gemeinsam halbwegs klarmachen, wie weit man partner sein kann und wie weit man freund ist.
denn aus leidvoller erfahrung sage ich, dass es wenig schmerzhafteres gibt als ständiges fließendes hin und her zwischen freund und paarbeziehung.
am anfang denkt man sich, es wären auszeiten, dann gewöhnt man sich, doch irgendwann kommt ein widerspruch der gegensätzlichen erwartungen,
weil einfach die grenzen nicht klar definiert sind.
also auch als partner brauch man mut sich einzugestehen, dass man hilfe braucht.

Mutter schrieb am 10. August 2010 um 00:13 Uhr:

Wenn die Seele heiser ist vom Schreien

dieser Satz beschreibt zum Teil meine Gefühle, ein einziger stummer Schrei über die Jahre hinweg.
Zuerst das eigene Erleben, Opfer sein, schuldig werden, Scham, Selbstanklage, der Dreck, der an mir klebt, als ob es jeder sehen könnte, Jahre vergehen, die Zeit heilt nicht, oberflächliche Vernarbungen eitern im Inneren, Erinnerungen quälen, flammen auf, werden hastig versenkt und schwimmen doch immer wieder hoch, blitzlichtartig, niederschmetternd, verurteilt zum Tragen des Makels, Jahre vergehen, manchmal glaubt man an Heilung, versucht zu verzeihen, sich selber zu lieben, zu hoffen, zu glauben, zu leben, atmen

Dann kommt sie zu dir. Er hat es getan. Der Bruder. Dein Sohn. Deine Tochter. Beide Kinder. Eines Opfer. Eines Täter. Ohnmacht, Hass, Wut, blindes Tasten nach einem Ausweg, Hilfe, Schuld, Gespräche, Gebete, die Seele heiser vom Schreien...
Jahre vergehen, der Schmerz bleibt, die Schuld wiegt schwer, die Seelen sind heiser vom Schreien!

Lilly schrieb am 6. August 2010 um 16:44 Uhr:

ich bin sehr berührt und getroffen. es hat mir sehr geholfen hier soviel klarheit für mich zu finden, die tränen stehen noch immer in meinen augen.

ich bin 28 jahre alt und als kinde wurde ich über einen längeren zeitraum von meinem 10 jahre älteren cousine sexuell missbraucht. bis vor 3 jahren habe ich alles komplett verdrängt und ich erinnere mich nur an fetzen. ich leide an allen bekannten symtomen die man nur haben kann essstörung, despession, panikattaken, und selbstverletzung. von meinen eltern ungesehen, wieß ich eindeutige verhaltensweisen als kind auf. vor drei jahren war ich 9 wochen in einer sehr guten klinik und bin auf dieses trauma massiv gestoßen - ich habe es mir bis vor ein paar wochen endlich selbst eingestehen können und es meiner mutter nach 22 jahren erzählt....
es verfolgt mich immer und im moment wieder sehr schlimm, alpträume, angstzustände und taubheitsgefühle in armen und beinen. nach dem ich hier noch mehr klarheit über symtome und folgen gelesen habe - ich bin fassungslos wie sehr dies mein leben beeinflusst hat und wie verstrickt alles ineinander ist. es hat extremen einfluss auf mein leben, im beruf in beziehungen.... ich habe das gefühl erneut an einem abgrund zu stehen und empfinde tiefe traurigkeit darüber.
ich hoffe, das jedem menschen dem dieses wiederfährt - einen engel an seiner seite hat und es schafft diese tiefen wunden heilen zu lassen.

die hoffnung stirbt zu letzt!
danke, dass ich teilen durfte

Ann schrieb am 31. Juli 2010 um 22:45 Uhr:

Mich hat ein Satz stark gemacht ,als es um die Verarbeitung von sexuellem Missbrauch in der Kirche ging.Da sagte ein Pfarrer zu den Tätern:Hütet euch vor der Macht der Liebe und der Gerechtigkeit von Gott!!!
Das hat mir sehr geholfen (Und daran kann ich glauben)

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